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SOK AKTUELL
Informationsdienst der Serbischen Orthodoxen Diözese
für Mitteleuropa
23. Februar 2010
«Durch Integration kann man Identität bewahren“. Interview mit Bischof Konstantin (Djokic)
Am Anfang der Osterfastenzeit und im Vorfeld der geplanten Eröffnung eines zweisprachigen Internetportals des Informationsdienstes SOK AKTUELL hat der serbische orthodoxe Diözesanbischof von Mitteleuropa, Bischof Konstantin (Djokic), unserem Informationsdienst ein Interview gegeben. Bischof Konstantin sprach mit uns über seine Begegnungen mit dem neuen Serbischen Patriarchen Irinej, über die zwischenkirchlichen Beziehungen, die Integration und ihren Bezug zur konfessionellen und kulturellen Identität.
Herr Bischof, die Wahlversammlung der Serbischen Orthodoxen Kirche (SOK), an der auch Sie teilgenommen hatten, hat am 22. Januar das 45. Oberhaupt der SOK gewählt. Was sind Ihre Eindrücke über die Person und die bisherige Arbeit des neuen Patriarchen?
Bischof Konstantin: Seiner Heiligkeit dem Serbischen Patriarchen Irinej bin ich zum ersten Mal im Jahre 1966 begegnet. Damals war ich als Abiturient am Priesterseminar auf einer Klassenfahrt, die uns zum Priesterseminar der Heiligen Kyrill und Method in Prizren (im Kosovo-Metohija, Anm.d.Red.) führte. Seine Heiligkeit war vor seiner Wahl zum Bischof Professor und dann auch Rektor an diesem Priesterseminar. 1974 wurde er zum Vikarbischof von Moravica und ein Jahr später auch zum Diözesanbischof von Nis gewählt. Als Bischof von Nis wurde er auch zum Patriarchen gewählt. Seine Heiligkeit hat mehrere Male unsere Diaspora-Diözesen besucht. Eine Zeit lang hat er auch als Administrator einiger Diözesen in Amerika gewirkt und dort einen großen Beitrag zur Überwindung des Schismas in unserer Kirche geleistet. Wir freuen uns, dass er auch die erste, Kleine Weihe der serbischen orthodoxen Kirche des Hl. Sava in Hannover im Namen von Patriarch Pavle im Jahr 1995 vollzogen und dass er auch an der Großen Weihe der Hl.-Jovan-Vladimir-Kirche in München im Jahr 1997 teilgenommen hat.
Seine Heiligkeit Patriarch Irinej hat nach seiner Wahl mehrere Statements gegeben, die auch im Ausland ein sehr gutes Echo fanden. Wir denken in erster Linie an seinen positiven Standpunkt zum Thema Papstbesuch in Serbien im Jahr 2013. Was ist Ihre Meinung hierzu?
Bischof Konstantin: Die Offenheit Seiner Heiligkeit für Gespräche mit Vertretern der Römisch-katholischen Kirche sowie der anderen christlichen Konfessionen war nie strittig. In diesem Kontext sollte man auch seinen „positiven Standpunkt zum Thema Papstbesuch in Serbien im Jahr 2013“ sehen, insbesondere weil es sich um das Jubiläum eines Ereignisses handelt, das zu einem Zeitpunkt stattfand, als die Kirche nicht geteilt war.
Was sind Ihre persönlichen Erfahrungen in Bezug auf die zwischenkirchlichen Beziehungen in der Diözese Mitteleuropa selbst?
Bischof Konstantin: Ich habe als Bischof mehrmals gesagt, dass das Verständnis und die Unterstützung der christlichen Kirchen in Deutschland, Österreich und der Schweiz eine sehr wertvolle Hilfe für das Organisieren der Mission der SOK war. Unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg wurden viele Serben, vornehmlich politische Emigranten, durch historische Gegebenheiten dazu gezwungen, in den genannten Ländern zu leben. Als die Welle der ökonomischen Emigranten, der so genannten „Gastarbeiter“ kam, war das Verständnis der christlichen Kirchen, ihre Zurverfügungstellung von Kirchengebäuden und Gemeindehäusern und sogar die Übernahme der Finanzierung von Priestern sehr wertvoll für eine organisierte Tätigkeit unserer Kirche in der Diaspora.
Die Beziehungen von Christen und Muslimen sind heute eines der spannendsten Themen, wenn es um die interreligiösen Beziehungen geht. Seine Heiligkeit Patriarch Irinej hat vor kurzem die Muslime „unsere Nächsten und unsere Brüder“ genannt. Was ist Ihr Standpunkt hierzu ausgehend von Ihren Erfahrungen im ehemaligen Jugoslawien und in Mitteleuropa?
Bischof Konstanrin: An meiner Grundschule in Bijeljina (in Nordostbosnien, Anm.d.Red.) zwischen 1958 und 1962 hatten wir auch Muslime in unserer Klasse. Es gab keine nationale oder konfessionelle Intoleranz zwischen uns. Ich bin davon überzeugt, dass es damals für uns alle unvorstellbar gewesen war, dass es in den Neunzigerjahren des vergangenen Jahrhunderts zu solchem Unglück für alle Völker des ehemaligen Jugoslawiens kommen würde. Das war für mich auch in der Zeit von 1970 bis 1977 unvorstellbar, als ich für die Diözese Zvornik-Tuzla (Ostbosnien, Anm.d.Red.) gearbeitet habe. Ich möchte betonen, dass man zu jener Zeit viel über die guten nachbarschaftlichen Beziehungen sprach und dass man betonte, dass die Beziehungen zu Nachbarn sogar wichtiger als die Verwandtschaftsbeziehungen seien.
Eine der interessantesten Fragen in den Ländern Mitteleuropas, auf deren Territorium sich Ihre Diözese erstreckt, ist die Frage der Integration von Migranten. Was sind Ihre Eindrücke hinsichtlich der Integration von Serben in Mitteleuropa? Spielt auch die Kirche eine Rolle im Integrationsprozess?
Bischof Konstantin: In den Gesprächen mit unseren serbischen Mitbürgern habe ich den Eindruck gewonnen, dass eine große Mehrheit von ihnen keinen Unterschied zwischen Integration und Assimilation macht. Mit einem Wort: Für sie ist die Integration im Dienste der Assimilation. Meine Meinung ist anders: Ich denke, dass man durch die Integration die Assimilation einhalten und nicht fördern kann. Man soll auch die Grenzen der Integration kennen. Die Integration darf nicht auf Kosten der Identität eines Einzelnen oder eines Volkes verlaufen. Unsere Identität ist der orthodoxe Glaube und die serbische Volkszugehörigkeit. Wenn das nicht bedroht ist, können wir an der Integration in ökonomischen, multikulturellen und Bildungsprojekten arbeiten. Dass man durch die Integration die Identität bewahren kann, bestätigt auch das Beispiel der Jüdischen Gemeinde. Daher denke ich, dass die Menschen der Kirche sich nicht vor Integration fürchten sollen.
Die Integration der Serben unter Einhaltung ihres Glaubens und ihrer Kultur hat insbesondere in Österreich eine lange Tradition. In diesem Jahr feiert unsere Kirchengemeinde in Wien das 150-jährige Jubiläum ihres Bestehens. Können Sie uns sagen, wie man dieses Jubiläum begehen wird?
Bischof Konstantin: Wenn es um das Jubiläum der Hl.-Sava-Kirchengemeinde in Wien geht, möchte ich die Präsenz der Serben in dieser Stadt auch vor 1860 betonen, als die Gemeinde gegründet wurde. Es gab Serben in Wien auch vor der Großen Migration im Jahr 1690. Die Metropoliten und Patriarchen aus Karlowitz (in der serbischen Woiwodina, Anm.d.Red.) hatten geistliche Jurisdiktion über alle Orthodoxen in Wien. Die Kirchen des Hl. Georg und der Hl. Dreifaltigkeit in Wien, die jetzt der griechischen Gemeinde gehören, wurden für alle Orthodoxen dieser Stadt gebaut. Nach den offiziellen statistischen Angaben Österreichs aus dem Jahr 2001, leben in Wien 74.198 Angehörige der SOK, während die serbische Sprache von 97.824 Einwohnern Wiens gesprochen wird, so dass Serbisch die zweite Umgangssprache dieser Stadt ist. Angesichts dieser Angaben wurde die Initiative gestartet, ein serbisches Gymnasium in Wien zu gründen, so wie manche anderen Gemeinden das bereits getan haben. Unsere Überlegung ist, dass die Serben in Wien ein Elitegymnasium nach römisch-katholischem Modell haben sollen, das auch für Nichtserben offen wäre. Wir denken, dass das perfekte Beherrschen der deutschen Sprache die Bedingung für die Aufnahme in das Gymnasium sein sollte, aber dass diejenigen, die das Gymnasium besuchen, bis zum Abitur die serbische Sprache und die kyrillische Schrift erlernen sollten.
Wie werden in der Diözese Mitteleuropa die Beziehungen zur Heimat gepflegt?
Bischof Konstantin: Die Diözese Mitteleuropa ist genau wie die Diözesen in der Heimat organisiert. Unter Priestern und Gläubigen herrscht die Meinung, dass sie ein Teil der Heimat sei und dass Serbien unser Mutterland sei. Die jungen Menschen sehen sich immer mehr als Serben, während das Jugoslawentum, das ihre Väter belastet hat, für sie zur Vergangenheit gehört. Diese jungen Menschen nennen ihre Sprache „Serbisch“, während ihre Eltern häufig von „Jugoslawisch“ oder von „unserer Sprache“ geredet haben. Von einigen Menschen, die immer noch durch das Denken von vor dem Fall der Berliner Mauer und dem Zerfall Jugoslawiens geprägt sind, kann man Theorien über die „serbische Kirche in der Schweiz“ oder die „serbische Kirche in Berlin“ etc. hören, womit eine vermeintliche Besonderheit dieser Teile unserer Diözese betont werden soll. Darüber hinaus wird manchmal die Meinung gehört, dass unsere Kirche mit dem Umfeld gänzlich assimiliert werden soll, was von niemandem verlangt wird.
Was sind die Potentiale unserer Gemeinde in den Ländern Mitteleuropas und welche Rolle spielt die SOK in deren Entwicklungsprozessen?
Bischof Konstantin: Wir denken, dass es notwendig ist, den jungen Menschen Vertrauen zu schenken und sie dazu zu bringen, dass sie sich in die Strukturen der Länder, in denen wir leben, integrieren. Wir sind als Kirche mit dem Problem konfrontiert, wie wir die jungen Menschen motivieren sollen und sie davon überzeugen können, dass die Zukunft unseres Volkes und unserer Kirche von uns selbst, und nicht von anderen Menschen abhängt, die auch ihre eigenen Probleme haben. Wenn wir als Bevölkerungsgruppe auf Bewahrung unserer Identität bestehen – aber durch Integration, und nicht durch Gettoisierung –, werden wir, nach meiner Überzeugung, viel mehr respektiert und akzeptiert werden, als wenn wir in allen Aspekten die anderen über uns bestimmen ließen.
Die Diözese Mitteleuropa ist nach unseren Informationen die einzige Diözese der SOK, die einen regelmäßig tätigen, zweisprachigen Informationsdienst hat. Dieses Interview führen wir gerade im Vorfeld der geplanten Eröffnung des neuen Internetportals für SOK AKTELL. Was sind Ihre Erwartungen und Hoffnungen in Bezug auf die Informationsarbeit der SOK?
Bischof Konstantin: Der Informationsdienst unserer Diözese ist sehr wichtig, um die Vorurteile über die Serben und über die Orthodoxe Kirche abzubauen. Die Folgen der den Serben in den Neunzigerjahren aufgezwungenen ökonomischen Sanktionen, die Armut, die mangelnde Aufklärung, die Belastung mit Irrtümern der Vergangenheit und die Selbstsucht schaffen eine Atmosphäre der Apathie und des mangelnden Interesses, was kein gutes Zeichen für die Zukunft eines Volkes ist. Die Serben haben fünf Jahrhunderte lang ihre Identität unter Osmanen bewahrt, ebenfalls in der mächtigen und hoch organisierten Österreich-Ungarischen Monarchie, die ich in vielen Aspekten für einen Vorläufer der Europäischen Union halte. In diesem Kontext erwarte ich, dass unser Informationsdienst einen großen Beitrag zum Aufbau des gegenseitigen Vertrauens, besonders unter jüngeren Menschen, und zur Findung der Antwort auf die Frage, wie wir als orthodoxe Serben überleben und unsere Identität bewahren werden, leisten wird.
Das Interview mit S.E. Bischof Konstantin führte der Verantwortliche Redakteur des Informationsdienstes, Tihomir Popovic, Vizepräsident des Rates und Vorstandes der Serbischen Orthodoxen Diözese für Mitteleuropa.
40 neue Gemeinden in 18 Jahren: Kurze Biographie von Bischof Konstantin
Bischof Konstantin (bürgerlicher Name Krsta Djokic) wurde am 26. September in Gornje Crnjelovo in Semberien (Nordostbosnien) geboren. Nach der Grundschule in seinem Geburtsort ging er auf das Priesterseminar des Hl. Arsenije von Srem (Syrmien) in Sremski Karlovci (Karlowitz, Nordserbien) Mönch wurde er am 28. März 1970. An der Orthodoxen theologischen Fakultät Belgrad diplomierte er im Jahre 1974. Der spätere Bischof Konstantin arbeitete in der Diözese Zvornik-Tuzla (Ostbosnien) zwischen 1970 und 1979 und verbrachte ein Jahr in Amerika, wo er Englisch lernte und sich weiterbildete. Von 1978 bis 1982 war der spätere Diözesanbischof der SOK in Mitteleuropa Lehrer am Priesterseminar der Hl. Drei Hierarchen im Kloster Krka (Diözese Dalmatien, Kroatien). Von 1982 bis zu seiner Wahl zum Bischof im Jahr 1991 war er Professor und Haupttutor am Priesterseminar des Hl. Arsenije von Srem in Sremski Karlovci.
In den achtzehn Jahren seines Bischofsdienstes wurden in der Diözese Mitteleuropa etwa 40 neue Gemeinden eingerichtet. Mehrere größere Zentren der SOK bekamen neue Pfarreien, so dass heute in den meisten Großstädten auf dem Territorium der Diözese zwei oder sogar mehrere serbische orthodoxe Priester tätig sind. Bischof Konstantin förderte unermüdlich den Bau von neuen Kirchengebäuden, und hinterließ so eine sichtbare Spur der serbischen Orthodoxie in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Ebenfalls macht sich der Bischof für den Religionsunterricht an den Schulen stark und fördert die Studien der Kandidaten seiner Diözese an den orthodoxen theologischen Fakultäten in München, Belgrad und Foca (Bosnien).
Während des Bürgerkrieges in Jugoslawien wurde in der Diözese Mitteleuropa eine Diakonie-Kommission gegründet, die den notleidenden Menschen im ehemaligen Jugoslawien zumindest ein wenig helfen konnte. Auch wurde eine Kommission Kirche und Gesellschaft gegründet, die für die Kontakte zu den nichtorthodoxen Kirchen, den staatlichen Institutionen und der Zivilgesellschaft zuständig ist. Die Kommission organisiert, zusammen mit der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) auch die so genannten „Serbien-Tagungen“, die abwechselnd in Serbien und in Deutschland stattfinden und die maßgeblich zur Verständigung zwischen den Kirchen aber auch zwischen den Gesellschaften Deutschlands und Serbiens beitragen.
Gleichfalls wurde unter Bischof Konstantin der Informationsdienst SOK AKTUELL gegründet, der seit 2004 die in deutscher Sprache kaum verfügbaren Informationen in Bezug auf die serbische Orthodoxie allen interessierten Medien und Lesern zur Verfügung stellt.
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15. Februar 2010
Kirchliches Verfahren gegen Bischof Artemije. Kosovo-Metohija bekommt neuen Administrator
(BELGRAD) Der Hl. Synod der Serbischen Orthodoxen Kirche (SOK) hat auf seiner Sitzung am vergangenen Samstag, dem 13. Februar, beschlossen, ein „Verfahren zur Feststellung der kanonischen Verantwortung“ von Bischof Artemije (Radosavljevic) von Raszien-Prizren einzuleiten. Den genauen Gegenstand des kirchlichen Untersuchungsverfahrens teilte der Hl. Synod nicht mit. Bischof Artemije, der bisherige höchste Vertreter der SOK im Kosovo-Metohija, wird laut Synodalbeschluss bis zur Beendigung des Verfahrens gegen ihn, beziehungsweise bis zur nächsten Tagung des Hl. Konzils der SOK, von der Leitung seiner Diözese befreit. Diese bekommt nun einen Administrator in der Gestalt des emeritierten Bischofs von Zahumlje-Herzegowina, Atanasije (Jevtic), der auch als Theologe von hohem Rang gilt. Dieser wird laut Synodalbeschluss „alle Rechte und Pflichten“ eines Diözesanbischofs innehaben.
Während der Dauer des Untersuchungsverfahrens gegen Bischof Artemije erlaubt ihm der Hl. Synod, sich in seiner oder einer anderen Diözese der SOK aufzuhalten und dort auch zu zelebrieren. Er ist also, entgegen vieler Medienberichte, weder des Amtes enthoben, noch steht er unter einem Zelebrationsverbot. Allerdings darf Bischof Artemije nicht in den Zuständigkeitsbereich des Administrators der Diözese Raszien-Prizren oder der anderen Diözesanbischöfe eingreifen.
Was genau dem Bischof aus Kosovo-Metohija zu Last gelegt wird, wird in der offiziellen Mitteilung des Hl. Synods nicht ausgeführt. In den westlichen Medien kursiert die Nachricht, dass es um Veruntreuung von finanziellen Mitteln und dubiose Immobiliengeschäfte gehe: Eine von der SOK unbestätigte Information, die aus der serbischen Presse zu stammen scheint. Ebenfalls wird in den Medien daran erinnert, dass Bischof Artemije wiederholt gegen die Beschlüsse der Kirchenleitung in Belgrad handelte. Er galt als ausgesprochen Konservativ und lehnte jegliche Zusammenarbeit mit den westlichen und den albanisch geprägten Institutionen im Kosovo-Metohija ab. Inwiefern diese Haltung von Bischof Artemije mit dem gegen ihn eingeleiteten Verfahren zusammenhängt, ist allerdings unklar.
In einer inzwischen veröffentlichten Mitteilung des neuen Administrators der SOK im Kosovo-Metohija, Bischof Atanasije, wird angedeutet, dass einer der Hauptverursacher für den schweren Zustand in der Diözese ein Priestermönch namens Simeon Vilovski, Bischof Artemijes Stellvertreter, sei, gegen den der Hl. Synod der SOK bereits vor zwei Jahren ein kanonisches Verfahren hatte einleiten wollen: Dieses wurde aber von Bischof Artemije nie umgesetzt. Auch die Ernennung Vilovskis zum Bischöflichen Stellvertreter nannte der neue Administrator der Diözese Raszien-Prizren „unkanonisch“. Laut Informationen von Bischof Atanasije, ist Vater Vilovski inzwischen insgeheim nach Griechenland geflüchtet.
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2. Februar 2010
„Unsere Nächsten und unsere Brüder“: Patriarch Irinej über Muslime
Aufsatz über Patriarch Irinej auf der Homepage von Radio Vatikan
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„Unsere Nächsten und unsere Brüder“: Patriarch Irinej über Muslime
(BELGRAD) Im Anschluss an ein Interview für die Belgrader Tageszeitung „Blic“ hat das neue Oberhaupt der Serbischen Orthodoxen Kirche (SOK), Patriarch Irinej, in einem offiziellen Schreiben die Muslime ausdrücklich als „unsere Nächsten und unsere Brüder“ genannt. In dem Interview waren zuvor die Aussagen des Patriarchen so zusammen geschnitten, dass man einen falschen Eindruck von seiner Meinung über die Moslems bekommen konnte. Das serbische orthodoxe Kirchenoberhaupt kritisierte darin das Verhalten der Muslime, wenn sie in einer Gesellschaft die Mehrheit bilden. In seiner Richtigstellung sagte aber der Serbische Patriarch, er habe im dem nicht veröffentlichten Abschnitt des Interviews betont, dass wir alle nach Gottes Vorbild geschaffen worden seien, so dass wir dazu berufen seien, „durch Menschenliebe alle bestehenden Unterschiede zu überwinden und in Gemeinschaft, gegenseitiger Liebe und gegenseitigem Respekt zu leben“.
Patriarch Irinej entschuldigte sich bei der muslimischen Gemeinde und versicherte, dass sein Verhältnis dem Islam gegenüber auf dem „absoluten Respektieren der Identität, der Würde und der Integrität der Muslime als Einzelnen, der Islamischen Gemeinschaft als Ganzes und des Islam als große Weltreligion“ beruhe.
Die Muslimische Gemeinschaft Serbiens akzeptierte diese Entschuldigung und betonte, dass nur Gott keine Fehler mache. Gott sei es gefällig, wenn ein Mensch reuig sei und um Vergebung bitte. Noch gefälliger sei es, wenn ein Mensch dem anderen vergebe, daher sei auch dem Patriarchen vergeben, heißt es in einem Schreiben der serbischen Islamischen Gemeinde. Die Islamische Gemeinschaft mit Sitz im südostserbischen Novi Pazar reagierte in etwas schärferem Ton und schrieb, die „Folgen“ der vorherigen Aussagen des Patriarchen können durch seine Entschuldigung gemildert, jedoch nicht „saniert“ werden. Welche Folgen dabei genau gemeint waren, blieb allerdings unklar.
Die Region Novi Pazar hat eine große und starke Islamische Gemeinde.
Aufsatz über Patriarch Irinej auf der Homepage von Radio Vatikan
Im Rahmen unserer Kooperation mit Radio Vatikan (RV) übertragen wir den heute auf der RV-Homepage erschienenen Text über den neuen Serbischen Patriarchen Irinej von unserem Redakteur Tihomir Popovic mit einer Einleitung der RV-Redaktion. Wir danken für die Zusammenarbeit!
Essay: Wer ist der neue serbische Patriarch?
Seit zehn Tagen hat die serbisch-orthodoxe Kirche ein neues Oberhaupt: Der Bischof von Nis, Irinej, wurde zum neuen Patriarchen von Belgrad gewählt. Er trat die Nachfolge von Pavle I. an, der im Dezember in hohem Alter verstorben war. Wer ist der neue serbische Patriarch? Auf diese Frage antwortet in einem Essay für Radio Vatikan Tihomir Popovic. Er ist Hochschullehrer in Hannover und Osnabrück, Vizepräsident des Rates und Vorstandes der „Serbischen Orthodoxen Diözese für Mitteleuropa“ - Deutschland, Österreich, Liechtenstein und die Schweiz - sowie Verantwortlicher Redakteur ihres Informationsdienstes SOK AKTUELL, mit dem Radio Vatikan kooperiert.
Der erste und der letzte Schritt. Kurze Meditation über Patriarch Irinej
Von Tihomir Popovic
Als vor kurzem der orthodoxe Bischof von Nis, Irinej Gavrilovic, zum neuen Serbischen Patriarchen gewählt wurde, hatten viele Serbienkenner im Westen ein Problem: Eine Persönlichkeit trat ins Rampenlicht, die bisher kaum bekannt war, vor allem weil sie nicht in das Serbien-Klischee des Westens passte. Nicht nur, dass es nie eine extremistische oder auch mäßige nationalistische Äußerung von Patriarch Irinej gegeben hatte, sondern er betonte sowohl vor als auch nach seiner Wahl, dass die Serbische Orthodoxe Kirche einen Papstbesuch in Serbien im Jahr 2013 – dem Jubiläumsjahr des „Mailänder Toleranzedikts“ von 313 – begrüßen würde und dass diese Gelegenheit als ein möglicher Anlass zum Dialog über die Einheit der West- und Ostkirche betrachtet werden könnte: Angesichts des Images Serbiens als ein Hort selbstgerecht-aggressiver National-Isolationisten extrem neuartig wirkende Worte. Zwar haben sich die meisten westlichen Medien auf die bei seiner Antrittsrede ausgesprochenen Worte Patriarch Irinejs gestürzt, mit denen er die bekannte Position der Serbischen Orthodoxen Kirche wiederholte, dass das Kosovo serbisch sei; trotzdem konnte man auch in diesen Medien nicht umhin, das Moderatsein des neuen Patriarchen hervorzuheben, denn diese ist in Anbetracht seiner Haltung zum interkonfessionellen Dialog offensichtlich. Das neue Kirchenoberhaupt in Belgrad hat dadurch anscheinend gute Chancen, den inzwischen nachbetend-pseudokritisch gewordenen Serbiendiskurs des Westens wachzurütteln und zu verändern.
Dabei ist es auffallend, dass der neue Patriarch trotz seiner Unbekanntheit gleich nach seiner Wahl im Westen keineswegs als No Name behandelt wurde. Man nahm das neue Oberhaupt der Serbischen Orthodoxie sofort wahr als das, was es ist: Eine stille aber wahre Autorität. Dieser Charakterzug des Patriarchen wurde binnen kürzester Zeit durch seine eigenen Aussagen deutlich: Einerseits schickt Patriarch Irinej auch nach der Wahl deutliche Signale in Richtung des Dialogs mit Rom, andererseits trägt er offen den bekannten Standpunkt der Serbischen Orthodoxen Kirche vor, das das Kosovo-Metohija ein Teil Serbiens sei und es auch bleiben solle. In dieser im Osten Europas manchmal fehlenden Klarheit der Gedankenkonturen und dem Mut, diese offen auszusprechen, ist eindeutig Führungsstärke zu erkennen. Und man soll sich darüber im Klaren sein, dass die zweite Position die erste nicht relativiert: Man kann, wie Patriarch Irinej, durchaus für den interkonfessionellen Dialog auftreten, man kann sich für die Offenheit und Liebe zwischen Christen aussprechen, man kann auch sagen, dass die Serben zur europäischen Völkerfamilie gehören wollen, dabei aber den südosteuropapolitischen Tendenzen der westlichen Staaten kritisch gegenüber stehen. Patriarch Irinej ist nicht jemand, der die eine oder andere politische Position braucht, mit der er sich „identifizieren“ kann, sondern er ist ein Mensch, dessen eigene Identität so klar umrissen ist, dass sie für die andere prägend werden kann.
Tatsächlich hat man in Serbien schon begonnen, sich mit Patriarch Irinej zu identifizieren. Auch diejenigen gesellschaftlichen Akteure, die der Serbischen Orthodoxen Kirche ansonsten kritisch gegenüber stehen, sparen keine Lobesworte, wenn sie über Patriarch Irinej sprechen. Und das auch mit Recht, denn wenn die Serben die Haltung des neuen Oberhauptes ihrer Landeskirche übernehmen, können sie trotz aller historischen Belastung gehobenen Hauptes nicht nur schneller in die europäischen Integrationsprozesse eingehen, sondern auch die eigenen, innerserbischen Integrationen vorantreiben. Patriarch Irinej steht gesellschaftspolitisch für Integrationen ohne Selbstleugnung, für ein affirmatives, niemanden bedrängendes oder bedrohendes Serbischsein. Diesem ruhigen Kirchenmann, der einst zwei bedeutende kirchliche Ausbildungsstätten geleitet hatte und dann 34 Jahre lang einer der größten serbischen Diözesen vorstand, ist daher durchaus zuzumuten, den Dialog des Ostens und des Westens in Gebetsruhe, mit Liebe und ohne die aus kulturellen und historischen Unterschieden gewachsene Leidenschaften zu führen. Dazu ist, wie Patriarch Irinej selbst kurz vor seiner Wahl sagte, ein erster Schritt notwendig, denn ohne diesen gebe es auch den letzten nicht. Es ist mutig, sich diesen letzten Schritt des ost-westlichen Kirchendialogs überhaupt vorzustellen und es ist ebenso mutig, den ersten in diese hehre Richtung führenden Schritt zu tun. Patriarch Irinej kann beides.
SOK AKTUELL
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für Mitteleuropa
25. Januar 2010
„Ohne den ersten Schritt, gibt es auch den letzten nicht“: Patriarch Irinej in Belgrad inthronisiert
(BELGRAD) Am vergangenen Samstag wurde der am Freitag gewählte Patriarch Irinej (Gavrilovic), das 45. Oberhaupt der Serbischen Orthodoxen Kirche (SOK), in der alten Belgrader Kathedrale feierlich inthronisiert. Anwesend waren neben den Würdenträgern der SOK auch Vertreter anderer Religionen, unter anderem der apostolische Nuntius Orlando Antonini und der römisch-katholische Erzbischof von Belgrad, Stanislav Hocevar. Ranghohe Regierungsmitglieder mit Premierminister Mirko Cvetkovic an der Spitze sowie die nunmehr in Belgrad residierende Königsfamilie Karadjordjevic nahmen auch an der Feier teil.
Patriarch Irinej sagte nach seiner Amtseinführung, der Serbische Patriarch habe stets die Geschichte seines Volkes vor Gott vertreten und sein Schicksal, seine Freude aber auch seine Tragödie geteilt. In seiner Antrittsrede hob er auch die Wichtigkeit und Heiligkeit des Kosovo-Metohija für die Serben hervor. Er wiederholte die bekannte Position der SOK, das Kosovo sei das serbische Jerusalem.
Patriarch Irinej gilt als ein Mensch des Dialogs. Vor diesem Hintergrund wurde seine Wahl sogar von kirchenkritischen Analytikern in der serbischen Medienlandschaft begrüßt. Vor kurzem hat sich Patriarch Irinej – damals noch als Diözesanbischof von Nis – für einen Papstbesuch in Serbien im Jahre 2013 erklärt. In diesem Jahr soll das Jubiläum des Mailänder Abkommens (häufig auch „Edikt von Mailand“ genannt) von 313 gefeiert werden. Dabei soll gerade die serbische Stadt Nis eine wichtige Rolle spielen, denn in dieser Stadt, damals Naissos genannt, wurde Kaiser Konstantin der Große, auf den das Mailänder Abkommen zurückgeht, geboren. In diesem Kontext sagte der damalige Bischof Irinej von Nis, der jetzige Patriarch, in einem Interview mit der serbischen Nachrichtenagentur Beta vom 18. Januar, der Papstbesuch wäre nicht nur „die Gelegenheit für eine ökumenische Begegnung, sondern auch für den Dialog.“ Er betonte auch, das Jahr 2013 könne die Gelegenheit bieten, über die Wiedervereinigung der Kirchen zu sprechen. Dies sei ein langer Prozess, aber „ohne den ersten Schritt gibt es auch den letzten nicht“, fügte Patriarch Irinej hinzu.
Das neue Oberhaupt der SOK war am Freitag auf der Sitzung des Wahlkonzils gewählt worden. Neben ihm waren auch Metropolit Amfilohije von Montenegro und Bischof Irinej von Backa als Kandidaten von den Bischöfen gewählt worden. Dann wurde der Patriarch per Losverfahren bestimmt.
Der vorige Serbische Patriarch Pavle I. war am 15. November 2009 in Belgrad gestorben. Nach seinem Tod hatte Metropolit Amfilohije von Montenegro die patriarchalen Aufgaben bis zur Wahl Patriarch Irinejs vertretungsweise übernommen.
Radio-Vatikan-Interview zur Wahl des neuen Patriarchen
(VATIKANSTADT / HILDESHEIM-HIMMELSTHÜR) Zur Wahl des neuen Patriarchen hat sich auch Tihomir Popovic, der Vizepräsident des Rates und Vorstandes der Serbischen Orthodoxen Diözese Mitteleuropa und Verantwortlicher Redakteur von SOK AKTUELL in einem Interview für Radio Vatikan geäußert, das wir hier gerne übertragen:
Vatikan (www.kath.net/ RV)
Der neue serbisch-orthodoxe Patriarch Irinej von Nis wird an diesem Sonntag in Belgrad in sein neues Amt eingeführt. Der 79-jährige Irinej war am Freitag zum neuen Oberhaupt der serbischen Orthodoxen gewählt worden. Er tritt an die Stelle von Pavle I., der im November mit 95 Jahren verstorben war. Über den neuen Kirchenführer in Belgrad sprach Stefan Kempis mit Tihomir Popovic von der serbisch-orthodoxen Nachrichtenagentur sok.
Was sagen Sie zum neuen Patriarchen?
„Patriarch Irinej ist ein Mann des Dialogs, eine sehr aufgeschlossene Persönlichkeit auch in ökumenischer Hinsicht. Er hat sich vor kurzer Zeit – am 18. Januar – positiv geäußert zum Thema Papstbesuch in Serbien; er hat u.a. gesagt, er fände es begrüßenswert, wenn der Papst im Jahr 2013 nach Serbien komme – zur Feier des Mailänder Edikts von 313. Und er hat wörtlich gesagt, dass das eine Möglichkeit wäre, über die Einheit der Kirchen zu sprechen: Ohne den ersten Schritt gebe es auch nicht den letzten. Ein Gedanke, den ich sehr schön fand – das zeugt von seiner Aufgeschlossenheit in dieser Sache.“
Also ein Signal ökumenischer Aufgeschlossenheit. Wie wird es denn mit der serbisch-orthodoxen Kirche weitergehen, die ja einen erheblichen Teil ihrer Gläubigen im nicht-serbischen Teil des früheren Jugoslawien bzw. im weiteren Ausland hat?
„Der Patriarch ist in der Theorie der Primus inter pares: Das heißt, er kann tonangebend wirken, aber er kann im Prinzip nicht soviel entscheiden wie meinetwegen der Papst. Allerdings ist es so, dass eine starke Persönlichkeit auch als Primus inter pares viel entscheiden kann und auch viel in die Wege leiten kann, und ich hoffe, dass das bei Patriarch Irinej auch der Fall sein wird. Ich denke, seine Richtung ist eine sehr lobenswerte und positive – auch für die Serben! Auch für das Leben der Serben in den nicht vorwiegend serbisch und nicht vorwiegend orthodox geprägten Gebieten wie Kroatien und Slowenien.“
Könnte diese Patriarchenwahl von Belgrad an diesem Freitag auch ein weiteres Signal sein für die Annäherung Serbiens an die EU?
„Ich denke nicht, dass das so gedacht war, denn das war ja ein Losverfahren am Ende – aber es kann natürlich in diese Richtung führen. Ich würde es bejahen, aber nicht mit einer Intention der wählenden Bischöfe in Verbindung bringen, die ja erst einmal drei Kandidaten gewählt hatten und dann eben einen davon ausgelost haben.“
Die FAZ spricht in einer Analyse der serbisch-orthodoxen Kirche einen starken Einfluß auf die innerserbische Politik zu. Ist das so, oder muss man da differenzieren?
„Ich weiß, dass es in mehreren Analysen das Ergebnis gab, dass die serbisch-orthodoxe Kirche die Institution mit dem höchsten Ansehen in Serbien sei. Vor diesem Hintergrund muss man natürlich auch verstehen, dass diese Institution mit dem höchsten Ansehen in der Bevölkerung auch erheblichen Einfluß haben muss auf die Politik! Wie jetzt dieser Einfluß aussieht und über welche Wege er geht, das ist natürlich eine ganz andere Frage... Aber ich denke, ein positiver und auch kreativer Einfluß ist seit dem Fall des Kommunismus da – das ist ja auch ganz offensichtlich und nicht etwa ein Geheimnis. Wir haben den Religionsunterricht wieder in den Schulen, wir haben die Geistlichen wieder in allen wichtigen staatlichen und gesellschaftlichen Institutionen – allerdings nicht nur die der serbisch-orthodoxen Kirche, sondern auch die katholischen und die der anderen vier so genannten historischen Kirchen- und Religionsgemeinschaften in Serbien!“ SOK AKTUELL
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22. Januar 2010
„Ehrenvolle und schwere Aufgabe“. Patriarch Irinej zu seiner Wahl
(BELGRAD) Als die Glocken der Belgrader Kathedrale heute um 14.20 geläutet haben, war dies das Zeichen, dass das neue Oberhaupt der Serbischen Orthodoxen Kirche gewählt worden ist.
Der neue Patriarch Irinej Gavrilovic (79), der bisherige Bischof von Nis, war vom Wahlkonzil der SOK im vierten Gang gewählt worden. Es waren neben Bischof Irinej von Nis noch zwei weitere Kandidaten für das Patriarchenamt von den Bischöfen gewählt worden: Metropolit Amfilohije von Montenegro und Bischof Irinej von Backa. Die endgültige Entscheidung wurde durch das „apostolische Los“ gefällt, wie es Bischof Irinej von Backa, der Leiter des Informationsdienstes der SOK formulierte. Den Umschlag mit den Namen von Bischof Irinej von Nis zog der Archimandrit Gavrilo aus Kloster Lepavina in Kroatien. Den Namen des neuen Patriarchen las Bischof Lavrentije von Sabac, der amtsälteste Bischof der SOK.
Der neu gewählte Patriarch sagte, seine Wahl sei Gottes Wille gewesen und der Wille des Hl. Konzils. Zu seiner neuen, „ehrenvollen und schweren Aufgabe“ sei er mit Hilfe seiner Brüder im bischöflichen Amt gewählt worden, mit denen er auch seine „Bürde und alle Probleme“ tragen werde, sagte Patriarch Irinej unmittelbar nach seiner Wahl.
Auf einer Pressekonferenz sagte Bischof Irinej von Backa, Patriarch Pavle habe nun einen „würdigen Nachfolger bekommen“.
Um 15 Uhr wurde auf der Patriarchenresidenz zu Belgrad die Fahne erhoben, die seit 15. November, als Patriarch Pavle I. gestorben war, auf Halbmast hing.
Bischof Irinej von Nis zum Serbischen Patriarchen gewählt
(BELGRAD) Die Serbische Orthodoxe Kirche (SOK) hat seit heute ein neues Oberhaupt, das 45. seit dem Hl. Sava (12.-13. Jh.): Zum Serbischen Patriarchen wurde vom Wahlkonzil der 79-jährige Bischof Irinej (Gavrilovic) von Nis gewählt. Der neue Patriarch soll schon morgen um 9 Uhr in der Belgrader Kathedrale inthronisiert werden. Sein vollständiger Titel lautet: Erzbischof von Pec, Metropolit von Belgrad-Karlowitz und Serbischer Patriarch.
Patriarch Irinej wurde 1930 im Dorf Vidova bei Cacak in Westserbien geboren. Sein bürgerlicher Name lautete Miroslav Gavrilovic. Nach dem Abitur am Gymnasium in Cacak besuchte er das Priesterseminar in Prizren (Kosovo-Metohija), wonach er an der Theologischen Fakultät in Belgrad studierte. Im Jahre 1959 empfing er im Kloster Rakovica bei Belgrad die Mönchsweihe. Im selben Jahr wurde Mönch Irinej Lehrer am Priesterseminar in Prizren und Priester. Danach studierte er als Postgraduierter in Athen und wurde 1969 Direktor der Mönchsschule im Kloster Ostrog in Montenegro. Von dort wurde er zum Rektor des Priesterseminars in Prizren berufen. Im Jahre 1974 wurde Vater Irinej Vikarbischof von Moravica, um im darauf folgenden Jahr zum Diözesanbischof von Nis gewählt zu werden.
Die Stadt Nis in Südostserbien, das Zentrum der bisherigen Diözese von Patriarch Irinej, zeichnet sich dadurch aus, dass in ihr Kaiser Konstantin der Große, jener römische Herrscher, der das Christentum als Religion im römischen Reich zuließ, geboren wurde.
Das Wahlkonzil der SOK hat seit heute morgen in Belgrad getagt. Daran beteiligten sich alle Bischöfe der SOK inklusive der autonomen Erzdiözese Ohrid (Makedonien). Gewählt werden konnte jeder Diözesanbischof der SOK, der mindestens fünf Jahre im Amt gewesen war. Neben Bischof Irinej waren Metropolit Amfilohije von Montenegro und Bischof Irinej von Backa in der engeren Auswahl für das Amt des Serbischen Patriarchen.
Das vorige Oberhaupt der SOK, Patriarch Pavle I. (bürgerlicher Name Gojko Stojcevic) war am 15. November 2009 in Belgrad gestorben.
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Informationsdienst der Serbischen Orthodoxen Diözese
für Mitteleuropa
22. Januar 2010
Liebe Leserinnen und Leser,
wir möchten unsere letzte Meldung hinsichtlich der Wahl des neuen Serbischen Patriarchen aktualisieren: Patriarch Irinej wird schon morgen um 9 Uhr in der Belgrader Kathedrale feierlich inthronisiert. Ebenfalls fügen wir dieser aktualisierten Mitteilung ein Foto des gewählten Patriarchen bei.
Die Redaktion von SOK AKTUELL
Bischof Irinej von Nis zum Serbischen Patriarchen gewählt
(BELGRAD) Die Serbische Orthodoxe Kirche (SOK) hat seit heute ein neues Oberhaupt, das 45. seit dem Hl. Sava (12.-13. Jh.): Zum Serbischen Patriarchen wurde vom Wahlkonzil der 80-jährige Bischof Irinej (Gavrilovic) von Nis gewählt. Der neue Patriarch soll schon morgen um 9 Uhr in der Belgrader Kathedrale inthronisiert werden. Sein vollständiger Titel lautet: Erzbischof von Pec, Metropolit von Belgrad-Karlowitz und Serbischer Patriarch.
Patriarch Irinej wurde 1930 im Dorf Vodova bei Cacak in Westserbien geboren. Sein bürgerlicher Name lautete Miroslav Gavrilovic. Nach dem Abitur am Gymnasium in Cacak besuchte er das Priesterseminar in Prizren (Kosovo-Metohija), wonach er an der Theologischen Fakultät in Belgrad studierte. Im Jahre 1959 empfing er im Kloster Rakovica bei Belgrad die Mönchsweihe. Im selben Jahr wurde Mönch Irinej Lehrer am Priesterseminar in Prizren und Priester. Danach studierte er als Postgraduierter in Athen und wurde 1969 Direktor der Mönchsschule im Kloster Ostrog in Montenegro. Von dort wurde er zum Rektor des Priesterseminars in Prizren berufen. Im Jahre 1974 wurde Vater Irinej Vikarbischof von Moravica, um im darauf folgenden Jahr zum Diözesanbischof von Nis gewählt zu werden.
Die Stadt Nis in Südostserbien, das Zentrum der bisherigen Diözese von Patriarch Irinej, zeichnet sich dadurch aus, dass in ihr Kaiser Konstantin der Große, jener römische Herrscher, der das Christentum als Religion im römischen Reich zuließ, geboren wurde.
Das Wahlkonzil der SOK hat seit heute morgen in Belgrad getagt. Daran beteiligten sich alle Bischöfe der SOK inklusive der autonomen Erzdiözese Ohrid (Makedonien). Gewählt werden konnte jeder Diözesanbischof der SOK, der mindestens fünf Jahre im Amt gewesen war. Neben Bischof Irinej waren Metropolit Amfilohije von Montenegro und Bischof Irinej von Backa in der engeren Auswahl für das Amt des Serbischen Patriarchen.
Das vorige Oberhaupt der SOK, Patriarch Pavle I. (bürgerlicher Name Gojko Stojcevic) war am 15. November 2009 in Belgrad gestorben.
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22. Januar 2010
Bischof Irinej von Nis zum Serbischen Patriarchen gewählt
(BELGRAD) Die Serbische Orthodoxe Kirche (SOK) hat seit heute ein neues Oberhaupt, das 45 seit dem Hl. Sava (12.-13. Jh.): Zum Serbischen Patriarchen wurde vom Wahlkonzil der 80-jährige Bischof Irinej (Gavrilovic) von Nis gewählt. Der neue Patriarch soll schon am Sonntag in der Belgrader Kathedrale inthronisiert werden. Sein vollständiger Titel lautet: Erzbischof von Pec, Metropolit von Belgrad-Karlowitz und Serbischer Patriarch.
Patriarch Irinej wurde 1930 im Dorf Vodova bei Cacak in Westserbien geboren. Sein bürgerlicher Name lautete Miroslav Gavrilovic. Nach dem Abitur am Gymnasium in Cacak besuchte er das Priesterseminar in Prizren (Kosovo-Metohija), wonach er an der Theologischen Fakultät in Belgrad studierte. Im Jahre 1959 empfing er im Kloster Rakovica bei Belgrad die Mönchsweihe. Im selben Jahr wurde Mönch Irinej Lehrer am Priesterseminar in Prizren und Priester. Danach studierte er als Postgraduierter in Athen und wurde 1969 Direktor der Mönchsschule im Kloster Ostrog in Montenegro. Von dort wurde er zum Rektor des Priesterseminars in Prizren berufen. Im Jahre 1974 wurde Vater Irinej Vikarbischof von Moravica, um im darauf folgenden Jahr zum Diözesanbischof von Nis gewählt zu werden.
Die Stadt Nis in Südostserbien, das Zentrum der bisherigen Diözese von Patriarch Irinej, zeichnet sich dadurch aus, dass in ihr Kaiser Konstantin der Große, jener römische Herrscher, der das Christentum als Religion im römischen Reich zuließ, geboren wurde.
Das Wahlkonzil der SOK hat seit heute morgen in Belgrad getagt. Daran beteiligten sich alle Bischöfe der SOK inklusive der autonomen Erzdiözese Ohrid (Makedonien). Gewählt werden konnte jeder Diözesanbischof der SOK, der mindestens fünf Jahre im Amt gewesen war. Neben Bischof Irinej waren Metropolit Amfilohije von Montenegro und Bischof Irinej von Backa in der engeren Auswahl für das Amt des Serbischen Patriarchen.
Das vorige Oberhaupt der SOK, Patriarch Pavle I. (bürgerlicher Name Gojko Stojcevic) war am 15. November 2009 in Belgrad gestorben.
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20. Januar 2010
Wahlkonzil der SOK
(BELGRAD) Am kommenden Freitag kommen die Bischöfe der Serbischen Orthodoxen Kirche (SOK) in der Patriarchenresidenz zu Belgrad zusammen, um das neue Oberhaupt der SOK zu wählen. Das Prozedere sieht vor, dass zunächst drei Kandidaten per Abstimmung der Bischöfe gewählt werden, wonach einer der dreien per Losverfahren gewählt wird. An der Wahlversammlung nehmen Bischöfe der SOK inklusive der autonomen Erzdiözese Ohrid (Makedonien) teil.
Es wird erwartet, dass der neue Patriarch am Freitag oder Samstag gewählt und bereits am Sonntag in Belgrad inthronisiert wird.
Das letzte Oberhaupt der SOK, Patriarch Pavle I. (bürgerlicher Name Gojko Stojcevic) war am 15. November 2009 in Belgrad gestorben. Nach seinem Tod hat Metropolit Amfilohije von Montenegro die patriarchalen Aufgaben vertretungsweise übernommen. Er wird sie bis zur Wahl des neuen Patriarchen wahrnehmen.
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9. Dezember 2009
Aus der Heimat:
Weihnachtsmesse in Belgrad
Aus der Diözese Mitteleuropa
Jubiläum in Osnabrück
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Aus der Heimat:
Weihnachtsmesse in Belgrad
(BELGRAD) In der serbischen Hauptstadt findet vom 26. Dezember 2009 bis zum 3. Januar 2010 die zweite Weihnachtsmesse im Rahmen der so genannten „Begegnungen zu Weihnachten und Epiphanias“ statt. Den Segen für die Messe, die in den Räumen des Kaufhauses „Kluz“ (Masarikova 4, 11000 Belgrad) stattfinden wird, gab der patriarchale Stellvertreter, Metropolit Amfilohije von Montenegro.
Die Weihnachtsmesse wird dem Leben und den Worten des kürzlich verstorbenen Serbischen Patriarchen Pavle I. gewidmet sein. Aussteller sind u.a. Herausgeber der orthodoxen Literatur und der Publikationen auf dem Gebiet der serbischen Tradition und Geschichte. Darüber hinaus nehmen Kloster- und Ikonenmalerwerkstätten an der Messe Teil sowie andere Unternehmen, die in ihrer Arbeit mit der Kirche verbunden sind oder sich der Wahrung der serbischen Volkstradition verpflichtet fühlen. Außerdem sind im Rahmen der Weihnachtsmesse Vorträge und Gespräche mit orthodoxen Geistlichen sowie Ausstellungen und Buchvorstellungen geplant. Anmeldungen können über die e-Mail-Adresse
Ova e-mail adresa je zatiena od spam botova, morate imati ukljuen Javascript da bi je videli
erfolgen.
Aus der Diözese Mitteleuropa
Jubiläum in Osnabrück
(HILDESHEIM-HIMMELSTHÜR) Die serbische orthodoxe Kirchengemeinde Osnabrück feiert am kommenden Samstag zwei Jubiläen: 65 Jahre seit ihrer Gründung und 50 Jahre seit der offiziellen Eintragung als Kirchengemeinde.
Aus diesem Anlass wird Bischof Konstantin von Mitteleuropa am kommenden Samstag, dem 12. Dezember, um 10 Uhr in der Kirche des Hl. Großmärtyrers und Triumphophoros Georg in Osnabrück, Wersener Straße 85, 49090 Osnabrück, die Heilige Liturgie zelebrieren und anschließend, um 12 Uhr, auf der serbischen Parzelle des nahe gelegenen Friedhofs eine Totenandacht lesen.
In Osnabrück befand sich während des Zweiten Weltkrieges ein Offizierslager, in dem viele serbische Offiziere der königlich-jugoslawischen Armee interniert waren. Aus diesem Grund wurde Osnabrück nach dem Krieg zu einem der wichtigsten Zentren der Serben in Deutschland.
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7. Dezember 2009
Aus der Heimat:
Geistliches Zentrum in Bosnien
Aus der Diözese Mitteleuropa
Bischof Konstantin in Künzelsau
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Aus der Heimat:
Geistliches Zentrum in Bosnien
(BOSANSKI PETROVAC) Am vergangenen Mittwoch, dem 2. Dezember, weihte Bischof Hrizostom von Bihac-Petrovac in der westbosnischen Stadt Bihac die Fundamente eines geistlichen Zentrums der Diözese Bihac-Petrovac und der örtlichen Pfarrei. Es handelt sich dabei um ein erstes Zentrum dieser Art in der Diözese. Den Grundstein hatte Bischof Hrizostom am 5. November gesegnet.
Aus der Diözese Mitteleuropa
Bischof Konstantin in Künzelsau
(HILDESHEIM-HIMMELSTHÜR) Das Oberhaupt der Orthodoxen Serben in Deutschland, Österreich, Liechtenstein und der Schweiz, Bischof Konstantin von Mitteleuropa, hat gestern, am Sonntag, dem 6. Dezember, die Hl. Liturgie in der süddeutschen Ortschaft Künzelsau zelebriert. Künzelsau gehört der Serbischen Orthodoxen Kirchengemeinde in Würzburg an.
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4. Dezember 2009
Aus der Heimat
Gedenkgottesdienst für Patriarch Alexei II. und Patriarch Pavle I.
Bischof Atanasije spricht mit Belgrader Oberbürgermeister
Russischer Botschafter in Titel
Grundsteinlegung in mittelserbischem Kloster
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Gedenkgottesdienst für Patriarch Alexei II. und Patriarch Pavle I.
(BELGRAD) Bischof Atanasije von Hvosno, der patriarchale Vikarbischof, wird morgen, am Samstag, dem 5. Dezember, um 9.30 Uhr in der Hl.-Dreifaltigkeitskirche, der Vertretung des Moskauer Patriarchats in Belgrad, einen Gedenkgottesdienst für die verstorbenen Oberhäupter der Russischen und der Serbischen Orthodoxen Kirche (SOK), Patriarch Alexei II. und Patriarch Pavle I., zelebrieren. Der Gottesdienst findet mit dem Segen des patriarchalen Stellvertreters der SOK, Metropolit Amfilohije von Montenegro, statt.
Patriarch Alexei starb am 5. Dezember 2008, Patriarch Pavle am 15. November 2009.
Bischof Atanasije spricht mit Belgrader Oberbürgermeister
(BELGRAD) Am vergangenen Mittwoch, dem 2. Dezember, besuchte der patriarchale Vikarbischof Atanasije von Hvosno in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Ausschusses für Religionsunterricht der Erzdiözese Belgrad-Karlowitz den Oberbürgermeister der serbischen Hauptstadt, Dragan Djilas, im Belgrader Rathaus.
Bischof Atanasije kündigte an, dass sich der Ausschuss für den Religionsunterricht der Belgrader Erzdiözese in Zukunft noch mehr gegen Gewalt, Drogen- und Alkoholkonsum an Schulen engagieren möchte. Oberbürgermeister Djilas informierte den hohen Vertreter der SOK über die Präventionsmaßnahmen an den Schulen in Belgrad. Die Gesprächspartner waren sich einig, dass eine „innere Verwandlung“ sowie die Schaffung von „wirklichen Wertsystemen“ bei den Kindern nötig seien, damit die „Kultur der Gewaltfreiheit und des gesunden Lebens“ von der Bevölkerung akzeptiert werde. Dabei können gerade die Religionslehrer einen großen Beitrag leisten, heißt es in einer Mitteilung der Erzdiözese Belgrad.
Russischer Botschafter in Titel
(NOVI SAD) Im Rahmen eines Arbeitsbesuchs in der nordserbischen Gemeinde Titel besuchte der Botschafter der Russischen Föderation in Serbien, Alexander Vassilevich Konuzin, am vergangenen Dienstag auch die dortige serbische orthodoxe Kirche Mariä Himmelfahrt. Dort lernte er das Gemeindeleben kennen und sprach mit dem Gemeindepfarrer Mile Majkic.
Die Kirchengemeinde Titel gehört der Serbischen Orthodoxen Diözese Backa mit Zentrum in Novi Sad an.
Grundsteinlegung in mittelserbischem Kloster
(KRAGUJEVAC) Der serbische orthodoxe Diözesanbischof Jovan von Sumadija hat am vergangenen Mittwoch, dem 2. Dezember, das Kloster des Hl. Nikolaus in Velika Krusevica besucht. Dort hat er den Grundstein für ein neues Wohnhaus gelegt und den Anfang der Bauarbeiten gesegnet.
Das Kloster in Krusevica ist nach der Tradition eine Stiftung des Despoten Stefan Lazarevic aus dem 15. Jh. Despot Stefan war der Sohn von Fürst Lazar Hrebeljanovic, der in der berühmten Schlacht von Kosovo Polje (Amselfeld) gefallen war. Das Mönchsleben in diesem Kloster wurde von Bischof Jovan wieder ins Leben gerufen.
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2. Dezember 2009
Aus der Heimat:
Faschistische Graffiti an der serbischen orthodoxen Kirche in Zadar
Symposion zu Hl. Sakramenten in Belgrad
Erste Hl. Liturgie in Krivaja
Kubanische Botschafterin bei Metropolit Amfilohije
Metropolit Nikolaj von Dabar-Bosnien empfängt US-Diplomaten
Aus der Diözese Mitteleuropa
Bischof Konstantin in Berlin
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Faschistische Graffiti an der serbischen orthodoxen Kirche in Zadar
(SIBENIK, DALMATIEN) Am vergangenen Sonntag, dem 29. November, fand man an der serbischen orthodoxen Hl.-Elias-Kirche in Zadar (Zara) an der kroatischen Adria-Küste Symbole des kroatischen Faschismus aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges vor: Die Buchstaben „U“, die für die Ustascha-Bewegung stehen. Eines der Graffiti ist sogar ganze 2,5 m hoch und etwa genau so breit.
Der serbische orthodoxe Priester in Zadar, Vater Petar Jovanovic, hat den Vorfall der Polizei gemeldet.
Unter dem kroatischen Ustascha-Regime wurden während des Zweiten Weltkrieges Hunderttausende Serben, Juden und Roma grausam ermordet. Die Anbringung der Ustascha-Symbole auf serbische orthodoxe Kirchen, die in der Diözese Dalmatien auch in der Vergangenheit häufig stattfand, stellt daher eine unmissverständliche Hassbotschaft an die in Kroatien verbliebenen Serben dar.
Symposion zu Hl. Sakramenten in Belgrad
(BELGRAD) An der Orthodoxen Theologischen Fakultät Belgrad fand am vergangenen Samstag, dem 28. November, ein Symposion zum Thema Hl. Sakramente statt. Den Einführungsvortrag zum Thema „Die Hl. Liturgie und das Sakrament der Taufe“ hielt Metropolit Amfilohije von Montenegro. Danach sprach Erzpriester Vladimir Vukasinovic zum Thema „Das Sakrament der Ehe und die Krise der Ehegemeinschaft“. Dieses Thema griff auch Diakon Petar Dabic auf, der über die Genderproblematik in der orthodoxen Ehe sprach.
Erste Hl. Liturgie in Krivaja
(NOVI SAD) In der kleinen Ortschaft Krivaja in der nordserbischen Diözese Backa wurde am vergangenen Samstag zum ersten Mal die Hl. Liturgie zelebriert. Die Ortschaft gehört zur Pfarrei Karadjordjevo.
Kubanische Botschafterin bei Metropolit Amfilohije
(BELGRAD) Metropolit Amfilohije von Montenegro, der bis zur Wahl des neuen Patriarchen die patriarchalen Geschäfte erledigt, hat am vergangenen Freitag, dem 27. November, die kubanische Botschafterin in Belgrad, Mercedes Matrínez Valdés, empfangen. Im Gespräch wurden die Beziehungen zwischen Serbien und Kuba sowie die sozialen Probleme und deren Lösungen thematisiert. Ebenfalls wurde eine mehrschichtige Zusammenarbeit vereinbart.
Metropolit Nikolaj von Dabar-Bosnien empfängt US-Diplomaten
(SARAJEVO) Der ranghöchste Vertreter der Serbischen Orthodoxen Kirche (SOK) in Bosnien-Herzegowina, Metropolit Nikolaj von Dabar-Bosnien, hat gestern in Sarajevo den Gesandten an der US-Botschaft, Jonathan Moore, empfangen. Es wurde unter anderem über die Rückgabe des alten Priesterseminar-Gebäudes der SOK in Sarajevo gesprochen. Moore sagte, dass es im Interesse aller Bürger Sarajevos wäre, dass das Gebäude der SOK zurückgegeben werde. In dem Gebäude befindet sich zurzeit die Fakultät der Wirtschaftswissenschaften.
In Bezug auf die Situation in Bosnien-Herzegowina allgemein sagte der US-Gesandte, dass die Information, dass die USA die Aufhebung der Republik Srpska, des serbischen Teils Bosnien-Herzegowinas, anstreben, falsch sei. Er erklärte, dass die Existenz der Serbenrepublik durch das Abkommen von Dayton garantiert werde, hinter dem auch die USA stünden.
Aus der Diözese Mitteleuropa
Bischof Konstantin in Berlin
(HILDESHEIM-HIMMELSTHÜR) Der Diözesanbischof der SOK in Deutschland, Österreich, Liechtenstein und der Schweiz, Bischof Konstantin (Djokic) hat am vergangenen Sonntag die Hl. Liturgie in der Hl.-Sava-Kirche in Berlin zelebriert und danach an einer Sitzung der Gemeindeversammlung teilgenommen.
In Berlin gibt es inzwischen zwei serbische orthodoxe Gotteshäuser: Neben der älteren Hl.-Sava-Kirche in Berlin-Wedding hat die Gemeinde auch ein neueres Gotteshaus und Gemeindezentrum: Die Kirche der Hl. Dreifaltigkeit in Berlin-Tempelhof. Die Gläubigen der SOK in der deutschen Hauptstadt werden von vier Priestern betreut.
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27. November 2009
Aus der Heimat:
Gedenkgottesdienste für Patriarch Pavle. Patriarchenwahl am
22. Januar. Ethos „hart wie ein Diamant“
Ein Flug in Stille und Bescheidenheit. Erinnerung an Patriarch Pavle I. Von Tihomir T. Popovic
Aus der Diözese Mitteleuropa
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Liebe Leserinnen und Leser,
aus Krankheitsgründen war unsere Redaktion diese Woche leider nicht besetzt. So berichten wir über einige Ereignisse aus Serbien mit einiger Verspätung.
Wir bitten, diesen Umstand zu entschuldigen
Die Redaktion von SOK AKTUELL
Gedenkgottesdienste für Patriarch Pavle. Patriarchenwahl am
22. Januar
(BELGRAD) Nach der am Donnerstag vergangener Woche stattgefundenen Trauerfeier und dem Begräbnis von Patriarch Pavle I. hat der Hl. Synod der Serbischen Orthodoxen Kirche (SOK) entschieden, dass am 24. Dezember in der großen Hl.-Sava-Kathedrale in Belgrad eine „Trauerliturgie“ und eine Totenandacht für den Patriarchen stattfinden soll. Die Liturgie wird um 9 Uhr beginnen, die Totenandacht im Anschluss daran, um etwa 11 Uhr. Danach wird auf dem Grab des Patriarchen im Kloster Rakovica im Süden Belgrads ein kleiner Gedenkgottestdienst stattfinden.
Der Hl. Synod der SOK hat ebenfalls beschlossen, dass die Sitzung des „Wahlkonzils“, auf welcher der Nachfolger von Patriarch Pavle gewählt werden soll, am 22. Januar 2010 stattfinden werde. In der Zwischenzeit wird weiterhin Metropolit Amfilohije von Montenegro die patriarchalen Verpflichtungen wahrnehmen.
Ethos „hart wie ein Diamant“
Der Serbische Patriarch Pavle I. war am Sonntag, dem 15. November, im Belgrader Militärkrankenhaus gestorben, in dem er sich seit 2007 befand. An der Trauerfeier für den Patriarchen, die am Donnerstag, dem 19. November, in Belgrad stattgefunden hat, nahmen Hunderttausende von Menschen Teil. Der Ökumenische Patriarch Bartholomaios reiste aus Konstantinopel an, um die „Trauerliturgie“ zu zelebrieren. In seiner Ansprache sagte er, es sei weltbekannt gewesen, dass Patriarch Pavle kein gewöhnlicher Kirchenvorsteher gewesen sei. Seine ganze Gestalt habe Heiligkeit und Gerechtigkeit ausgestrahlt. Der Ökumenische Patriarch betonte, das Ethos des Patriarchen sei „hart wie ein Diamant“ gewesen. Patriarch Pavle sei ein freiwilliger Armer gewesen, so der primus inter pares der orthodoxen Patriarchen, der den verstorbenen Vorsteher der SOK mit den Wüstenvätern der alten Zeiten verglich.
Pavle I. war seit 1990 Serbischer Patriarch. Zuvor war er Bischof der Diözese Raszien-Prizren, die unter anderem auch die Region Kosovo-Metohija umfasst.
Anschließend veröffentlichen wir einen Artikel des Verantwortlichen Redakteurs unseres Informationsdienstes, der zunächst auf der Internetseite von „Radio Vatikan“ unter dem Titel „Serbien: Erinnerung an Pavle“ am vergangenen Freitag erschien. Der Artikel ist dort unter: http://www.radiovaticana.org/ted/Articolo.asp?c=336015 abrufbar.Wir danken Radio Vatikan für gute Zusammenarbeit.
Ein Flug in Stille und Bescheidenheit. Erinnerung an Patriarch Pavle I.
Von Tihomir T. Popovic
An jenem 1. Juni 2000 war alles ungewöhnlich. Der Serbische Patriarch Pavle I., ein Mensch von denkbar bescheidener Ausstrahlung und monastischer Lebensweise, sollte gerade an einem Tag nach Hannover kommen, an dem in derselben Stadt auch die Eröffnung der Weltausstellung stattfand. Und dann sollte dieser stille Mensch, der in Belgrad am liebsten zu Fuß ging, zur Kirche auch noch mit einem Hubschrauber fliegen, da auf den Straßen Hannovers wegen der EXPO-Eröffnung erhöhte Staugefahr herrschte.
Wenn es aber je gelungen war, einen Anflug mit dem Hubschrauber in Bescheidenheit, Stille und Unauffälligkeit zu vollziehen, dann gelang dies Patriarch Pavle am 1. Juni 2000, als er nach Hannover kam, um die serbische orthodoxe Kirche des Hl. Sava zu weihen. Das Kirchenoberhaupt kam zu früh, noch bevor die Gemeindehonoratioren einen ordentlichen Empfang auf dem einige Hundert Meter von der Kirche entfernten Landeplatz organisieren konnten. Als er ausstieg, versuchten einige der zu ihm geeilten Gemeindeglieder, ihn etwas aufzuhalten, um dann in einer würdevollen Prozession in Richtung Kirche zu schreiten. Der Patriarch war aber offensichtlich darauf bedacht, schnell in die Kirche zu kommen und begab sich dahin mit einer solchen Geschwindigkeit, die auch so manchem jüngeren Mann in seiner Begleitung zu schaffen machte. Er wirkte eher wie ein Mönch, der sich, dem Ruf des klepalo folgend, beeilt, in das Gotteshaus zu gelangen, als der Vorsteher einer Kirche mit mehreren Millionen Gläubigen in der ganzen Welt.
Die Konzentration, mit der Patriarch Pavle, ein großer Liturgiker und Kenner des orthodoxen Kirchengesangs, Gottesdienste zelebrierte, ist beinahe sprichwörtlich. Auch in Hannover erinnert sich der Gemeindepfarrer, Vater Milan Pejic, mit Bewunderung – und jetzt auch mit Wehmut – der Hingabe, die der Patriarch beim Zelebrieren ausstrahlte. Nach der Weihe und der Hl. Liturgie veranstaltete die Kirchengemeinde ein Festessen mit allem, was in der serbischen Tradition dazu gehört: Gespart wird bei den Serben auch bei geringeren Gästen nicht, geschweige denn, wenn das Kirchenoberhaupt zu Besuch kommt. Der Patriarch blieb aber seinen asketischen Gewohnheiten treu, aß nur ein wenig Weißkohl und Brennnessel und zog sich bald in eine Wohnung im Gemeindehaus zurück. Dort besuchte ich ihn, um ihn auf die bevorstehenden Termine mit deutschen Gesprächspartnern vorzubereiten.
Meine stärkste Erinnerung an diese Begegnung mit Patriarch Pavle I. ist die von – Schönheit! Der Patriarch war ein wirklicher „Kaludjer“ (serb. = Mönch), ein „Kalogeros“, ein schöner alter Mensch: „Kalos“ war er natürlich nicht im Sinne einer klassischen physischen Schönheit, sondern sein wahres Schönsein des Geistes fand einen ungewöhnlich klaren Ausdruck in seinen in sich ruhenden Gesichtszügen, seinen andachtsvollen Gebärden und in seinem meditativ-durchdringenden Blick. Er wirkte auf mich wie ein geistlicher Vater und er verstand sich auch als der geistliche Vater aller orthodoxen Serben. Auch in den Gesprächen, die Patriarch Pavle an jenem 1. Juni 2000 nach der Weihe der Kirche in Hannover führte, und bei denen ich in seiner Begleitung sein durfte, war er vor allem darauf bedacht, sich um das geistige Wohl der Serben in Deutschland zu erkundigen, dieses Wohl zu mehren und all denjenigen zu danken, die dazu beigetragen hatten, dass es gefördert wird. Unter anderem begegnete der Patriarch Margot Käßmann, der hannoverschen Landesbischöfin und jetzigen Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland, Josef Homeyer, dem nunmehr emeritierten Bischof von Hildesheim sowie Vertretern Vatikans und der Niedersächsischen Landesregierung. Ganz besonders interessierte sich Patriarch Pavle dabei für die Stellung des Religionsunterrichts im niedersächsischen Bildungssystem. Er war zutiefst dankbar, dass man in einigen Bundesländern Deutschlands den orthodoxen Religionsunterricht an staatlichen Schulen anbietet. Denn zu jenem Zeitpunkt war das selbst in Serbien nicht möglich: Das Land war immer noch in den Händen eines Regimes, das der direkte Nachfolger des kommunistischen Einparteiensystems war. Dass es den Serben „in der Fremde“ leichter möglich war, ihre religiöse Identität zu pflegen als in der Heimat, schien den Patriarchen tief zu beeindrucken. Er griff das Thema immer wieder auf und wirkte voller Liebe für die Menschen, die seinem Volk etwas ermöglichten, das ihm zu jenem Zeitpunkt nicht einmal im eigenen Land möglich war.
Patriarch Pavle konnte gut mit Politikern sprechen, war aber kein homo politicus im gewöhnlichen Sinne des Wortes. Seine Interessen waren ausschließlich geistig und geistlich und sein soziales und politisches Denken stand unter dem alles beherrschenden Vorzeichen der christlichen Ontologie. So mag es jeden, der Patriarch Pavle kannte, schmerzen, dass in den Meldungen deutschsprachiger Medien anlässlich seines Todes immer wieder die – immer sehr vagen – Hinweise auf seine vermeintliche Unterstützung des serbischen Nationalismus oder gar eine indirekte Verstrickung in die Kriege der neunziger Jahre auftauchen. Auch nach seinem Tod scheint der Patriarch auf diese Weise das Kreuz seines Volkes zu tragen: Die Taten, die er während seiner Zeit als Patriarch verurteilte, werden in einem Moment mit ihm in Verbindung gebracht, in dem er sich nicht mehr irdisch verteidigen kann. Er trägt dieses Kreuz genauso wie die orthodoxen Gotteshäuser im Kosovo-Metohija, die seit 1999 zerstört werden, weil sie von Serben für Serben errichtet wurden, nicht weil sie orthodoxe Kirchen waren. Vielleicht können wir Serben uns in Zukunft daher bemühen, unsere Schulden selbst zu tragen, um nicht nur unsere Besten mit diesen zu belasten.
(Der Autor ist Vizepräsident des Rates und Vorstandes der Serbischen Orthodoxen Diözese für Mitteleuropa – Deutschland, Österreich, Liechtenstein und die Schweiz – und Verantwortlicher Redakteur ihres Informationsdienstes. Er wirkt als Hochschullehrer in Hannover und Osnabrück. Veröffentlichungen zur Musikgeschichte und -theorie, der Kulturgeschichte Südosteuropas und Integrationspolitik in Deutschland.)
Aus der Diözese Mitteleuropa
Aus Anlass der Entschlafung von Patriarch Pavle I. haben am Donnerstag vergangener Woche, zeitgleich mit der Trauerfeier für den Patriarchen in Belgrad in den Kirchen der Serbischen Orthodoxen Diözese für Mitteleuropa „Trauerliturgien“ und Gedenkgottesdienste stattgefunden. Bischof Konstantin selbst war nach Belgrad gereist, um an der dortigen Trauerfeier persönlich teilzunehmen.
Am Samstag zelebrierte Bischof Konstantin die Heilige Liturgie in Göppingen, während er am Sonntag die Kirchengemeinde Salzburg besuchte und dort Gottesdienste zelebrierte. In Salzburg wird derzeit eine neue serbische orthodoxe Kirche gebaut.
Zur Stunde dauert im Diözesanzentrum im Kloster der Allerheiligsten Gottesmutter in Hildesheim-Himmelsthür ein Seminar der Priesterschaft der Serbischen Orthodoxe Diözese für Mitteleuropa. SOK AKTUELL
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17. November 2009
Gedenkgottesdienste in Berlin, München und Hannover
(HILDESHEIM-HIMMELSTHÜR) In den Kirchen der Serbischen Orthodoxen Diözese für Mitteleuropa finden am Donnerstag, dem 19. November, Gedenkgottesdienste für den am Sonntag verstorbenen Patriarchen Pavle I. In Berlin werden die Gottesdienste sowohl in der Hl. Dreifaltigkeitskirche (Holzmannstr. 34, 12099 Berlin-Tempelhof) als auch in der Kirche des Hl. Sava (Ruppiner Straße 28, 13355 Berlin-Wedding) um 10 Uhr zelebriert. Auch in der Hl.-Sava-Kirche in Hannover (Mengendamm 16c, 30177 Hannover) beginnt der Gedenkgottesdienst um 10 Uhr. In der Hl.-Jovan-Vladimir-Kirche in München (Putzbrunnerstr. 49, 81739 München) findet der Gottesdienst am Donnerstag um 10.30 statt.
Die Gottesdienste in der Diözese Mitteleuropa finden gleichzeitig mit der Trauerfeier für Patriarch Pavle bei der Hl.-Sava-Kathedrale in Belgrad statt (11 Uhr). Vor dieser Andacht für den verstorbenen Patriarchen wird um 7.30 in der alten Belgrader Kathedrale eine „Trauerliturgie“ zelebriert. Nach der Trauerfeier findet das Begräbnis im Kloster Rakovica im gleichnamigen Stadtteil im Süden Belgrads statt.
Der Serbische Patriarch Pavle I. ist am vergangenen Sonntag um 10.45 in Belgrad gestorben. Er befand sich seit 2007 wegen Krankheit in einem Belgrader Krankenhaus. In Serbien hat die Regierung aus Anlass des Todes von Patriarch Pavle I. drei Tage Staatstrauer angeordnet.
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16. November 2009
Gedenkgottesdienste in der Diözese Mitteleuropa
Reliquien des Hl. Arsenije von Srem in Köln
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Gedenkgottesdienste in der Diözese Mitteleuropa
(HILDESHEIM-HIMMELSTHÜR) Nach dem Tod des Oberhaupts der Serbischen Orthodoxen Kirche (SOK), Patriarch Pavle I., hat der serbische orthodoxe Diözesanbischof für Mitteleuropa, Bischof Konstantin (Djokic) angeordnet, dass am Donnerstag, dem 19.11.2009 in allen Kirchen seiner Diözese ein Gedenkgottesdienst für den verstorbenen Patriarchen stattfinden soll. Am 19.11. um 10.30 wird in Belgrad auch die Trauerfeier für Patriarch Pavle stattfinden. Es ist daher wahrscheinlich, dass die Gottesdienste in den Kirchen der Diözese Mitteleuropa auch um diese Uhrzeit stattfinden werden.
Bischof Konstantin wird selbst morgen nach Belgrad reisen, um an der Trauerfeier für den Patriarchen teilzunehmen. Der Bischöfliche Generalvikar Erzpriester Milan Pejic wird in der Hl.-Sava-Kirche in Hannover am Donnerstag um 10.30 eine Liturgie zelebrieren und des verstorbenen Patriarchen gedenken.
Der Serbische Patriarch Pavle I. ist gestern um 10.45 in Belgrad gestorben. Er befand sich seit 2007 wegen Krankheit in einem Belgrader Krankenhaus. In Serbien hat die Regierung aus Anlass des Todes von Patriarch Pavle I. drei Tage Staatstrauer angeordnet.
Reliquien des Hl. Arsenije von Srem in Köln
(KÖLN) Anlässlich der Feier des Patonatsfestes der serbischen orthodoxen Jugendgemeinde in Köln, des Hl. Arsenije von Srem (Syrmien), hat gestern die Weihe einer Kapelle an der dortigen serbischen orthodoxen Kirche stattgefunden. Die Weihe zelebrierten Bischof Konstantin von Mitteleuropa und Bischof Joanikije von Budimlje-Niksic (Montenegro), der aus diesem Anlass auch einen Teil der Reliquien des Hl. Arsenije nach Köln brachte.
Der Hl. Arsenije von Srem (-1266) war zwischen 1233 und 1263 serbischer Erzbischof. Als Nachfolger des Hl. Sava war er der zweite auf dem Thron des serbischen Erzbistums.
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15. November 2009
„Menschen, die ein ganzes Volk verbinden“. Patriarch Pavle verstorben
(BELGRAD) Der Serbische Patriarch Pavle I. ist heute um 10.45 in Belgrad gestorben. Er befand sich seit 2007 wegen Krankheit in einem Belgrader Krankenhaus. In Serbien hat die Regierung aus Anlass des Todes von Patriarch Pavle I. drei Tage Trauer angeordnet. Die Reaktion auf den Tod des Patriarchen in Serbien wurde am deutlichsten durch Staatschef Boris Tadic (DS, Demokratische Partei) zum Ausdruck gebracht: „Es gibt Menschen, die schon durch Ihre Existenz ein ganzes Volk verbinden. So war Patriarch Pavle“, sagte Tadic. „Sein Weggang ist mein persönlicher Verlust“, fügte der Präsident hinzu.
Patriarch Pavle, das 44. Oberhaupt der Serbischen Orthodoxen Kirche (SOK) gerechnet vom Hl. Sava (12.-13. Jh.), wurde am 11. September 1914 im Dorf Kucanci in Slawonien (heute in der Republik Kroatien) geboren. Sein weltlicher Name lautete Gojko Stojcevic.
Die Grundschule absolvierte der künftige Patriarch in seinem Geburtsort, die niedere Stufe des Gymnasiums im bosnischen Tuzla und die Oberstufe in Belgrad. Die sechs Jahre dauernde Priesterseminar-Ausbildung absolvierte er 1936 in Sarajevo.
Im Jahre 1954 wurde Gojko Stojcevic zum Priestermönch Pavle. Danach verbrachte er zwei Jahre in Athen, wo er an der Theologischen Fakultät Studien zum Neuen Testament und Liturgik betrieb. Nach seiner Rückkehr in die Heimat wurde er 1957 zum Bischof von Raszien-Prizren gewählt. Seine Diözese umfasste das gesamte Gebiet von Kosovo-Metohija. In den 33 Jahren seiner Amtszeit als Bischof von Raszien-Prizren ließ er alte Kirchen renovieren und förderte den Bau neuer Gotteshäuser. Auch kümmerte er sich um das Priesterseminar in Prizren.
Pavle I. wurde am 2. Dezember 1990 in Belgrad als Patriarch inthronisiert. Seine Inthronisierung in Pec (Kosovo-Metohija), dem mittelalterlichen Patriarchensitz, fand am 2. Mai 1994 statt.
Seit etwa zwei Jahren befand sich der Patriarch in einem Belgrader Krankenhaus. Vertreten wurde er in dieser Zeit von Metropolit Amfilohije von Montenegro.
Sein ganzes Leben hat der Serbische Patriarch Pavle I. der Kirche gewidmet. In der Bevölkerung war er wegen seiner Bescheidenheit, seiner Hilfe für die Armen und seines heiligmäßigen Lebens sehr beliebt.
Die Diözese Mitteleuropa besuchte Patriarch Pavle im Juni 2000: Damals weihte er die neu gebaute Hl.-Sava-Kirche in Hannover, besuchte mit Bischof Konstantin (Djokic) den Christus-Pavillon auf der EXPO 2000, wo er Landesbischöfin Margot Käßmann, der heutigen Ratsvorsitzenden der EKD begegnete. Aus demselben Anlass besuchte er auch den römisch-katholischen Bischof von Hildesheim, Dr. Josef Homeyer.
Wir beten für den verstorbenen Patriarchen und sagen: Vjecnaja pamjat: Ewiges Gedenken. Informationsdienst der Serbischen Orthodoxen Diözese
für Mitteleuropa
2. November 2009
Neue Pfarreien in der Diözese Mitteleuropa
(HILDESHEIM-HIMMELSTHÜR) Auf der am Freitag stattgefundenen Sitzung des Vorstandes der Serbischen Orthodoxen Diözese für Mitteleuropa wurde die Gründung mehrerer Pfarreien der Serbischen Orthodoxen Kirche (SOK) in Deutschland, Österreich und der Schweiz beschlossen. Das im Kloster der Allerheiligsten Gottesmutter in Himmelsthür bei Hildesheim tagende Gremium der Diözese begrüßte den Vorschlag von Bischof Konstantin (Djokic), Missionspfarreien in den östlichen Bundesländern Deutschlands zu gründen. So sollen in Zukunft serbische orthodoxe Pfarreien für Mecklenburg-Vormpommern, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Sachsen mit den jeweiligen Zentren in Schwerin, Potsdam, Magdeburg, Erfurt und Dresden entstehen. Die Bundeshauptstadt bekommt auch eine neue Pfarrei: Zu den bisher existierenden drei Pfarreien in Berlin gesellt sich, laut einem Beschluss des Hl. Synods der SOK, den der Diözesanvorstand am Freitag bestätigte, ab November eine neue, vierte. In Bezug auf die Schweiz wurde die Gründung einer neuen Pfarrei in Genf beschlossen, während in Österreich die Städte Bregenz, Kufstein und Saalfelden selbstständige serbische orthodoxe Pfarreien bekommen und von ihren jeweiligen Muttergemeinden Voralberg-Feldkirch, Tirol-Insbruck und Salzburg administrativ getrennt werden.
Der Diözesanvorstand begrüßte auch die Initiative unseres Informationsdienstes, künftig einen gesonderten Newsletter pro Woche ausschließlich den Geschehnissen aus der SOK außerhalb unserer Diözese – also aus dem Rest der Diaspora und den Heimatländern der SOK – zu verschicken.
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für Mitteleuropa
28. Oktober 2009
Vater Silvestar (Vucovic) verstorben
(BERLIN) Der erste Gemeindepfarrer der Serbischen Orthodoxen Kirche (SOK) in Berlin, Protosynkellos Silvestar (Vucovic), ist am vergangenen Mittwoch, dem 21. Oktober, im Alter von 81 Jahren verstorben. Am Montag zelebrierte Bischof Konstantin von Mitteleuropa zusammen mit orthodoxen Priestern aus Berlin in der Kirche des Hl. Sava in Berlin-Wedding den Gedenkgottesdienst für Vater Silverstar.
In seiner Ansprache erinnerte Bischof Konstantin an die großen Bemühungen von Vater Silvestar: Er habe das Kirchenleben in Berlin in einer Zeit organisiert, in welcher viele Menschen aus dem ehemaligen Jugoslawien kein Interesse für die Kirche zeigten oder ihr gegenüber sogar feindselig waren. Er lobte Vater Silvestars Verdienste und dankte ihm für seine Aufopferungsbereitschaft.
Vater Silvestar (Vucovic) wurde am 14. Dezember 1928 in Belgrad geboren und auf den Namen Ninko getauft. Er erzählte gerne, dass er bei den Serbischen Patriarchen Varnava (Rosic, 1880-1937) und Gavrilo (Dozic, 1881-1950) sowie dem Hl. Nikolaj (Velimirovic, 1881-1956), Bischof von Zica, ministrierte. Im Jahre 1952 wurde er in Pozarevac Mönch und Hierodiakon. Zum Protodiakon wurde er 1970 geweiht. Damals wirkte der Mönch Silvestar als Protodiakon der Belgrader Kathedrale. Zum Priestermönch-Protosynkellos wurde Vater Silvestar im September 1970 in Banja Luka. Anschließend wurde er Pfarrer in Berlin: eine Tätigkeit, die er bis 1989 ausübte. Im Jahre 2002 empfing Vater Silvestar von Metropolit Augoustinos vom Ökumenischen Patriarchat die Würde eines Archimandriten, die im Jahr 2003 vom Hl. Synod der Serbischen Orthodoxen Kirche (SOK) bestätigt wurde.
SOK AKTUELL Informationsdienst der Serbischen Orthodoxen Diözese für Mitteleuropa 20. Oktober 2009 Gemeinsam handeln für Frieden und Gerechtigkeit. Pressemitteilung der Veranstalter der 9. Serbien-Tagung (IRISKI VENAC, SERBIEN) „Die Bereitschaft und die Offenheit für die Zusammenarbeit mit den Kirchen in Fragen des Friedens und der Gerechtigkeit ist heute groß. Die Kirchen sollen sich dieser Herausforderung gemeinsam stellen“. Das sagte Bischof Irinej von Backa (Novi Sad, Nordserbien), Mitglied des Heiligen Synods der Serbischen Orthodoxen Kirche auf der am 19. und 20. Oktober im Hotel NORCEV nahe Novi Sad stattgefundenen Tagung „Dass Gerechtigkeit und Friede sich küssen“ (Ps. 85, 10/11). Kirche, Staat und die Herrschaft des Rechts. Die Organisatoren der Veranstaltung waren die Serbische Orthodoxe Diözese für Mitteleuropa, die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) der Römisch-katholischen Kirche und die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) in Zusammenarbeit mit der Serbischen Orthodoxen Diözese Backa (Nordserbien), der römisch-katholischen Erzdiözese Belgrad und der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS). Diese Konferenz ist die neunte in der Reihe der Serbien-Tagungen, die vor genau zehn Jahren ins Leben gerufen wurden. Auf der Konferenz diskutierten Vertreter der Kirchenleitungen, der Wissenschaft, der Politik und des öffentlichen Lebens über Themen aus dem Beziehungsgeflecht von Kirche, Staat und Gesellschaft in Serbien, Deutschland und der EU. Der Tenor: Die christlichen Gemeinden in Serbien sollten versuchen, noch intensiver miteinander zu kooperieren und zu gesellschaftlich wichtigen Fragen gemeinsame Positionen auszuarbeiten. Dieses könne nur in einem ehrlichen und offenen Dialog erreicht werden. Während der Tagung ist deutlich geworden, dass nicht nur die Kirchen, sondern auch die anwesenden Vertreter der serbischen Politik an einer intensiven Zusammenarbeit aller gesellschaftlichen Akteure interessiert sind. Davon könne die serbische Gesellschaft insgesamt profitieren. Während sich die serbischen Teilnehmenden auf der Tagung vorwiegend mit den Fragen der Gegenwart, dem aktuellen Religionsgesetz und den Problemen der derzeitigen gesellschaftlichen Rezeption von christlichen Werten in der Gesellschaft beschäftigt haben, bezogen sich die deutschen Teilnehmenden häufig auf die Erfahrungen aus der neueren deutschen Geschichte, die für die Entwicklung der Beziehungen zwischen Kirche, Staat und Gesellschaft in Serbien hilfreich sein könnten. So hob Bischof Martin Schindehütte, der Leiter der Ökumene- und Auslandsarbeit im Kirchenamt der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), die Barmer Theologische Erklärung von 1934 als eine paradigmatische Antwort auf die Probleme im Verhältnis von Kirche und Staat hervor. Schindehütte erinnerte aber auch an die neue Denkschrift der EKD „Aus Gottes Frieden leben – für gerechten Frieden sorgen“ von 2007 und an die darin artikulierte Pflicht der Christen, sich für den Frieden zu engagieren. Indessen hob der emeritierte römisch-katholische Bischof von Hildesheim, Dr. Josef Homeyer, in seinem Vortrag exemplarisch die Bedeutung der „Sozialen Seminare“ in katholischer Trägerschaft für die Schaffung einer „Alltagselite“ hervor, die in der Vermittlung von christlichen Werten in der Gesellschaft in Deutschland eine wichtige Rolle gespielt haben. Die Teilnehmenden waren sich einig, dass die Kirchen und Religionsgemeinschaften nicht privatisiert und marginalisiert werden dürfen, sondern dass sie als tätige Kraft mit öffentlichem Auftrag im Dialog mit der Gesellschaft bleiben müssen, „wobei der Staat gut beraten wäre, einen Rahmen für diesen Dialog zu schaffen“, wie es Claudia Crawford, die Leiterin des Auslandsbüros der Konrad Adenauer Stiftung in Belgrad in ihrem Grußwort formulierte. Gerade die Erfahrungen aus Deutschland bestätigen, dass ein Dialog zwischen Kirchen, Staat und Gesellschaft für alle Beteiligten nützlich und weiterführend ist. Neben der Arbeit im Plenum, diskutierten die Teilnehmenden auf der Tagung in vier Foren verschiedene Aspekte des Verhältnisses von Kirche, Staat und Gesellschaft: „Christliche Werte in der Gesetzgebung“, „Menschenrechte und Antidiskriminierung“, „Engagement der Kirchen angesichts der sozialen Herausforderungen der Zeit“ sowie die „Rolle der Kirchen in Bildung und Erziehung“. Als Impulsgeber in den Foren wirkten unter anderem der römisch-katholische Erzbischof von Belgrad, Stanislav Hocevar, der römisch-katholische Bischof von Zrenjanin, Laszlo Nemet, der Staatsekretär im serbischen Gesundheitsministerium, Dr. Zeljko Milosevic, die Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes, Dr. Martina Köppen, der Leiter des Instituts für Europäisches Verfassungsrecht der Universität Trier, Prof. Gerhard Robbers sowie Professor Radovan Bigovic, Prodekan der Theologischen Fakultät der Universität Belgrad. Es herrschte Einigkeit darüber, dass die zwischenkirchlichen Serbien-Tagungen eine Bereicherung sowohl für die serbische Gesellschaft als auch für die deutsch-serbischen Beziehungen insgesamt darstellen. Daher hörte man sowohl von serbischer als auch von deutscher Seite den Wunsch, die Serbien-Tagungen fortzusetzen und das Engagement durch gemeinsame Seminare und andere praktische Aktivitäten auf eine breitere Basis zu stellen. Die 1999 ins Leben gerufenen, zwischenkirchlichen Serbien-Tagungen sind das älteste Projekt eines dreiseitigen Austauschs zwischen der Orthodoxen, Römisch-katholischen und Evangelischen Kirche. SOK AKTUELL Informationsdienst der Serbischen Orthodoxen Diözese für Mitteleuropa 20. Oktober 2009 Neunte zwischenkirchliche Serbien-Tagung (IRISKI VENAC, SERBIEN) Gestern und heute diskutieren hochrangige Vertreter der Serbischen Orthodoxen Kirche (SOK), der Römisch-katholischen Kirche und der protestantischen Kirchen sowie der Wissenschaft, der Politik und des öffentlichen Lebens aus Deutschland, Österreich, Serbien, Ungarn und der Slowakei über Aspekte des Verhältnisses von Kirche, Staat und Gesellschaft in Serbien, Deutschland und der EU. Die Organisatoren der in Hotel NORCEV bei Novi Sad in Nordserbien stattfindenden Veranstaltung sind die Serbische Orthodoxe Diözese für Mitteleuropa, die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) der Römisch-katholischen Kirche und die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) in Zusammenarbeit mit der Serbischen Orthodoxen Diözese Backa (Nordserbien), der römisch-katholischen Erzdiözese Belgrad und der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS). Diese Konferenz ist die neunte in der Reihe der Serbien-Tagungen, die vor genau zehn Jahren ins Leben gerufen wurden. Die hochrangige Tagung steht unter dem biblischen Motto «Dass Gerechtigkeit und Friede sich küssen» (Ps. 85, 10/11) und ist dem im Untertitel der Konferenz artikulierten Thema «Kirche, Staat und die Herrschafts des Rechts» gewidmet. Am ersten Konferenztag (19. Oktober) berichtete der serbische orthodoxe Bischof Irinej von Backa (Novi Sad) eindrücklich über die aktuelle Situation der Kirchen in Serbien, insbesodere in Bezug auf die Beziehungen zum Staat und zur Gesellschaft. Er hob die Probleme hervor, denen die Kirche in Serbien begegnet, wenn sie versucht, sich bei gesellschaftlichen Fragen in den öffentlichen Diskurs einzumischen: Da in einigen Teilen der serbischen Gesellschaft Reste marxistisches Denkens noch überlebt haben, werde der Kirche nach jeder Äußerung zu gesellschaftlich und politisch relevanten Themen Klerikalisierung oder sogar Theokratisierung der Gesellschaft vorgeworfen. Dabei unterscheide sich die Position der Orthodoxen Kirche zu gesellschaftlichen und politischen Fragen nicht wesentlich von denen der Römisch-katholischen und der evangelischen Kirchen, so der orthodoxe Oberhirte. Aus diesem Grund sollen die Kirchen in Serbien in gesellschaftlich relevanten Fragen gemeinsam handeln: Ein Aufruf, den auf der Tagung auch die Vertreter des deutschen Episkopats begrüßten. Der römisch-katholische emeritierte Bischof von Hildesheim, Josef Homeyer und Bischof Martin Schindehütte, der Leiter der Ökumene- und Auslandsarbeit im Kirchenamt der EKD, berichteten auf der Tagung unter anderem über die Erfahrungen aus der neusten deutschen Geschichte. So hob Bischof Schindehütte die theologische und auch die praktische Wichtigkeit der Barmer Theologischen Erklärung von 1934 als ein Schlüsseldokument der Evangelischen Kirche hervor, wenn es sich um das evangelische Kirchen- und Kirchenrechtsverständnis sowie um das Verhältnis von Kirche und Staat handelt. Bischof Homeyer sprach von den Sozialen Seminaren in katholischer Trägerschaft als von einem bedeutenden Instrument der politisch-sozialen Bildung von „Alltagseliten“: Menschen, die sich an der Gestaltung der Gesellschaft aktiv beteiligen werden. In einem Vortragsblock über die „Herrschaft des Rechts im Verhältnis von Staat und Kirche“ berichtete der rennomierte Belgrader Jura-Professor Sima Avramovic über die konkreten, juristischen Aspekte des aktuellen Religionsgesetzes in Serbien. Dies ist in Serbien ein Thema, das umso brisanter ist, als das aktuelle Gesetz kürzlich von einigen Nichtregierungsoranisationen angegriffen wurde und gerade ein Verfahren in Bezug auf das serbische Gesetz vor dem Verfassungsgericht läuft. Der Vorwurf lautet dabei, dass das Gesetz sieben Religionsgemeinschaften protegiere: Die SOK, die Römisch-katholische Kirche, die Jüdische und die Islamische Glaubensgemeinschaft sowie drei protestantische Kirchen. Diese sieben Gemeinden waren durch das neueste Gesetz als „Traditionelle Kirchen“ von einem Registierungsverfahren befreit worden und wurden fast automatisch als Religionsgemeinschaften eingetragen. Professor Avramovic erklärte, dass diese Entscheidung kein Protegieren darstelle, sondern auf die frühere, vorkommunistische jugoslawische Gesetzgebung anknüpfe, die unter dem kommunistischen Regime gewaltsam aufgehoben worden sei. Außerdem seien die Kriterien für die Registierung von Glaubensgemeinschaften in Serbien bedeutend leichter, als in vielen anderen Ländern, so dass keine Diskriminierung von Religionsgemeinschaften stattfinde. Das serbische Religionsgesetz stehe völlig im Einklang mit den Standards der EU und sei in Zusammenarbeit mit Experten aus der EU ausgearbeitet worden, so Professor Avramovic. Heute, am zweiten Konferenztag, diskutieren die Teilnehmenden der neunten zwischenkirchlichen Serbien-Tagung in vier kleinen Foren, die verschiedene Aspekten und Ebenen des Verhältnisses und der Zusammenarbeit von Kirche, Staat und Gesellschaft behandeln: die Frage der christlichen Werte in der Gesetzgebung, die Menschenrechte und die Antidiskriminierung, das Engagement der Kirchen in sozialen Fragen sowie die Rolle der Kirchen in Bildung und Erziehung. Als Impulsgeber in den Foren wirken unter anderem der römisch-katholische Erzbischof von Belgrad, Stanislav Hocevar, der römisch-katholische Bischof von Banat, Laszlo Nemet, die Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes, Martina Köppen, der Leiter des Instituts für Europäisches Verfassungsrecht der Universität Trier, Gerhard Robbers sowie der orthodoxe Theologieprofessor Radovan Bigovic. Die Tagung endet heute Abend mit einer Plenardiskussion. Morgen werden die Teilnehmenden einige in der Nähe gelegene Klöster besuchen. 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16. Oktober 2009
Ankündigung: Neunte zwischenkirchliche Serbien-Tagung
(HILDESHEIM-HIMMELSTHÜR) Am folgenden Montag wird in Hotel NORCEV nahe Novi Sad in Nordserbien die neunte zwischenkirchliche «Serbien-Tagung» eröffnet. Die Organisatoren der Veranstaltung sind die Serbische Orthodoxe Diözese für Mitteleuropa, die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) der Römisch-katholischen Kirche und die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) in Zusammenarbeit mit der Serbischen Orthodoxen Diözese Backa (Nordserbien), der römisch-katholischen Erzdiözese Belgrad und der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS).
Die Tagung steht unter dem biblischen Motto «Dass Gerechtigkeit und Friede sich küssen» (Ps. 85, 10/11) und ist dem Thema «Kirche, Staat und die Herrschafts des Rechts» gewidmet. Als Vortragende sind unter anderem Bischof em. Josef Homeyer (röm.-kath.), Bischof Martin Schindehütte (EKD) aus Deutschland sowie Bischof Irinej von Backa (orth.) aus Serbien vorgesehen. Außerdem werden der serbische Religionsminister Bogoljub Sijakovic und die Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes, Martina Köppen, auf der Tagung sprechen. Bei der Eröffnung der Konferenz am 19. Oktober um 9 Uhr werden unter anderem der orthodoxe Bischof Vasilije von Srem (Syrmien), der römisch-katholische Erzbischof von Belgrad, Stanislav Hocevar, der evangelische Bischof Samuel Vrbovski, der Deutsche Botschafter in Belgrad, Wolfram Maas sowie die Leiterin des Büros der Konrad-Adenauer-Stiftung in Belgrad, Bundesministerin a.D. Claudia Crawford und der Generalvikar der Serbischen Orthodoxen Diözese für Mitteleuropa, Erzpriester Milan Pejic, sprechen.
Die Diözese Mitteleuropa dankt allen Mitveranstaltern der Tagung. Besonderer Dank gilt dem Büro der Konrad-Adenauer-Stiftung Belgrad, das die Konferenz operationell vorbereitet hat.
Kontakt: Jelena Jablanov Maksimovic, M.A.
Mobil: 00 381 64 14 064 14
e-Mail:
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9. Oktober 2009
Ankündigung: Bischof Konstantin in Mannheim
(HILDESHEIM-HIMMELSTHÜR) Bischof Konstantin von Mitteleuropa wird am kommenden Sonntag die Serbische Orthodoxe Kirchengemeinde Mannheim besuchen. Dort wird er die Hl. Liturgie
am Sonntag, dem 11. октобар, um 10 Uhr zelebrieren.
Adresse:
Kirche des Hl. Mönchs Simon
Deidesheimer Str. 21
68309 Mannheim-Käfertal
Kontakt: Priester Aleksa Milinković, Mobil 0172/ 137 87 90; eMail:
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Zu diesem Gottesdienst lädt die Serbische Orthodoxe Diözese für Mitteleuropa gerne ein.
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2. Oktober 2009
Gottesdienstplan von Bischof Konstantin
(HILDESHEIM-HIMMELSTHÜR) Der Oberhirte der orthodoxen Serben in Deutschland, Österreich, Liechtenstein und der Schweiz, Bischof Konstantin (Djokic) von Mitteleuropa, setzt seine pastorale Tätigkeit auch im Oktober unermüdlich fort. Im Laufe des Monats wird er in allen drei großen Ländern seiner Diözese Gottesdienste zelebrieren. Der folgende Gottesdienstplan veranschaulicht Bischof Konstantins rege Tätigkeit am besten:
Samstag, 3. Oktober: Aachen
Hl. Liturgie um 10 Uhr
Kirche der Himmelfahrt des Herrn
Tannenweg 14
52146 Würselen-Bardenberg
Sonntag, 4. Oktober: St. Gallen
Hl. Liturgie um 9 Uhr
Kirche des Hl. Mönchs Simon
Langgasse 161
9008 St. Gallen-St. Fiden
Sonntag, 11. октобар: Mannheim
Heilige Liturgie um 10 Uhr
Kirche des Hl. Mönchs Simon
Deidesheimer Str. 21
68309 Mannheim-Käfertal
Samstag, 17. Oktober: Linz
Hl. Liturgie um 10 Uhr
Kirche des Hl. Vasilije von Ostrog, des Wundertäters
Posthofstr. 41
4020 Linz
Sonntag, 18. Oktober: Augsburg
Hl. Liturgie um 10 Uhr
Kirche der Heiligen Stefan und Jelena (Stiljanovic)
Kreutzerstr. 22
86154 Augsburg-Oberhausen
Sonntag, 25. Oktober: Karlsruhe
Hl. Liturgie um 10 Uhr
Kirche der Hl. Mutter Paraskeve
Rastatter Str. 20
76199 Karlsruhe-Rüppurr
Montag, 26. Oktober: Klagenfurt
Hl. Liturgie um 10 Uhr
Kirche der Hl. Mutter Paraskeve
Kaufmanngasse 11
9020 Klagenfurt
Dienstag, 27. Oktober: Villingen-Schwenningen
Hl. Liturgie um 9 Uhr
Kirche des Hl. Erzengels Michael
Unterer Dammweg 6/3
78050 Villingen-Schwenningen
Samstag, 31. Oktober: Frankfurt a.M.
Hl. Liturgie um 10 Uhr
Kirche des Hl. Apostels und Evangelisten Lukas
Am Beethovenplatz 1
60352 Frankfurt-Westend
Samstag, 31. Oktober: Wuppertal
Vesper um 17 Uhr
Kirche der Geburt der Allerheiligsten Gottesmutter
Hombüchel 53/55
42105 Wuppertal-Elbefeld
Weitere Informationen erteilt Hierodiakon Stefan (Jugovic), der Sekretär der Diözesankanzlei in Himmelsthür:
Telefon: (00 49) 5121 64 034
e-Mail:
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29. September 2009
Orthodoxe stellen sich in Hildesheim und Hannover vor
(HILDESHEIM-HIMMELSTHÜR) Zwei Gemeinden der Serbischen Orthodoxen Diözese für Mitteleuropa in Niedersachsen stellen sich diese Woche der Öffentlichkeit vor: Das Kloster der Entschlafung der Allerheiligsten Gottesmutter in Hildesheim-Himmelsthür und die Kirchengemeinde in Hannover.
Das Gottesmutter-Kloster in Himmelsthür, zugleich der Sitz von Bischof Konstantin (Djokic) und das Zentrum der Serbischen Orthodoxen Diözese für Mitteleuropa, hat heute den Tag der offenen Tür. Um 15 Uhr findet die Eröffnung einer Ikonenausstellung der serbischen Ikonenmalerin Vukica Mocic statt. Bei der Eröffnung wird die Künstlerin auch einen Vortrag über die orthodoxe Ikonenmalerei halten. Anschließend findet um 16.30 Uhr der Auftritt einer serbisch-griechischen Volkstanzgruppe statt. Danach werden Kaffee und Kuchen angeboten. Um 18.00 Uhr wird in der Klosterkirche der Abendgottesdienst zelebriert.
Die Adresse des Klosters lautet: Obere Dorfstraße 12, 31137 Hildesheim-Himmelsthür.
Kontakt: 05121 64 034.
Am Samstag, dem 3. Oktober, veranstaltet die Kirchengemeinde Hannover einen «Tag der Orthodoxie in Norddeutschland». Um 10 Uhr wird die Göttliche Liturgie zelebriert, zu welcher alle örtlichen orthodoxen Priester eingeladen sind. Nach dem Mittagessen, das um 12 Uhr stattfindet, folgt ein deutschsprachiger Vortrag über die Orthodoxie von Priester Johannes Nothhaas von der Russischen Orthodoxen Kirchengemeinde in Mainz. Nach einer Pause wird ein Mitglied der Gemeinde Hannover, der renommierte orthodoxe Verleger und Übersetzer Johannes Wolf, einen Vortrag über den Hl. Bischof Nikolaj Velimirovic (1881-1956) halten. Wolf hatte kürzlich eines der Hauptwerke des 2003 heilig gesprochenen Bischofs ins Deutsche übersetzt und zusammen mit der Priesterbruderschaft der Diözese Mitteleuropa herausgegeben. Nach einer Vorstellung der beteiligten norddeutschen Gemeinden, die auf 17 Uhr angesetzt ist, wird der «Tag der Orthodoxie in Norddeutschland» mit einer Abendandacht enden.
Adresse: Mengendamm 16c, 30177 Hannover (nahe Vier Grenzen).
Kontakt:
Mobil 0173 – 232 09 92 (Erzpriester Milan Pejic)
Email:
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(HILDESHEIM-HIMMELSTHÜR) Am vergangenen Wochenende hat Bischof Konstantin von Mitteleuropa drei Kirchengemeinden in Nordrhein-Westfalen besucht: die Gemeinden in Lippstadt, Düsseldorf und Köln.
Am Samstag, dem 26. September, zelebrierte der Bischof die Hl. Liturgie in Lippstadt anlässlich eines Jubiläums: Vor 20 Jahren wurde in der dortigen Kirche des Hl. Stefan von Decani der erste orthodoxe Gottesdienst zelebriert. Die Serbische Orthodoxe Pfarrei Lippstadt nutzt zwei Kirchengebäude der dortigen römisch-katholischen St.-Vitus-Gemeinde. Derzeit steht der Pfarrei kein eigener Priester zur Verfügung, sondern sie gehört zum Gebiet der serbischen orthodoxen Priester aus Dortmund. Trotzdem nahmen an der Hl. Liturgie in Lippstadt etwa 100 Gläubige teil.
Am Samstagnachmittag besuchte der Bischof die Kirchengemeinde Düsseldorf: eine der ältesten und größten Gemeinden der Diözese Mitteleuropa. In der dortigen Hl.-Sava-Kirche wohnte Bischof Konstantin dem Abendgebet bei, das von Priester Nedjo Djokic gelesen wurde.
Am Sonntag, dem Tag der Erhebung des Hl. Kreuzes des Herren (27. September), zelebrierte der Bischof die Hl. Liturgie in der serbischen orthodoxen Kirche in Köln-Porz, die diesem Feiertag gewidmet ist.
Es zelebrierten auch die Kölner Pfarrer, Erzpriester Nedjo Janjic und Priester Mladen Janjic mit zwei russischen orthodoxen Priestern. Am Gottesdienst nahmen etwa 600 Gläubige teil. Während der Liturgie nahm eine Gruppe von Pilgern, die auf den Hl. Berg Athos reisen wollen, mit ihren Familien an der Hl. Kommunion teil.
Der Göttlichen Liturgie in Köln wohnte auch der Bezirksbürgermeister von Köln-Porz, Horst Krämer (CDU), bei.
Bei der Kölner Kirche der Erhebung des Hl. Kreuzes wurde inzwischen eine Kapelle gebaut, die dem Hl. Arsenije von Srem, einem mittelalterlichen serbischen Erzbischof, gewidmet sein wird. Die Weihe ist für den 15. November geplant. Zu dieser Feier wird Bischof Joanikije von Budimlje-Niksic einen Teil der Reliquien des Hl. Arsenije nach Köln bringen. Sie werden dort zur Verehrung durch die Gläubigen bleiben.
Bibel für orthodoxe Schüler in Österreich
(WIEN) Am gestrigen Montag, dem 28. September, wurde das Buch „Die Bibel in kurzen Erzählungen“ im Wiener Stadtschulrat vorgestellt. Es ist das erste Buch für den orthodoxen Religionsunterricht in Österreich. Die Texte sind für Schulkinder von der ersten bis zur vierten Klasse gedacht. Illustriert wurde das Buch in der Tradition der orthodoxen Ikonographie.
Der griechische Metropolit Michael (Staikos) von Österreich bezeichnete das Erscheinen des Buches als „historisches Ereignis“. Es sei ein Ausdruck des Integrationswillens und der gleichzeitigen „Sicherung und Beibehaltung“ der nationalen und konfessionellen Identität, sagte der orthodoxe Oberhirte.
Herausgegeben wurde das Buch von der Österreichischen Bibelgesellschaft im Auftrag des Orthodoxen Schulamtes. Die Buchpräsentation wurde auch von zwei Vertretern des Schulamtes geleitet: Dr. Jutta Henner und Branislav Djukaric. Letzterer ist aktives Mitglied in den Gremien der Serbischen Orthodoxen Diözese für Mitteleuropa. Das Buch wurde von dem rumänischen orthodoxen Bischofsvikar Vater Nikolae Dura und dem Religionspädagogen Johann Krammer vorgestellt.
Die Buchvorstellung wurde umrahmt durch Lesungen aus dem neuen Schulbuch und orthodoxen Kirchenliedern, die die orthodoxen Schülerinnen unter der Leitung der serbischen Religions- und Musikpädagogin Marija Djukaric vorgetragen haben.
Neben vielen namhaften Gästen nahm auch Bischof Ignjatije von Branicevo aus dem serbischen Pozarevac an der Buchvorstellung teil.
Der orthodoxe Religionsunterricht wird in Österreich seit 1992 unterrichtet. Bischof Konstantin von Mitteleuropa und der inzwischen verstorbene Wiener Pfarrer Drago Govedarica hatten sich für ihre Einführung in die Lehrpläne stark gemacht.
(Quellen: Kirchengemeinde Wien, Radio Stephansdom) SOK AKTUELL
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25. September 2009
Bischof Konstantin in München, Feldkirch und Bijeljina
(HILDESHEIM-HIMMELSTHÜR) Das Oberhaupt der Serbischen Orthodoxen Diözese für Mitteleuropa, Bischof Konstantin (Djokic), setzt seine pastorale Arbeit und seine Bemühungen um das panorthodoxe sowie das interkonfessionelle Miteinander unermüdlich fort. Zunächst nahm der Bischof am Freitag, dem 18. September, an einem ökumenischen Gottesdienst in der griechischen Kirche in München teil, an welchem unter anderem auch der römisch-katholische Erzbischof von München, Reinhard Marx und der Landesbischof der Evangelisch-lutherischen Kirche in Bayern, Johannes Friedrich, teilgenommen haben. Nach dem Gottesdienst wohnte Bischof Konstantin auch einem Empfang bei, zu welchem der Münchener Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) eingeladen hatte.
Am Samstag, dem 19. September, nahm der Bischof an einer Sitzung der Kommission der Orthodoxen Kirche in Deutschland (KOKiD) teil und besuchte die Serbische Orthodoxe Kirchengemeinde München, wo er vom Bischofsvikar für Bayern, Erzpriester Branislav Cortanovacki, begrüßt wurde. In der Gemeinde München konnte der Bischof die Fortschritte beim Bau des Glockenturms in Augenschein nehmen, der gleichzeitig auch als eine dem Hl. Bischof Nikolaj (Velimirovic) gewidmete Kapelle dienen wird.
Die Hl. Liturgie am Sonntag, dem 20. September, zelebrierte der Bischof im österreichischen Feldkirch im Bundesland Vorarlberg unter Konzelebration von Erzpriester Mile Mijic, dem Gemeindepfarrer in Feldkirch, und Erzpriester Ljubomir Kotarcic aus dem schweizerischen St. Gallen. An dem Sonntagsgottesdienst in der serbischen orthodoxen Kirche in Feldkirch nahm auch der Bürgermeister Wilfried Berchtold mit seiner Familie teil. Der Anlass des Besuchs in Feldkirch war die Patronatsfeier der Kirche: die Geburt der Gottesmutter. Dieser Feiertag fällt in der Serbischen Orthodoxen Kirche auf den 21. September; die Feier in Feldkirch wurde jedoch vorgezogen, weil Bischof Konstantin am Folgetag im bosnischen Bijeljina sein musste.
In Bijeljina in Nordostbosnien nahm das geistliche Oberhaupt der orthodoxen Serben in Deutschland, Österreich, Liechtenstein und der Schweiz an einer feierlichen Liturgie teil, die am Montag, dem 21. September in der am Tag zuvor geweihten, neuen Gottesmutter-Geburt-Kathedrale stattgefunden hat. Neben Bischof Konstantin zelebrierten in Bijeljina auch die Bischöfe Irinej von Nis (Serbien), Vasilije von Zvornik-Tuzla (Ostbosnien, der zuständige Diözesanbischof in Bijeljina), Vasilije von Srem (Syrmien in Nordserbien), Jefrem von Banja Luka (Nordbosnien), Lukian von Buda (Ungarn), Nikanor von Banat (Nordserbien), Artemije von Raszien-Prizren (Kosovo-Metohija), Grigorije von Zahumlje-Herzegowina (Bosnien-Herzegowina) und der Vikarbischof Antonije von Moravica, der Vertreter der Serbischen Orthodoxen Kirche beim Moskauer Patriarchat. Das Ereignis war von großer Bedeutung für die Republik Srpska, den serbischen Teil Bosniens: Sowohl der Präsident der Republik, Rajko Kuzmanovic als auch der Premier Milorad Dodik nahmen an der Liturgie teil.
Für Bischof Konstantin hatten die Feierlichkeiten in Bijeljina eine besondere Bedeutung, weil er in Bijeljina zur Schule gegangen war und später eine Zeit lang als Mitarbeiter der Diözese Zvornik-Tuzla, der auch Bijeljina gehört, gearbeitret hat.
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22. September 2009
Ankündigung: Bischof Konstantin in Köln
(HILDESHEIM-HIMMELSTHÜR) Der Diözesanbischof der Serbischen Orthodoxen Kirche (SOK) in Deutschland, Österreich, Liechtenstein und der Schweiz, Bischof Konstantin (Djokic), wird am kommenden Sonntag die Kirchengemeinde Köln besuchen. Dort wird er die Hl. Liturgie
am Sonntag, 27. September (Erhebung des Hl. Kreuzes), um 10 Uhr zelebrieren.
Adresse:
Kirche der Erhebung des Hl. Kreuzes des Herrn
Frankenplatz 15
51143 Köln-Porz
Kontakt: Erzpriester Nedjo Janjic, Telefon 0049 (0)179 / 948 79 10 sowie Priester Mladen Janjic, Telefon 0049 (0)179 / 166 06 20, e-Mail:
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Zu diesem Gottesdienst lädt die Serbische Orthodoxe Diözese für Mitteleuropa gerne ein. Der Anlass für den Besuch von Bischof Konstantin ist die Patronatsfeier der Kirche in Köln, die Erhebung der Hl. Kreuzes.
Homepage der Gemeinde: http://www.spc-koeln.de SOK AKTUELL
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17. September 2009
Ankündigung: Bischof Konstantin in Feldkirch
(HILDESHEIM-HIMMELSTHÜR) Der Oberhirte der orthodoxen Serben in Deutschland, Österreich, Liechtenstein und der Schweiz, Bischof Konstantin (Djokic) von Mitteleuropa, wird am kommenden Wochenende die Kirchengemeinde Feldkirch im österreichischen Vorarlberg besuchen. Dort wird er die Hl. Liturgie
am Sonntag, 20. September um 10 Uhr zelebrieren.
Adresse:
Frauenkirche
Churgasse 3
6800 Feldkirch
Kontakt: Erzpriester Mile Mijic, Telefon 0049 (0)664 / 73 43 09 28
Zu diesem Gottesdienst lädt die Serbische Orthodoxe Diözese für Mitteleuropa gerne ein. Der Anlass für den Besuch von Bischof Konstantin ist die Patronatsfeier der Kirche in Feldkirch, die Geburt der Hl. Gottesmutter. Dieser Feiertag fällt in der Serbischen Orthodoxen Kirche (SOK) zwar auf den 21. September, die Feier in Feldkirch wird jedoch vorgezogen, weil Bischof Konstantin am Folgetag im bosnischen Bijeljina an der Weihe der neuen Kathedrale teilnehmen soll.
Die Serbische Orthodoxe Kirche (SOK) bildet laut Angaben des statistischen Landesamtes mit ihren rund 9.000 Mitgliedern die zweitgrößte christliche Konfession im Bundesland Vorarlberg. Die Pfarrei in Feldkirch bildet dabei einen Teil der Kirchengemeinde Vorarlberg, die den Status einer Körperschaft des öffentlichen Rechts genießt. In Feldkirch werden die Hl. Liturgien in einer von der Römisch-katholischen Kirche zur Verfügung gestellten Kirche im Stadtzentrum zelebriert (Adresse s.o.)
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Informationsdienst der Serbischen Orthodoxen Diözese
für Mitteleuropa
15. September 2009
Für einen holistischen Blick: Seminar der Priesterschaft dem Tag der Schöpfung gewidmet
(REGENSBURG) Auf dem gestern stattgefundenen Seminar der Priesterbruderschaft der Serbischen Orthodoxen Diözese für Mitteleuropa wurde das Verhältnis des Menschen zu seiner Umwelt – der Schöpfung Gottes – thematisiert. Der Anlass war der kirchliche Tag der Schöpfung, der nach dem in der Serbischen Orthodoxen Kirche (SOK) verwendeten Kalender am 14. (1.) September gefeiert wird.
Nach der Hl. Liturgie hielt Pfarrer Radomir Kolundzic aus Dortmund die Predigt in deutscher Sprache. Kolundzic betonte, dass die Orthodoxen täglich die Schöpfung Gottes feiern, etwa am Beginn des liturgischen Tages beim Abendgebet, im Rahmen dessen der Schöpfungspsalm gesunden wird. Er erinnerte daran, dass noch der Ökumenische Patriarch Dimitrios I. im Jahre 1989 die Orthodoxen dazu aufgerufen habe, am 1. September für die Schöpfung Gottes zu beten. Die Grundlage für den gesamtorthodoxen Aufruf, für die Schöpfung Gottes zu beten, sei die „Erkenntnis der Harmonie und Schönheit des Schöpfungsplans“, betonte Vater Radomir Kolundzic. Gerade die exponierte Position des Menschen im Prozess der Schöpfung beinhalte den Auftrag, „Gottes Schöpfungsplan für den Menschen und die Natur zu verwirklichen“.
„Die Erde ist nicht unser Eigentum, sondern ein Geschenk Gottes“
Nach der Hl. Liturgie, auf dem Seminar, das in den Räumen des Ostkirchlichen Instituts Regensburg stattgefunden hat, hielt Professor Radovan Bigovic von der Theologischen Fakultät Belgrad das Hauptreferat. Er erinnerte an die europäische Geistesgeschichte und die allmähliche Trennung des wissenschaftlichen und theologischen Denkens. Während die Wissenschaft dazu neigte, den Schöpfer zu negieren und anzugreifen, ignorierte die Theologie gelegentlich die Schöpfung. Dagegen plädierte der renommierte orthodoxe Theologe für eine holistische Betrachtungsweise und gegen die überlieferten Dichotomien von Geist und Materie.
Die Orthodoxie biete eine Fülle von Beispielen für den Respekt der Schöpfung Gottes gegenüber, erinnerte Erzpriester Radovan Bigovic. Kein Sakrament werde in der Orthodoxen Kirche ohne Materie vollzogen. Ein anderes Beispiel seihen die Weihgebete.
Im Kontext des Tages der Schöpfung sagte Professor Bigovic, dass es keine ökologische Wiedergeburt geben könne, wenn nicht alle Menschen daran teilnähmen, ungeachtet ihrer Konfession, Religion oder Weltanschauung. Dabei trage gerade die Judäo-christliche Zivilisation eine besondere Verantwortung, denn auf sie geht ein Großteil der Umweltverschmutzung und –zerstörung zurück: Ihre Gier führe dazu, dass andere Menschen vor Hunger sterben. Die Erde sei aber nicht unser Eigentum, sondern ein Geschenk Gottes, sagte Professor Bigovic auf dem Seminar der serbischen orthodoxen Priester in Regensburg.
Schließlich betonte der Belgrader Theologe auch, dass die Serbische Orthodoxe Diözese für Mitteleuropa als erste in der serbischen Orthodoxie den Tag der Schöpfung durch ein theologisches Seminar ehrte.
Nach Professor Bigovic hielt der Oberkirchenrat Dr. Johann Schneider von der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD, Hannover) das Korreferat des Seminars. Er betonte, dass die Orthodoxen einen großen Beitrag für den Schutz der Schöpfung Gottes leisten können und rief dazu auf, dass sich die serbischen orthodoxen Gemeinden in die Feiern des Tages der Schöpfung integrieren.
Auf katholischer Seite war ein Korreferat von Prälat Dr. Nikolaus Wyrwoll vom Ostkirchlichen Instituts Regensburg vorgesehen. Da dieser wegen anderweitiger Verpflichtungen verreisen musste, wurde sein Text den Seminarteilnehmern zur Verfügung gestellt.
Nach dem Seminar wurden Bischof Konstantin und die Priesterschaft vom Regensburger Oberbürgermeister Hans Schaidinger (CSU) im Fürstensaal des Rathauses empfangen. Der Oberbürgermeister hob die Wichtigkeit der serbischen Gemeinde für das Zusammenleben in der Stadt und bot seine Unterstützung bei den Vorhaben der SOK. Dafür dankte ihm Bischof Konstantin, der auch daran erinnerte, dass die Serbische Orthodoxe Kirchengemeinde Regensburg bereits seit 30 Jahren bestehe sowie dass die orthodoxen Serben auch als Studenten am Ostkirchlichen Institut vertreten seien. Schließlich wies der Bischof auch auf die symbolische Tatsache hin, dass Regensburg und Serbien durch den Fluss Donau verbunden sind, einen Fluss, der gerade bis Regensburg schiffbar sei.
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14. September 2009
„Perle der Stadt“ in Saalfelden geweiht
(SAALFELDEN) Die österreichische Stadt Saalfelden (rund 16.000 Einwohner) im Bundesland Salzburg war gestern Zeuge eines großen orthodoxen Festes. Der Diözesanbischof der Serbischen Orthodoxen Kirche (SOK) in Österreich, Deutschland, Liechtenstein und der Schweiz, Bischof Konstantin (Djokic), weihte dort das erste im traditionellen Stil gebaute serbische Gotteshaus in Österreich: Die Kirche der Versammlung der serbischen Heiligen.
Danach zelebrierte der Bischof in der neu geweihten Kirche die Hl. Liturgie unter Konzelebration des Gemeindepfarrers Jovan Alimpic und seines Vaters, Erzpriester Dragisa Alimpic, Pfarrer im nordserbischen Hrtkovci. Die Verbindung der Gemeinde zu anderen Gemeinden der Diözese wurde deutlich durch die Teilnahme eines Gesangsquartetts der serbischen orthodoxen Kirchengemeinde Zürich unter der Leitung des dortigen Pfarrers, Dr. Miroslav Simijonovic, am Gottesdienst. Wie gut integriert die serbische orthodoxe Kirchengemeinde in Saalfelden in die österreichische Gesellschaft ist, zeigte unter anderem das Mitsingen des Chores aus Saalfelden, in welchem auch ein ehemaliger Vizebürgermeister der Stadt, Ernst Pesentheiner, sang.
Nach den Gottesdiensten feierten etwa 1.000 Mitglieder und Gäste der Gemeinde ihr Patronatsfest im Kongresszentrum Saalfelden. Dabei kam ihre Integriertheit in die österreichische Gesellschaft wieder deutlich zum Ausdruck, denn auf der Feier sprachen nicht nur Bischof Konstantin und der serbische Generalkonsul Zoran Jeremic aus Salzburg, sondern auch der Bürgermeister der Stadt Saalfelden, Günter Schied, Pfarrer Roland Rasser von der Römisch-katholischen Kirche sowie Pfarrer Robert Jonischkeit von der Evangelischen Kirchengemeinde. Bürgermeister Schied unterstrich in seiner Rede die Schönheit der serbischen orthodoxen Kirche in Saalfelden und lobte die Bemühungen von Pfarrer Jovan Alimpic, der auch selbst bei den Bauarbeiten aushalf.
Die etwa 2.000 Mitglieder umfassende Serbische Orthodoxe Kirchengemeinde in Saalfelden, die der Serbischen Orthodoxen Diözese für Mitteleuropa gehört, hat in nur acht Jahren ihr eigenes Gotteshaus gebaut. Maßgeblich haben ihr darin die serbischen Handwerker aus der Region geholfen, die ehrenamtlich gearbeitet haben: Dadurch konnten etwa 200.000 EUR gespart werden!
Die Serbische Orthodoxe Kirchengemeinde Wien beteiligte sich maßgeblich an der Finanzierung des Bauvorhabens. Auch das römisch-katholische Erzbistum Salzburg und die Evangelische Kirchengemeinde Saalfelden haben den Bau der neuen Kirche finanziell unterstützt. Darüber hinaus haben sie die serbische orthodoxe Gemeinde dadurch gefördert, dass sie jahrelang ihre eigenen Gottesdiensträume der Gemeinde zur Verfügung gestellt hatten. In einem Gespräch mit SOK AKTUELL betonte Pfarrer Jovan Alimpic die selbstlose Hilfe der beiden Kirchen und bezeugte seine große Dankbarkeit ihnen gegenüber. Er betonte auch seine Dankbarkeit der Gemeinde Saalfelden gegenüber. Sowohl Bürgermeister Günter Schied als auch der zweite Vizebürgermeister Erich Rohrmoser und der ehemalige Vizebürgermeister Ernst Pesentheiner haben von Anfang an den Bau der Kirche im traditionellen serbisch-byzantinischen Stil unterstützt, so Vater Jovan Alimpic: „Die Baugenehmigung war überhaupt kein Problem. Wir konnten auch ein wunderschönes Grundstück bekommen, das neben der evangelischen Kirche liegt!“
Der Entwurf für die Kirche der Versammlung der serbischen Heiligen in Saalfelden basiert auf dem Projekt der St.-Georg-Kirche im nordserbischen Hrtkovci (Srem / Vojvodina), in welcher der Vater des Gemeindepfarrers Jovan Alimpic zelebriert. Die Schönheit der serbischen orthodoxen Kirche in Saalfelden wird von den Bürgern so geschätzt, dass sie zuweilen als „Perle der Stadt“ bezeichnet wird.
Adresse: Serbische Orthodoxe Kirche, Palvenstraße 2, 5760 Saalfelden
e-Mail:
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Homepage (zurzeit nur auf Serbisch): http://www.spc-saalfelden.at SOK AKTUELL
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9. September 2009
Ankündigung: Seminar der Priesterschaft in Regensburg
(HILDESHEIM-HIMMELSTHÜR) Das Ostkirchliche Institut Regensburg und die Serbische Orthodoxe Kirchengemeinde in dieser Stadt sind die Gastgeber des am kommenden Sonntag und Montag stattfindenden Seminars der Priesterschaft der Serbischen Orthodoxen Diözese für Mitteleuropa. Die Veranstaltung findet aus Anlass des Tages der Schöpfung statt (1./14. September) und ist auch diesem Thema gewidmet.
Auch der Oberhirte der Serbischen Orthodoxen Kirche in Deutschland, Österreich und der Schweiz, Bischof Konstantin (Djokic), wird nach Regensburg kommen und
am Montag, dem 14. September, um 8 Uhr
in der Serbischen Orthodoxen Kirche des Hl. Simeon des Myronspendenden
Ostengasse 31
93047 Regensburg
an der Hl. Liturgie teilnehmen, die teilweise in deutscher Sprache zelebriert wird.
Der serbische orthodoxe Pfarrer aus Dortmund, Priester Radomir Kolundzic, wird die Predigt in deutscher Sprache halten. Zur Hl. Liturgie lädt die Diözese gerne ein.
Nach dem Seminar hat der Bürgermeister der Stadt Regensburg, Hans Schaidinger (CSU), Bischof Konstantin und die Priesterschaft zu einem Empfang um 16 Uhr eingeladen.
Im Rahmen des nichtöffentlichen Arbeitsteils des Seminars, das den Titel „Gott und Gottes Schöpfung“ trägt, wird am Montagmorgen der Theologieprofessor Radovan Bigovic, der an der Theologischen Fakultät Belgrad die Ökumenik lehrt, das Hauptreferat mit der Überschrift „Der Tag der Schöpfung Gottes im Kontext unseres Zusammenlebens mit ökumenischen Geschwistern, Nichtchristen und nicht gläubigen Menschen“ halten. Das Korreferat in Bezug auf die ökumenischen Aspekte der Schöpfungszeit hält der deutsche Orthodoxie-Experte Dr. Johann Schneider von der Evangelischen Kirche in Deutschland.
Die Diözese Mitteleuropa und ihre Priesterschaft sind dem Ostkirchlichen Institut und der Stadt Regensburg für ihre Gastfreundschaft sehr dankbar.
Bei Rückfragen in Bezug auf das Seminar in Regensburg steht Erzpriester Milan Pejic, der Vorsitzende der Priesterbruderschaft der Diözese Mitteleuropa, gerne zur Verfügung:
e-Mail:
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Mobil: 0173 232 09 92
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7. September 2009
Ankündigung: Weihe der Kirche in Saalfelden
(HILDESHEIM-HIMMELSTHÜR) Die neu gebaute serbische orthodoxe Kirche im österreichischen Saalfelden, Bundesland Salzburg, wird am kommenden Sonntag geweiht. Der Diözesanbischof der Serbischen Orthodoxen Kirche (SOK) in Mitteleuropa, Bischof Konstantin (Djokic), wird die Kirche weihen und danach auch die Hl. Liturgie zelebrieren. Die Weihe findet
am Sonntag, 13. September um 10 Uhr statt.
Die Adresse lautet:
Kirche der Versammlung der serbischen Heiligen
Palvenstraße 2
5760 Saalfelden
Kontakt: Vater Jovan Maric, Pfarrer in Saalfelden,
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Das Kirchengebäude wird etwa 200 Personen Platz bieten. Geplant wurde der Bau von einem Salzburger Architekturbüro. Einer der Architekten gehört selbst der Glaubensgemeinschaft. Dabei diente eine serbische orthodoxe Kirche in der Vojvodina (Nordserbien) als Inspiration. Die Kirchengemeinde in Saalfelden hat den Bau mit großer Unterstützung ihrer Gläubigen und insbesondere der Serbischen Orthodoxen Gemeinde in Wien durchgeführt, die den Bau mit 51.000 EUR förderte.
In Saalfelden werden serbische orthodoxe Gottesdienste seit 2001 zelebriert. Bisher dienten die evangelische Kirche in Saalfelden und das römisch-katholische Kloster in Bischofshofen als Gottesdienstorte. Im Bundesland Salzburg gibt es noch eine serbische orthodoxe Kirche in der Stadt Salzburg selbst. Auch dort entsteht zurzeit ein neues Kirchengebäude (s. Meldung unten). Im Bundesland Salzburg leben etwa 14.000 Gläubige der Serbischen Orthodoxen Kirche.
Fotos von der Weihe der Fundamente der Kirche in Saalfelden zu Ostern 2008 sind unter
http://www.spc-saalfelden.at/galerijenovo.php?WEBYEP_DI=17
abrufbar.
Kirchenfundamente in Salzburg geweiht
(SALZBURG) Der Oberhirte der Serbischen Orthodoxen Kirche in Deutschland, Österreich, Liechtenstein und der Schweiz, Bischof Konstantin (Djokic), hat gestern die Fundamente der neuen serbischen orthodoxen Kirche in Salzburg geweiht. Der neue Kirchenbau befindet sich in der Schmiedinger Straße 52. Die Kirche wird dem Schutz und Schirm der Gottesmutter gewidmet sein.
Die orthodoxen Serben in Salzburg zelebrieren zurzeit in einer Kirche am Bürgerspital-Platz (Nr. 2), die der Hl. Mutter Paraskeve gewidmet ist. Dort hatte Bischof Konstantin vor der Weihe der Fundamente der neuen Kirche am Sonntrag auch die Hl. Liturgie zelebriert. Das Kirchengebäude am Bürgerspital-Platz gehört der römisch-katholischen Kirche.
Die Kirchengemeinde Salzburg entstand 1945 durch Teilung der Kirchengemeinde Wien, der ersten serbischen orthodoxen Kirchengemeinde in Österreich. Diese existiert schon seit der Mitte des 19. Jh. Im österreichischen Bundesland Salzburg leben derzeit etwa 14.000 Angehörige der Serbischen Orthodoxen Kirche. Inzwischen gibt es im Bundesland noch ein serbisches Gotteshaus: Die Kirche der Versammlung der Hl. Serben, die am kommenden Sonntag geweiht werden soll (s. Artikel oben SOK AKTUELL
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7. September 2009
Kirche in Salzburg geweiht
(SALZBURG) Der Oberhirte der Serbischen Orthodoxen Kirche in Deutschland, Österreich, Liechtenstein und der Schweiz, Bischof Konstantin (Djokic), hat gestern die Fundamente der neuen serbischen orthodoxen Kirche in Salzburg geweiht. Der neue Kirchenbau befindet sich in der Schmiedinger Straße 52. Die Kirche wird dem Schutz und Schirm der Gottesmutter gewidmet sein.
Die orthodoxen Serben in Salzburg zelebrieren zurzeit in einer Kirche am Bürgerspital-Platz (Nr. 2), die der Hl. Mutter Paraskeve gewidmet ist. Dort hatte Bischof Konstantin vor der Weihe der Fundamente der neuen Kirche am Sonntrag auch die Hl. Liturgie zelebriert. Das Kirchengebäude am Bürgerspital-Platz gehört der römisch-katholischen Kirche.
Die Kirchengemeinde Salzburg entstand 1945 durch Teilung der Kirchengemeinde Wien, der ersten serbischen orthodoxen Kirchengemeinde in Österreich. Diese existiert schon seit der Mitte des 19. Jh. Im österreichischen Bundesland Salzburg leben derzeit etwa 14.000 Angehörige der Serbischen Orthodoxen Kirche. Inzwischen gibt es im Bundesland noch ein serbisches Gotteshaus: Die Kirche der Versammlung der Hl. Serben, die am kommenden Sonntag geweiht werden soll.
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3. September 2009
Übertragung der Hl. Liturgie im Radio
(DORTMUND) Am kommenden Sonntag, dem 6. September wird der Radio-Sender WDR 5 um 10 Uhr die Hl. Liturgie aus der Serbischen Orthodoxen Kirche in Dortmund übertragen. Die Sendung wird auch vom NDR übernommen.
Es zelebriert in deutscher Sprache Priester Radomir Kolundzic. Dazu singt der Gemeindechor unter der Leitung von Ludmila Geiger. Nach dem Gottesdienst wird der serbische orthodoxe Pfarrer auch eine Predigt in deutscher Sprache halten.
Die Sendung findet durch die Vermittlung der Kommission der Orthodoxen Kirchen in Deutschland (KOKiD) statt. Die genannten Radio-Sender übertragen einmal jährlich die Hl. Liturgie aus einer orthodoxen Kirche in Deutschland.
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1. September 2009
40 Gemeinden in 18 Jahren: Zum Jahrestag der Inthronisierung von Bischof Konstantin
(HILDESHEIM-HIMMELSTHÜR) Heute begeht der serbische orthodoxe Diözesanbischof von Mitteleuropa, Bischof Konstantin (Djokic) den 18. Jahrestag seiner Inthronisierung. Am 1. September 1991 wurde Bischof Konstantin von seinem Vorgänger, Bischof Lavrentije – dem heutigen Bischof von Sabac in Westserbien – in sein hohes Amt eingeführt. Anwesend waren dabei hohe Gäste wie Bischof Dositej von Britannien und Skandinavien sowie Prinz Tomislav Karadjordjevic, ein Bruder des letzten jugoslawischen Königs Peter II. Am 21. Juli desselben Jahres hat Bischof Konstantin in der Belgrader Kathedrale die Bischofsweihe empfangen, nachdem er am 23. Mai auf der Tagung des Hl. Konzils der Serbischen Orthooxe Kirche (SOK) zum Diözesanbischof von Mitteleuropa gewählt worden war.
Bischof Konstantin (bürgerlicher Name Krsta Djokic) wurde am 26. September in Gornje Crnjelovo in Semberien (Nordostbosnien) geboren. Nach der Grundschule in seinem Geburtsort ging er auf das Priesterseminar des Hl. Arsenije von Srem (Syrmien) in Sremski Karlovci (Karlowitz, Nordserbien) Mönch wurde er am 28. März 1970. An der Orthodoxen theologischen Fakultät Belgrad diplomierte er im Jahre 1974. Der spätere Bischof Konstantin arbeitete als Angestellter und Sekretär der Diözese Zvornik-Tuzla (Ostbosnien) zwischen 1970 und 1979 und verbrachte ein Jahr in Amerika, wo er die Sprache lernte und sich weiterbildete. Von 1978 bis 1982 war der spätere Diözesanbischof der SOK in Mitteleuropa Lehrer am Priesterseminar der Hl. Drei Hierarchen im Kloster Krka (Diözese Dalmatien, Kroatien). Von 1982 bis zu seiner Wahl zum Bischof im Jahr 1991 war er Professor und Haupttutor am Priesterseminar des Hl. Arsenije von Srem in Sremski Karlovci.
In den achtzehn Jahren seines Bischofsdienstes wurden in der Diözese Mitteleuropa etwa 40 neue Gemeinden eingerichtet. Mehrere größere Zentren der SOK bekamen neue Pfarreien, so dass heute in den meisten Großstädten auf dem Territorium der Diözese zwei oder sogar mehrere serbische orthodoxe Priester tätig sind. Bischof Konstantin förderte unermüdlich den Bau von neuen Kirchengebäuden, und hinterließ so eine sichtbare Spur der serbischen Orthodoxie in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Ebenfalls macht sich der Bischof für den Religionsunterricht an den Schulen stark und fördert die Studien der Kandidaten seiner Diözese an den orthodoxen theologischen Fakultäten in München, Belgrad und Foca.
Während des Bürgerkrieges in Jugoslawien wurde in der Diözese Mitteleuropa eine Diakonie-Kommission gegründet, die den notleidenden Menschen im ehemaligen Jugoslawien zumindest ein wenig helfen konnte. Auch wurde eine Kommission Kirche und Gesellschaft gegründet, die für die Kontakte zu den nichtorthodoxen Kirchen, den staatlichen Institutionen und der Zivilgesellschaft zuständig ist. Die Kommission organisiert, zusammen mit der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) auch die so genannten „Serbien-Tagungen“, die abwechselnd in Serbien und in Deutschland stattfinden und die maßgeblich zur Verständigung zwischen den Kirchen aber auch zwischen den Gesellschaften Deutschlands und Serbiens beitragen.
Gleichfalls wurde unter Bischof Konstantin der Informationsdienst SOK AKTUELL gegründet, der seit 2004 die ansonsten in deutscher Sprache kaum verfügbaren Informationen in Bezug auf die serbische Orthodoxie allen interessierten Medien und Lesern zur Verfügung stellt.
Wir gratulieren Bischof Konstantin zum Jahrestag seiner Inthronisierung und wünschen ihm alles erdenklich Gute von Gott für die Ausübung seines hohen Amtes! Na mnogaja ljeta! Auf viele Jahre
SOK AKTUELL
Informationsdienst der Serbischen Orthodoxen Diözese
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30. August 2009
Bischof Konstantin in Wien und Himmelsthür
Kosovo: Provokationen in Djakovica
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Bischof Konstantin in Wien und Himmelsthür
(WIEN / HILDESHEIM-HIMMELSTHÜR) Das Fest der Entschlafung der Hl. Gottesmutter (28. August) feierte Bischof Konstantin von Mitteleuropa mit zwei Gemeinden zusammen, die dieses Fest als Patronatsfest feiern: Mit der Serbischen Orthodoxen Gemeinde in Wien (17. Bezirk) und dem Kloster der Hl. Gottesmutter im niedersächischen Hildesheim-Himmelsthür.
Am Freitag zelebrierte Bischof Konstantin die Hl. Liturgie in der serbischen Gottesmutter-Kirche im 17. Bezirk der österreichischen Hauptstadt unter Konzelebration mehrerer Kleriker aus Österreich und Deutschland. In seiner Ansprache betonte Bischof Konstantin die Wichtigkeit des Gebets an die Gottesmutter als Beschützerin aller Christen. Anwesend waren, neben vielen serbischen orthodoxen Gläubigen auch Vertreter des österreichischen Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur sowie der Stadt Wien.
Im Gottesmutter-Kloster in Himmelsthür bei Hildesheim zelebrierte Bischof Konstantin die Hl. Liturgie am Samstag, dem 29. August unter Konzelebration mehrerer Priester aus Deutschland. Die Serbische Orthodoxe Kirchengemeinde in Hannover wirkte dabei als Gastgeberin der Feier.
Kosovo: Provokationen in Djakovica
(BELGRAD) Mehrere hundert Albaner haben sich am vergangenen Freitag vor der Kirche der Entschlafung der Gottesmutter in Djakovica (Kosovo-Metohija) versammelt und nach dem Gottesdienst unter beleidigenden Zurufen den Gläubigen der Serbischen Orthodoxen Kirche den Weg nach Hause versperrt. Diese waren nach Djakovica gekommen, um am Fest der Entschlafung der Gottesmutter und der Weihe der diesem Fest gewidmeten Kirche teilzunehmen. Viele von diesen Menschen waren zum ersten Mal seit 1999 in ihre Geburtsstadt zurückgekommen. Die gläubigen Serben konnten erst dann nach Hause fahren, als die kosovarischen Polizeikräfte Verstärkung bekamen.
Das Kosovo-Ministerium Serbiens verurteilte den Vorfall. SOK AKTUELL
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25. August 2009
Gottesdienstplan von Bischof Konstantin
(HILDESHEIM-HIMMELSTHÜR) Der Oberhirte der orthodoxen Serben in Deutschland, Österreich, Liechtenstein und der Schweiz, Bischof Konstantin (Djokic) von Mitteleuropa, wird in den nächsten Wochen die folgenden Gottesdienste zelebrieren:
Freitag, 28. August, Entschlafung der Hl. Gottesmutter, 10 Uhr: Wien
Heilige Liturgie
Kirche der Entschlafung der Hl. Gottesmutter
Steinergasse 3
1170 Wien
Samstag, 29. August, 10 Uhr: Hildesheim-Himmelsthür
Hl. Liturgie
Kloster der Hl. Gottesmutter
Obere Dorfstraße 12
31137 Hildesheim-Himmelsthür
Sonntag, 6. September, 10 Uhr: Salzburg
Hl. Liturgie
Kirche der Hl. Mutter Paraskeve
Bürgerspital-Platz 2
5020 Salzburg
Sonntag, 6. September, 14 Uhr: Salzburg
Weihe der Fundamente der neuen Kirche und des Pfarrhauses
Kirche der Hl. Gottesmutter
Schmiedinger Str. 52
5020 Salzburg
Sonntag, 13. September, 10 Uhr: Saalfelden, Österreich
Hl. Liturgie und Weihe der Kirche
Kirche der Versammlung der Hl. Serben
Pavlenstraße 2
5760 Saalfelden
Montag, 14. September, 10 Uhr: Regensburg
Hl. Liturgie
Kirche des Hl. Simeon des Myronspendenden
Ostengasse 31
93047 Regensburg
Sonntag, 20 September, 10 Uhr: Feldkirch
Hl. Liturgie
Frauenkirche
Churgasse 3
6800 Feldkirch
Montag, 21. September, Geburt der Hl. Gottesmutter: Bijeljina, Republik Srpska, Bosnien und Herzegowina
Weihe der Kathedrale und Hl. Liturgie
Sonntag, 27. September, Erhebung des Hl. Kreuzes, 10 Uhr: Köln
Hl. Liturgie
Kirche der Erhebung des Hl. Kreuzes des Herrn
Frankenplatz 15
51143 Köln-Porz
Weitere Informationen erteilt der Diözesansekretär, Hierdiakon Stefan (Jugovic):
Telefon: (00 49) 5121 64 034
e-Mail:
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24. August 2009
Ankündigung: Serbische Orthodoxe Kirche in Linz stellt sich vor
(LINZ) Im Rahmen von „Sonntagmorgen“ der Europäischen Kulturhauptstadt Linz09 laden Linzer Pfarreien und verschiedene christliche Konfessionen monatlich zu speziell gestalteten Sonntagsgottesdiensten ein. Am 30. August kann dadurch die Serbisch-orthodoxe Kirche Linz (Posthofstraße 41) kennen gelernt werden.
Der Gottesdienst wird vom serbischen orthodoxen Pfarrer, Erzpriester Dragan Micic, zusammen mit Priestern und Mitgliedern der rumänischen, russischen und georgischen Kirchen gefeiert. Speise und Trank, Volkstänze, Lieder und Chorgesang werden danach die Vielfalt der Kulturen Europas vor Augen führen. Im Erleben orthodoxer Gastfreundschaft und Geselligkeit und im Gespräch soll ein fruchtbarer Austausch stattfinden.
Programm: 10.00-12.00 Uhr: Hl. Liturgie 12.00 Uhr: Speisen und Getränke 13.00 Uhr: Volkstänze 14.00 Uhr: Serbische und Georgische Volkslieder 15.00 Uhr: Serbischer Chorgesang 17.00 Uhr: Ende
Die serbische orthodoxe Kirchengemeinde in Linz wurde 1969 gegründet und setzt sich aus orthodoxen Gläubigen aus den Ländern des ehemaligen Jugoslawiens (das kanonische Territorium der Serbischen Orthodoxen Kirche) sowie aus Bulgarien, Rumänien und Georgien zusammen.
Im Jahre 1991 übernahm die serbische orthodoxe Gemeinde Linz die wegen eines Neubaus funktionslos gewordene ehemalige katholische Kirche St. Severin in der Posthofstraße. Nach umfassenden Renovierungsarbeiten fand eine Neugestaltung des Inneren statt. Der Altarraum, die Wände und die Decke wurden mit Fresken ausgemalt, die Szenen aus dem Leben Christi von der Geburt bis zur Auferstehung zeigen. Neuer Blickfang ist das große Fresko des Hl. Severin, dem auch eine römisch-katholische Kirche in Linz gewidmet ist. Hl. Severin, der dritte bekannte Bischof von Köln, lebte im 4. Jh.
(Kommunikationsbüro der Diözese Linz / SOK AKTUELL) SOK AKTUELL
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12. August 2009
Kosovo: Albaner greift orthodoxen Diakon an
Wiederaufbau von Kirchen in Dalmatien
Angriff auf Kirche in Bosnien
Schriftsteller Danko Popovic tot. Metropolit Amfilohije liest die Totenandacht
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Kosovo: Albaner greift orthodoxen Diakon an
(KLOSTER GRACANICA) Ein Diakon der Serbischen Orthodoxen Kirche (SOK) wurde am vergangenen Samstag angegriffen, als er in seinem Auto an einem albanischen Hochzeitszug vorbeifahren wollte. Diakon Stevo Mitric, ein Kleriker der Diözese Raszien-Prizren war von Kosovska Mitrovica nach Velika Hoca gefahren, wo seine Familie auf ihn gewartet hatte. In der Ortschaft Orlate wollte er am Hochzeitszug einer albanischen Familie vorbeifahren, als ihm ein Auto den Weg versperrte. Der albanische Insasse dieses Fahrzeugs fing an, den Diakon auszufragen und versuchte, ihn aus seinem Auto zu zerren, was dieser ablehnte. Der Angreifer trat daraufhin mit Füßen gegen das Auto des Diakons und rief die anderen Mitglieder der Hochzeitsgesellschaft, ihm gleichzutun. Er beschädigte dabei das Auto stark; unter anderem zerbrach er die Windschutzscheibe.
Der Diakon konnte trotzdem unversehrt davonkommen und nach Velika Hoca weiterfahren. Sein Fahrzeug besaß die Nummernschilder von Novi Pazar, einer serbischen Stadt außerhalb des Kosovo, was wahrscheinlich der Grund für den Angriff war.
In einer Mitteilung verurteilte die Diözese Raszien-Prizren den Angriff und verlangte von Vertretern der Internationalen Gemeinschaft, dass der Angreifer bestraft werden möge.
Wiederaufbau von Kirchen in Dalmatien
(SIBENIK) Bischof Fotije von Dalmatien besuchte am vergangenen Freitag einige sich im Wiederaufbau befindende Objekte seiner Diözese. In der Pfarrei Obrovac nahm er die Arbeiten an der Kirche der Geburt der Gottesmutter in Bilisani in Augenschein. Inzwischen wurde das Dach dieser Kirche renoviert. Es stehen Arbeiten im Altarbereich bevor. Auch die Kirche des Hl. Georg in Zegar wurde von Bischof Fotije besucht: Dort wurden die Bauarbeiten an der Fassade der Kirche durchgeführt. Zusammen mit dem Pfarrer von Obrovac, Vater Sasa Drca und dem Hegoumen (Abt) des Klosters Krupa, Gavrilo (Stevanovic), besichtigte der Diözesanbischof auch die Kapelle der Einführung Marias in den Tempel im Kloster Krupa, die von Freskenmalern aus Russland bemalt wird.
Die Diözese von Dalmatien umfasst die kroatische Adria-Küste und deren Hinterland. Während der kriegerischen Auseinandersetzungen der 90er Jahre wurden viele serbische Dörfer in Dalmatien verlassen und die Kirchen und Klöster verwüstet oder zumindest beschädigt.
Angriff auf Kirche in Bosnien
(BIJELJINA) Die Kirche der Hl. Paraskeve von Trnovo auf Djurdjev Grad bei Zvornik in Ostbosnien wurde Anfang des Monats zur Zielscheibe unbekannter Angreifer. Der orthodoxe Pfarrer von Zvornik, Vater Rade Tesic, bestätigte, dass die Angreifer zwei Fenster gebrochen sowie die Grußikone und ihren Ständer sowie das Hl. Kreuz gestürzt haben. Darüber hinaus haben die Täter in das Innere der Kirche Steine und Betonblöcke geworfen. Vater Rade Tesic bewertete den Vorfall als eine „vandalische Tat voller Hass gegen die Kirche und dadurch auch gegen die orthodoxe Bevölkerung, die dieser Kirche treu ist“. Der Pfarrer betonte, dass die SOK von der Polizei verlangen werde, die Täter zu finden und das Gotteshaus zu schützen.
Die Kirche in Djurdjev Grad wurde seit ihrem Bau bereits 19-mal angegriffen.
Schriftsteller Danko Popovic tot. Metropolit Amfilohije liest die Totenandacht
(BELGRAD) Der renommierte serbische Schriftsteller und Mitglied der Serbischen Akademie der Wissenschaften und Künste, Danko Popovic, starb am vergangenen Freitag, dem 7. August in Kragujevac im Alter von 81 Jahren. Gestern wurde er im mittelserbischen Arandjelovac begraben. Die Totenandacht in der Bukovicka Kirche lasen Metropolit Amfilohije von Montenegro, der Stellvertreter von Patriarch Pavle I. und der Diözesanbischof Jovan von Sumadija. In der Trauergemeinde war unter anderem der in Deutschland lebende Prinz Karl Wladimir von Jugoslawien mit seiner Frau Prinzessin Brigitte. In seiner Ansprache bezog sich Metropolit Amfilohije auf das berühmteste Buch Popovics „Das Buch über Milutin“ („Knjiga o Milutinu“).
Danko Popovic wurde 1928 in Arandjelovac geboren. Er studierte Jura in Belgrad, wo er danach hauptsächlich lebte und arbeitete. Er schrieb mehrere Romane, Erzählungen und Drehbücher. SOK AKTUELL
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für Mitteleuropa
10. August 2009
Serbisches College in Australien
Feierliche Kirchenweihe in Montenegro
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Serbisches College in Australien
(SYDNEY) Der serbische orthodoxe Diözesanbischof von Australien und Neuseeland, Bischof Irinej (Dobrijevic), hat gestern die Heilige Liturgie auf den Fundamenten des künftigen College „Hl. Sava“ der Serbischen Orthodoxen Kirche (SOK) im Südwesten von Sydney zelebriert. Nach dem Gottesdienst überreichte der Bischof förmlich der ehemaligen Eigentümerin des Grundstücks, auf welchem das College gebaut wird, einen Check in Höhe von 1,8 Millionen Dollar. Dadurch wurde das Grundstück, das die Kirche vor 5 Jahren für 3,6 Millionen Dollar gekauft hatte, vollständig bezahlt.
Auf dem 86 ha großen Grundstück sollen eine Kirche, das College „Hl. Sava“ und ein Altenheim gebaut werden. Das College gehört der Diözese Australien-Neuseeland, wobei der Diözesanbischof der Vorsitzende des Vorstandes ist.
Feierliche Kirchenweihe in Montenegro
(CETINJE) Gestern wurde in der montenegrinischen Ortschaft Bare Moracke die neue Kirche der Heiligen Pantheleimon und Kliment (Clemens) durch Metropolit Amfilohije von Montenegro, Bischof Grigorije von Zahumlje-Herzegowina und Vikarbischof Teodosije von Lipljan geweiht.
Bare Moracke ist der Geburtsort von Metropolit Amfilohije. Am Gottesdienst nahmen unter anderem Botschafter Russlands, Frankreichs, Serbiens und der Ukraine teil.
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5. August 2009
Makedonische Delegation im Kloster Prohor von Pcinja
(BELGRAD) Das Kloster des Hl. Prohor von Pcinja in der südostserbischen Diözese Vranje wurde am vergangenen Sonntag, dem Tag des Hl. Elias (2. August) von einer hochrangigen Delegation des makedonischen Staates mit dem Parlamentspräsidenten Trajko Veljanovski an der Spitze besucht. In der makedonischen Delegation waren noch Außenminister Antonije Milososki sowie Ljubisa Georgijevski, der makedonische Botschafter in Serbien. Der Anlass für den Besuch war das 65-jährige Jubiläum einer im Kloster stattgefundenen Versammlung aus dem Kriegsjahr 44, die für makedonische Geschichte von Bedeutung ist.
Die makedonische Delegation wurde im Namen des Hl. Synods der Serbischen Orthodoxen Kirche (SOK) von Bischof Irinej von Backa begrüßt. Auch der Diözesanbischof Pahomije von Vranje hieß die Delegation willkommen. Nach dem Gespräch mit der makedonischen Delegation wurde auch eine Gruppe von Vertretern der serbisch-makedonischen Gesellschaft „Goce Delcev“ von den Bischöfen der SOK empfangen.
In der Vergangenheit hatte es Spannungen zwischen dem makedonischen Staat und der SOK gegeben, da makedonische Behörden den Erzbischof und die Gläubigen der Erzdiözese von Ohrid, die der SOK angehört, verfolgt hatten. Das Treffen am Hl.-Elias-Tag – einem der makedonischen Nationalfeiertage – im Kloster Prohor von Pcinja ist daher als ein hoffnungsvolles Ereignis zu bewerten.
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28. Juli 2009
Anglikanischer Bischof im Patriarchat
Italienischer Botschafter besucht Metropolit Nikolaj von Dabar-Bosnien
Große Weihe der Kirche in Bugojno
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Anglikanischer Bischof im Patriarchat
(BELGRAD) Der für Europa zuständige anglikanische Bischof David Hamid hat gestern das Serbische Patriarchat besucht. Dort wurde er von Bischof Atanasije von Hvosno, dem Vikar des Serbischen Patriarchen, empfangen, der den hohen Gast im Namen von Patriarch Pavle und seinem Stellvertreter Metropolit Amfilohije von Montenegro begrüßte. Bischof Hamid überbrachte die Grüße des Erzbischofs von Canterbury, Rowan Williams.
Bischof Atanasije informierte Bischof David über die sehr schwere Lage der Serben im Kosovo-Metohija. Der Gast aus der Church of England versicherte, dass er diese Informationen weiter transportieren werde. Er sagte, die Gremien aller Kirchen sollten ihre Stimme erheben, um die Menschenrechte der Serben im Kosovo-Metohija zu wahren sowie die serbischen Kirchen, Klöster und kulturgeschichtlichen Denkmäler zu schützen. Bischof David versprach eine vielschichtige Zusammenarbeit und Hilfe für die Serbische Orthodoxe Kirche (SOK) und die Serben.
Bischof David Hamid ist seit 2002 Bischof der Church of England. Er ist Suffragan des anglikanischen Bischofs von Gibraltar in Europa, Geoffrey Rowell.
Italienischer Botschafter besucht Metropolit Nikolaj von Dabar-Bosnien
(SARAJEVO) Metropolit Nikolaj von Dabar-Bosnien hat am vergangenen Freitag den italienischen Botschafter in Bosnien-Herzegowina, Raimondo de Cardona, empfangen. Im Gespräch mit Cardona betonte der serbische orthodoxe Oberhirte die guten Beziehungen zwischen Italienern und Serben sowie zwischen den beiden Kirchen, denen diese Völker angehören. Er äußerte seine Dankbarket dem italienischen Volk gegenüber für die Hilfe im Rahmen der Friedensmissionen in Bosnien-Herzegowina und Kosovo-Metohija.
Die Lage der Orthodoxen auf dem Territorium seiner Metropolie im Rahmen der Föderation Bosnien-Herzegowina (kroatisch-muslischer Landesteil) sei besser als unmittelbar nach dem Krieg, sagte Metropolit Nikolaj. Sie sei aber noch nicht zufrieden stellend. Die Situation im Lande bessere sich, aber nicht schnell genug, unterstrich der ranghöchste Vertreter der SOK in Bosnien-Herzegowina. Als positives Beispiel für die zwischenkirchliche und interreligiöse Zusammenarbeit nannte der Metropolit die gemeinsame Arbeit im Interreligiösen Rat Bosniens. Darüber hinaus informierte Metropolit Nikolaj von Dabar-Bosnien den Botschafter über die Geschichte seiner Metropolie und der SOK in Bosnien-Herzegowina.
Große Weihe der Kirche in Bugojno
(SARAJEVO) Am vergangenen Samstag weihte Metropolit Nikolaj von Dabar-Bosnien die wieder aufgebaute Kirche der Geburt der Gottesmutter in Bugojno. Auch zelebrierte der Metropolit, zusammen mit neun Priestern und einem Diakon, die Hl. Liturgie in der Kirche.
Die Kirche der Geburt der Gottesmutter im bosnischen Bugojno wurde 1853 erbaut. Im Jahre 1992 wurde sie von kroatischen Streitkräften gesprengt und zerstört. Die Stadt verließen darauf hin sowohl der orthodoxe Gemeindepfarrer als auch der Großteil der orthodoxen Serben. Der Wiederaufbau der Kirche in Bugojno dauerte acht Jahre. In dieser Zeit gab es zwei Versuche, die Kirche in Brand zu setzen. Auch wurde dreimal in die Kirche eingebrochen.
Den Großteil der für den Wiederaufbau notwendigen Mittel stellte die Metropolie von Dabar-Bosnien zur Verfügung. Einen Teil spendeten die Gläubigen. Auch die Gemeinde, der Kanton und die Föderation bewilligten Mittel für den Wiederaufbau der Kirche in Bugojno. SOK AKTUELL
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27. Juli 2009
Andacht für ermordete serbische Feldarbeiter im Kosovo-Metohija. Aqua Park beim Friedhof.
Feier im Erzengelkloster bei Prizren
Sarajevo: Einbruch in orthodoxe Kirche
Italienischer Botschafter im serbischen Patriarchat
Serbischer Botschafter in Kenia bei Metropolit Amfilohije
Wiederaufbau des mittelalterlichen Klosters bei Srebrenica
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Andacht für ermordete serbische Feldarbeiter im Kosovo-Metohija. Aqua Park beim Friedhof.
(KLOSTER GRACANICA) Bischof Artemije von Raszien-Prizren und Kosovo-Metohija feierte am vergangenen Donnerstag eine Totenandacht für die vierzehn serbischen Feldarbeiter – darunter auch ein Siebzehnjähriger – aus Staro Gracko bei Lipljan im Kosovo, die vor zehn Jahren von Unbekannten erschossen worden waren. Die Andacht fand im Zentrum von Staro Gracko, vor einer Gedenktafel für die Ermordeten, statt. An der Andacht nahm auch Dragan Patkovic, ein hoher Vertreter des Ministeriums für Kosovo-Metohija in der Regierung Serbiens, teil.
Aus Sicherheitsgründen konnten die Serben aus der Ortschaft auch in diesem Jahr die Gräber ihrer Angehörigen nicht besuchen: Laut einer Mitteilung von „KiM Radio“ befinden sich auf dem Friedhof Landminen. Darüber hinaus seien die Serben durch die Bauarbeiten gegenüber dem Friedhof verunsichert, wo die albanische Bevölkerung einen „Aqua Park“ baut.
In seiner Ansprache nach der Andacht sagte Bischof Artemije von Raszien-Prizren, es sei eine Aufgabe der internationalen Gemeinschaft, die Mörder von Staro Gracko zu finden und sie vor Gericht zu stellen. Der Bischof betete zu Gott, den Serben die Kraft zu geben, in ihren Ortschaften im Kosovo-Metohija zu bleiben.
Vor zehn Jahren, am 23. Juli 1999, wurden in Staro Gracko 14 serbische Feldarbeiter auf ihren Äckern aus Feuerwaffen beschossen und getötet: Andrija Odalovic, Jovica und Rade Zivic, Slobodan, Mile, Novica und Momir Janicijevic, Stanimir und Bosko Djekic, Sasa und Ljubisa Cvejic, Nikola Stojanovic, Miodrag Tepsic und Milovan Jovanovic. Die Täter sind weiterhin unbekannt.
Feier im Erzengelkloster bei Prizren
(KLOSTER VISOKI DECANI) Mehrere Hundert Gläubige aus Kosovo-Metohija, Belgrad, Nis, Kragujevac und Novi Sad feierten gestern das Patronatsfest des Erzengelklosters bei Prizren. Die Hl. Liturgie zelebrierte Bischof Artemije von Raszien-Prizren. Der für Kosovo-Metohija zuständige Oberhirte der Serbischen Orthodoxen Kirche (SOK) rief die Serben dazu auf, nach Prizren zurückzukehren. Er erinnerte daran, dass ein Priester bereits in die orthodoxe Kathedrale von Prizren zurückgekehrt sei und dort zelebriere.
Prizren ist die traditionelle Bischofsstadt der Diözese Raszien-Prizren und war ein bedeutendes kulturelles Zentrum der Serben im Kosovo-Metohija. Derzeit befindet sich das Zentrum der Diözese Raszien-Prizren und die Residenz von Bischof Artemije im Kloster Gracanica nahe Pristina.
Sarajevo: Einbruch in orthodoxe Kirche
(SARAJEVO) Unbekannte Täter sind in der Nacht vom Freitag auf Samstag in die serbische orthodoxe Kirche der Verklärung des Herrn in der bosnischen Hauptstadt eingebrochen. Außerdem drangen die Täter in den Kerzenverkaufsstand der Kirchengemeinde ein. Es wurde materieller Schaden eingerichtet und eine geringe Menge Geld entwendet. Nach Worten des Gemeindepfarrers V. Jadran Danilovic ist dies der nunmehr dritte Einbruch in die Kirche innerhalb von nur einem Monat. In den letzten 7-8 Jahren habe es, laut V. Danilovic, sogar mehr als 20 Vorfälle um die Kirche gegeben: unter anderem Einbrüche und beleidigende Graffiti. Die bosnische Polizei hat Ermittlungen aufgenommen.
Italienischer Botschafter im serbischen Patriarchat
(BELGRAD) Der Stellvertreter des Serbischen Patriarchen Pavle I., Metropolit Amfilohije von Montenegro, hat am vergangenen Freitag den neuen Botschafter Italiens in Serbien, Armando Varicchio, empfangen.
Im Gespräch mit dem Metropoliten betonte der Botschafter die historische Freundschaft zwischen Serben und Italienern sowie die religiösen Gefühle, die die Essenz der europäischen Kultur ausmachen. Italien beabsichtige fest, die Heiligtümer im Kosovo-Metohija, die als Perlen serbischer Spiritualität, aber auch als Perlen europäischen Erbes anzusehen seien, zu bewahren. Einige der wichtigsten serbischen Heiligtümer im Kosovo-Metohija, etwa das Patriarchatskloster von Pec und das Kloster Visoki Decani, befinden sich in der italienischen militärischen Verwaltungszone.
Metropolit Amfilohije von Montenegro unterstrich im Gespräch mit Botschafter Varicchio die große historische Rolle Roms und erinnerte an die kulturellen Verbindungen der Serben mit dem römischen Kulturkreis. Viele westliche Meister haben sich beim Bau der mittelalterlichen serbischen Kirchen und Klöster beteiligt, betonte der Stellvertreter von Patriarch Pavle I. Der italienische Botschafter äußerte seinen Wunsch, die serbischen Heiligtümer möglichst bald zu besichtigen.
Am Ende des Gesprächs versprach Botschafter Varrichio eine vielschichtige Zusammenarbeit mit der SOK und dem serbischen Staat.
Serbischer Botschafter in Kenia bei Metropolit Amfilohije
(BELGRAD) Metropolit Amfilohije von Montenegro empfing am vergangenen Freitag den neu ernannten serbischen Botschafter in Kenia, Zdravko Bisic. Der Botschafter sprach über die Bedeutung der Sorge für die Serben in Kenia und erwähnte den Wunsch der dortigen russischen Gemeinde, in Kenia eine orthodoxe Kirche zu errichten. Der Stellvertreter des Serbischen Patriarchen wünschte dem Diplomaten Glück in seiner bevorstehenden Mission, segnete ihn und wünschte ihm eine gute Reise.
Wiederaufbau des mittelalterlichen Klosters bei Srebrenica
(BIJELJINA) Am vergangenen Dienstag wurde auf den neu entdeckten Fundamenten des mittelalterlichen Hl.-Prokopios-Klosters auf dem Berg Buljim bei Srebrenica in Ostbosnien das Patronatsfest des Klosters, das nun wieder aufgebaut werden soll, gefeiert. Die Hl. Liturgie zelebrierten die Priester und Mönche der Diözese Zvornik-Tuzla, auf deren Territorium sich das Kloster befindet.
Die Gründung der Diözese Zvornik-Tuzla wird mit dem Namen des serbischen Königs Stefan Dragutin in Verbindung gebracht. Dragutin bekam im Jahre 1284 von seinem Schwiegervater, dem König von Ungarn, die Region Macva, Belgrad und Nordostbosnien, wo er bis zu seinem Tode im Jahr 1316 herrschte. Während der Herrschaft Dragutins wurden in Ostbosnien zahlreiche Klöster und Kirchen erbaut. Auch eine der serbischen Erzdiözese unterstehende Diözese wurde dort gegründet. Im 15. Jh. war das ostbosnische Srebrenica der Sitz eines orthodoxen Metropoliten.
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21. Juli 2009
Öffentliches Dokument der KEK erwähnt Kosovo-Metohija. Vollversammlung der KEK abgeschlossen. Bischof Grigorije ins Zentralkomitee gewählt
Kirchliches Jugendprojekt soll Diaspora-Serben mit der Heimat verbinden
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Öffentliches Dokument der KEK erwähnt Kosovo-Metohija. Vollversammlung der KEK abgeschlossen. Bischof Grigorije ins Zentralkomitee gewählt
(LYON) In einem öffentlichen Dokument (Public Issue) der Vollversammlung der Konferenz Europäischer Kirchen (KEK), die bis gestern in Lyon tagte, wird auch das brennende Problem von Kosovo-Metohija erwähnt werden. Auf Initiative der Delegation der Serbischen Orthodoxen Kirche (SOK) werden im Dokument die Menschenrechtsverletzungen, insbesondere die Verletzungen der religiösen Rechte der Gläubigen der SOK im Kosovo hervorgehoben.
Die SOK wird künftig im Zentralausschuss der KEK durch Bischof Grigorije von Zahumlje-Herzegowina (Trebinje) und die Diplomtheologin Julija Vidovic (Paris) vertreten werden: Die beiden Delegierten der SOK wurden gestern in einer Geheimabstimmung in das wichtigste Gremium der KEK gewählt.
In einer aktuellen Mitteilung des Serbischen Patriarchates äußerte die SOK ihre Zufriedenheit über die Entscheidungen der inzwischen abgeschlossenen KEK-Vollversammlung in Lyon. Die auf der Vollversammlung beschlossenen Richtlinien „öffnen die Tür für aktive und erfolgreiche Arbeit der Kirchendiplomatie der SOK“, heißt es in der Mitteilung.
Auf der diesjährigen, nunmehr dreizehnten Vollversammlung der KEK nahmen vier Delegierte des Hl. Synods der SOK teil: Bischof Grigorije von Zahumlje-Herzegowina als Delegationsleiter, Bischof Irinej von Australien und Neuseeland sowie die Diplomtheologen Julija Vidovic aus Paris und Petar Petkovic aus Belgrad. Bischof Irinej wurde am Anfang der Tagung zum Komoderator der KEK-Vollversammlung gewählt, während die Delegierte Julija Vidovic in den Politikausschuss gewählt wurde. Auf der Vollversammlung der KEK in Lyon nahmen über 700 Vertreter von 140 Kirchen und religiösen Organisationen teil. Mitglieder der KEK sind orthodoxe, altkatholische, anglikanische und protestantische Kirchen in Europa. Die Vollversammlung ist das oberste Organ der KEK. Sie besteht aus den Delegierten der Kirchen sowie aus Mitgliedern des Zentralkomitees. Die Vollversammlungen der KEK finden jede sechs Jahre statt. Auf der diesjährigen Vollversammlung, die unter dem Motto „Zur einen Hoffnung in Christus berufen“ (Epheser 4,4) stattfand, wurde auch das 50. Jubiläum der Organisation begangen.
Kirchliches Jugendprojekt soll Diaspora-Serben mit der Heimat verbinden
(SABAC) Laut einer heutigen Meldung des Info-Dienstes „Svetigora“ hat im Kloster des Hl. Nikolaj im westserbischen Soko Grad, Diözese Sabac, das diesjährige Projekt „Moba“ begonnen. Das Ziel des jährlich stattfindenden Projekts ist die Verbindung von jungen Serben aus der Diaspora mit den Serben aus Serbien und anderen Ländern Südosteuropas. Laut Priester Zivorad Selenic, Sekretär der Diözese Sabac, wächst die Zahl der am Projekt Teilnehmenden alljährlich. Der Veranstalter des „Moba“-Projekts ist die Serbische Orthodoxe Diözese von Sabac, deren Bischof Lavrentije (Trifunovic) früher als Diaspora-Bischof der SOK für Westeuropa und Australien und später für Mitteleuropa tätig gewesen war.
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20. Juli 2009
Teilnahme der SOK an der KEK-Vollversammlung
Metropolit Amfilohije empfängt schweizerischen Botschafter
Premier Mujezinovic bei Metropolit Nikolaj
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Teilnahme der SOK an der KEK-Vollversammlung
(LYON) Auf der vom 15. bis zum 21. Juli in Lyon stattfindenden Vollversammlung der Konferenz Europäischer Kirchen (KEK) nehmen auch Vertreter der Serbischen Orthodoxen Kirche (SOK) teil. Die Delegation des Hl. Synods der SOK wird von Bischof Grigorije von Zahumlje-Herzegowina geleitet. Außerdem gehören der Delegation Bischof Irinej von Australien und Neuseeland sowie die Diplomtheologen Julija Vidovic aus Paris und Petar Petkovic aus Belgrad an. Am ersten Tag der Vollversammlung wurde Bischof Irinej zum Komoderator der Versammlung gewählt, während die Delegierte Julija Vidovic in den Politikausschuss der KEK gewählt wurde.
In einer aktuellen Mitteilung des Serbischen Patriarchates wird betont, dass die Delegation der SOK von der KEK fordere, „auf dem gesamten kanonischen Territorium der SOK auch weiterhin alle Aspekte der gesellschafts-politischen Aktivitäten aufmerksam zu verfolgen und zu beaufsichtigen, damit die SOK theologisch und ekklesiologisch respektiert und nicht für staatliche und nationale Zwecke missbraucht werde.“ Darüber hinaus dankte die Delegation der SOK der KEK für ihre bisherige Arbeit in Montenegro. Sie betonte auch die Notwendigkeit, die kirchenpolitischen Geschehnisse in der Ehemaligen Jugoslawischen Republik Makedonien zu beobachten.
Auf der diesjährigen, nunmehr dreizehnten Vollversammlung der KEK in Lyon nehmen über 700 Vertreter von 140 Kirchen und religiösen Organisationen teil. Mitglieder der KEK sind orthodoxe, altkatholische, anglikanische und protestantische Kirchen in Europa. Die Vollversammlung ist das oberste Organ der KEK. Sie besteht aus den Delegierten der Kirchen sowie aus Mitgliedern des Zentralausschusses. Die Vollversammlungen der KEK finden jede sechs Jahre statt. Auf der diesjährigen Vollversammlung, die unter dem Motto „Zur einen Hoffnung in Christus berufen“ (Epheser 4,4) stattfindet, wird auch das 50. Jubiläum der Organisation begangen.
Metropolit Amfilohije empfängt schweizerischen Botschafter
(BELGRAD) Der Stellvertreter von Patriarch Pavle I., Metropolit Amfilohije von Montenegro, hat am vergangenen Freitag den Botschafter der Schweiz in Serbien, Erwin Helmut Hofer, empfangen. Der Metropolit machte den Diplomaten mit der Situation der SOK im Kosovo-Metohija, Montenegro und Bosnien-Herzegowina bekannt. Er erinnerte an die Stellung von Kosovo-Metohija in der serbischen Geschichte und Tradition und äußerte sich besorgt über den Zustand der Serben in dieser Region. In diesem Zusammenhang betonte der Metropolit die Bedeutung der Wahrung des Friedens und des Schutzes der Heiligtümer der SOK und der kulturhistorischen Denkmäler in der südlichen serbischen Provinz.
Metropolit Amfilohije war im Mai diesen Jahres auch selbst, zusammen mit Bischof Konstantin von Mitteleuropa, zu Besuch in den serbischen orthodoxen Kirchengemeinden in der Schweiz.
Premier Mujezinovic bei Metropolit Nikolaj
(SARAJEVO) Mustafa Mujezinovic, der neue Premierminister der bosnisch-herzegowinischen Föderation, des muslimisch-kroatischen Landesteils, hat am vergangenen Mittwoch den ranghöchsten Vertreter der SOK in Bosnien-Herzegowina, Metropolit Nikolaj von Dabar-Bosnien, in Sarajevo besucht. Der Metropolit dankte dem Premier für seinen Besuch und gratulierte ihm zum Wahlsieg. Auch äußerte er die Hoffnung, dass Mujezinovic zu den Lösungen der vielen Probleme zum Wohle aller drei Ethnien in Bosnien-Herzegowina beitragen werde.
Der serbische orthodoxe Oberhirte informierte den Premier über den misslichen Zustand in Bezug auf die enteigneten Besitztümer der SOK, die nicht zurückgegeben werden. Insbesondere erinnerte Metropolit Nikolaj an den Fall des enteigneten Gebäudes des orthodoxen Priesterseminars von Sarajevo, das heute die Fakultät für Wirtschaftswissenschaften behaust. Der Metropolit pointierte, dass, während die Islamische Gemeinschaft in Sarajevo eine Fakultät und die Römisch-katholische Kirche zwei Hochschulen haben, die SOK über keine solche Institution verfüge, obwohl man unentwegt über die Gleichberechtigung rede.
Premier Mujezinovic sagte, er sei damit einverstanden, dass die Eigentumsfrage zu lösen sei und dass jeder das Seine bekommen solle. Jedoch seien für diesen Prozess Mittel und Pläne notwendig, fügte er hinzu. Mujezinovic sagte, dass man in die strategischen Pläne der neuen Regierung der Föderation Bosnien-Herzegowina auch die Frage der Rückgabe des serbischen orthodoxen Priesterseminars in Sarajevo integrieren werde. SOK AKTUELL
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8. Juli 2009
Vorbereitungen für das Jubiläum der Kirchengemeinde Wien
Bischof Konstantin in Innsbruck und Himmelsthür
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Vorbereitungen für das Jubiläum der Kirchengemeinde Wien
(WIEN) Bischof Konstantin von Mitteleuropa hat am vergangenen Freitag, dem 3. Juli, in Wien mit Vertretern der österreichischen Regierung über das bevorstehende Jubiläum der dortigen Serbischen Orthodoxen Kirchengemeinde gesprochen. Nächstes Jahr wird die 1860 gegründete Gemeinde 150 Jahre ihres Bestehens feiern. Im Rahmen der Feierlichkeiten ist unter anderem eine große Ikonenausstellung geplant.
Die Serbische Orthodoxe Kirchengemeinde in Wien ist die älteste Kirchengemeinde in der Diözese Mitteleuropa. Ihre erste, dem Hl. Sava gewidmete Kirche wurde noch 1893 geweiht. Inzwischen besteht die Gemeinde aus sechs Pfarreien, die sechs Priester und ein Diakon betreuen. Die Gemeinde, die den Status einer Körperschaft des öffentlichen Rechts genießt, verfügt über drei Kirchen: die bereits erwähnte Kirche des Hl. Sava, die Kirche der Entschlafung der Gottesmutter (geweiht 1970 und 2002) sowie die Kirche der Auferstehung Christi (geweiht 2002 und 2007).
Nach Angaben von „Statistik Austria“ lebten im Jahre 2001 in Wien 143.077 Menschen aus dem damaligen Serbien und Montenegro. Davon bekannten sich 74.198 zur Serbischen Orthodoxen Kirche (SOK). 97.824 Wiener hatte Serbisch als zweite Umgangssprache. Serbisch ist damit die zweite Sprache Wiens. Laut Angaben der Zeitung „Die Presse“ gab es 2008 in Österreich sogar 11 serbischsprachige Medien.
Die Serben sind in der österreichischen Hauptstadt seit Jahrhunderten präsent. In Wien gab auch der Sprachreformer Vuk Stefanovic Karadzic das erste „Serbische Wörterbuch“ (Serbisch-Deutsch-Latein) heraus. Er starb auch 1864 in Wien. Die Geschichte der Wiener Serben hat der serbische Kunsthistoriker Dejan Medakovic in seinem Buch „Serben in Wien“ bearbeitet (deutsche Ausgabe: Prometej, 2001).
Bischof Konstantin in Innsbruck und Himmelsthür
(INNSBRUCK / HILDESHEIM-HIMMELSTHÜR) Am vergangenen Sonntag zelebrierte Bischof Konstantin von Mitteleuropa die Hl. Liturgie in Innsbruck. Dort fand auch eine Versammlung der Gemeinde anlässlich der Beantragung des Status einer Körperschaft des Öffentlichen Rechts statt.
Die Kichengemeinde Innsbruck wurde 1992 gegründet und betreut orthodoxe Serben in ganz Tirol.
Das Fest der Geburt des Hl. Johannes des Täufers (7. Juli) feierte der Bischof im Gottesmutter-Kloster in Himmelsthür, wo sich auch sein Sitz befindet. SOK AKTUELL
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6. Juli 2009
St.-Veits-Tag in der Diözese Mitteleuropa
(HILDESHEIM-HIMMELSTHÜR) Der St.-Veits-Tag (28. Juni), an welchem die Serbische Orthodoxe Kirche (SOK) des in der Schlacht von Amselfeld (Kosovo Polje, 1389) gefallenen Fürsten Lazar Hrebeljanovic gedenkt, wurde in der Serbischen Orthodoxen Diözese für Mitteleuropa feierlich begangen. Bischof Konstantin zelebrierte am Samstag, dem 27. Juni, die Hl. Liturgie in der Hl.-Georg-Kirche in Osnabrück. Danach fand eine Totenandacht auf der serbischen Parzelle am Osnabrücker Friedhof statt, wo auch ein Gedenkstein an die im Offizierslager Osnabrück während des Zweiten Weltkrieges gestorbenen serbischen Offiziere erinnert. Dabei wurden im Gebet auch die Namen der 112 serbischen Offiziere erwähnt, die am 6. Dezember 1944 im Bombardement der Alliierten getötet worden waren. Die Kirchengemeinde Osnabrück und das serbische Generalkonsulat Hamburg legten Kränze vor den Gedenkstein nieder.
Am St.-Veits-Tag selbst zelebrierte Bischof Konstantin die Hl. Liturgie in Kassel, wo die serbische orthodoxe Kirche dem Hl. Fürsten und Großmärtyrer Lazar gewidmet ist, so dass der 28. Juli das Patronsfest der Kirche ist. Der Administrator der dortige Pfarrei, Vater Simon Turkic aus Frankfurt, wurde aus Anlass der Feier von Bischof Konstantin zum Erzpriester befördert.
In der Kirchengemeinde des Hl. Sava in Berlin wurde nach der liturgischen Feier des St.-Veits-Tages und der Totenandacht am 28. Juni auch ein Theaterstück über die Schlacht von Amselfeld aufgeführt. Die Aufführenden waren Schüler der serbischen orthodoxen kirchlichen Schule in Berlin.
Die Pfarrei für Würtemberg mit Sitz in Stuttgart hat, zusammen mit dem dortigen serbischen Generalkonsulat, die St.-Veits-Feier am vergangenen Samstag, dem 4. Juli, stattfinden lassen. Nach einer Totenandacht in der Stuttgarter Kirche der Versammlung aller heiligen Serben wurde eine feierliche Akademie veranstaltet, an welcher die Schüler der kirchlichen Schule aus Esslingen, Stuttgart, Sindelfingen, Ludwigsburg, Leonberg, Ulm und Göppingen teilgenommen haben.
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26. Juni 2009
„Töte den Serben“: Graffiti in Kroatien
Objekte der SOK im Kosovo-Metohija renoviert
Ankündigung: St.-Veits-Tag in Berlin
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„Töte den Serben“: Graffiti in Kroatien
(OSIJEK) In der Nacht vom 21. auf den 22. Juni haben Unbekannte am Eingang in den Hof der Serbischen Orthodoxen Kirche des Hl. Nikolaus in der Ortschaft Mirkovci bei Vinkovci (Kroatien) serbenfeindliche Graffiti an die Mauern angebracht. Laut einer Meldung der Diözese Osijecko Polje-Baranja lauteten die Hassbotschaften „Töte den Serben“ und „[Hängt] Serben auf Weiden [auf]“. Die Diözese erinnert, dass dies nicht der erste Einschüchterungsversuch den in der Ortschaft verbleibenden Serben gegenüber ist. In diesem Zusammenhang wird in der Mitteilung der Diözese auch daran erinnert, dass ein Denkmal für die serbischen Opfer des kroatischen Bürgerkrieges nach Geheiß der Kommunalverwaltung zerstört worden sei. Die Überreste des Denkmals befinden sich auf einem Müllhaufen der Kommunalbetriebe.
Objekte der SOK im Kosovo-Metohija renoviert
(KLOSTER VISOKI DECANI / KOSOVO-METOHIJA) Der serbische orthodoxe Bischof Artemije von Raszien-Prizren hat am vergangenen Montag die Schlüssel der Hl.-Georg-Kirche, des Priesterseminars und des Bischofshauses seiner Diözese in Prizren (Kosovo-Metohija) offiziell in Empfang genommen. Die Schlüssel wurden Bischof Artemije von Bischof Irinej von Nis, dem Gesandten des Hl. Synods der SOK, überreicht. Bischof Irinej sagte, man erwarte, dass Bischof Artemije nach Prizren zurückkehren werde. Der Bischofsitz der Diözese Raszien-Prizren befindet sich zurzeit im Kloster Gracanica bei Pristina.
Ankündigung: St.-Veits-Tag in Berlin und Hannover
(BERLIN) In der serbischen orthodoxen Kirche des Hl. Sava in Berlin (Ruppiner Straße 28, 13355 Berlin-Wedding, Telefon 030 464 40 60, U-Bahn Voltastraße) wird am kommenden Sonntag eine Feier zu Ehren des St.-Veits-Tages stattfinden. Zugleich feiert die dortige kirchliche Schule das Ende des Schuljahres. Die Kinder aus der Schule und der Gemeinde werden ein Theaterstück über die Schlacht von Amselfeld aufführen, die am St.-Veits-Tag des Jahres 1389 in der Nähe der heutigen Stadt Pristina im Kosovo stattgefunden hatte. Die Aufführung des serbischsprachigen Stückes wird nach der Hl. Liturgie und einem Gedenkgottesdienst stattfinden. Die Kirchengemeinde Berlin lädt herzlich dazu ein.
Auch die Kirchengemeinde Hannover (Mengendamm 16c, 30177 Hannover, Telefon 0511 394 19 24) hat eine liturgische Feier am St.-Veits-Tag angekündigt. Die Hl. Liturgie beginnt in der dortigen Kirche des Hl. Sava um 10.00 Uhr. Danach findet eine Totenandacht statt. Ebenfalls sollen in allen anderen Kirchen der Diözese für Mitteleuropa an diesem Tag Gottestdienste stattfinden.
Der St.-Veits-Tag (serbisch: „Vidovdan“) wird als einer der wichtigsten Tage der serbischen Geschichte wahrgenommen. An diesem Tag kämpfte im Jahr 1389 eine christlische Armee unter der Führung des serbischen Fürsten Lazar Hrebeljanovic gegen das Heer der Osmanen unter Sultan Murat I. Beide Herrscher starben in der Schlacht. Obwohl die Niederlage der Serben keineswegs offensichtlich war, gelten die Osmanen als Sieger der Schlacht von Amselfeld. Nach dem Tode des Fürsten Lazar wurde sein Staat den Osmanen tributpflichtig, um Mitte des 15. Jh. entgültig unter osmanische Herrschaft zu fallen.
Die Serbische Orthodoxe Kirche (SOK) gedenkt am 28. Juni des heiliggesprochenen Fürsten und Märtyrers Lazar und all derjenigen, die für den Glauben gefallen sind. Seit 1969 gedenkt die SOK am St.-Veits-Tag auch der serbischen Neumärtyrer. Traditionell werden in der SOK am St.-Veits-Tag Totenandachten gefeiert. In der Diözese für Mitteleuropa wird der St.-Veits-Tag in der Kirchengemeinde Osnabrück besonders feierlich begangen. Dort befand sich während des Zweiten Weltkrieges ein Offizierslager, in dem viele Serben interniert waren. Ebenfalls gibt es in Osnabrück einen serbischen orthodoxen Friedhof.
SOK AKTUELL Informationsdienst der Serbischen Orthodoxen Diözese für Mitteleuropa 17. Juni 2009 Bischof Konstantin weiht Grabmal für Einsteins erste Ehefrau Präsident Tadic spricht mit Hl. Synod --- Bischof Konstantin weiht Grabmal für Einsteins erste Ehefrau (ZÜRICH) Am vergangenen Sonntag weihte der serbische orthodoxe Bischof für Mitteleuropa, Konstantin (Djokic), nach der Hl. Liturgie das Grabmal von Albert Einsteins erster Ehefrau, Mileva Maric-Einstein, auf dem Friedhof Nordheim in Zürich. Anwesend waren unter anderem der serbische Diaspora-Minister Srdjan Sreckovic und der Botschafter Serbiens in der Schweiz, Milan St. Protic. Nach der Weihe kündigte Bischof Konstantin an, dass man in Zukunft jedes Jahr am St.-Veitstag (15./28. Juni) nach der Hl. Liturgie eine Totenandacht für die auf dem Zürcher Friedhof begrabenen Serben lesen werde. Mileva Einstein-Maric wurde 1875 in Titel in der Wojwodina (heute Nordserbien) geboren. Sie war eine der ersten Serbinnen und eine der ersten Frauen überhaupt, die Mathematik und Physik studierten. Nach ihrer Schulausbildung im damaligen Österreich-Ungarn, Serbien und der Schweiz schrieb Mileva Maric sich an der Universität Zürich für Medizinstudium ein. Später wechselte sie an das Eidgenössische Polytechnikum und die Eidgenössische Technische Hochschule Zürich, wo sie Mathematik und Physik studierte. Während des Studiums lernte Maric auch Albert Einstein kennen. Im Jahre 1903 heirateten Einstein und Maric in Bern. In den späteren Jahren folgte Mileva ihrem Mann nach Prag, Zürich und Berlin. 1914 trennte sich das Paar. Die Ehe wurde 1919 geschieden. Als Albert Einstein im Jahre 1922 den Nobelpreis für Physik erhielt, teilte er jedoch das Preisgeld mit seiner ehemaligen Ehefrau Mileva. Mileva Maric-Einstein war auch selbst eine begabte Mathematikerin und Physikerin. Einsteins Biographen sind sich über ihren Beitrag zu dessen Werk allerdings nicht einig. Das Grabmal für Mileva Maric-Einstein in Zürich wurde durch die Firmen „Dachpartner“ aus Zürich und „S.Z.R. Kamenorezac-Vrhovac“ aus Prnjavor restauriert. Präsident Tadic spricht mit Hl. Synod (BELGRAD) Serbiens Staatchef Boris Tadic sprach am Montag mit Mitgliedern des Hl. Synods der Serbischen Orthodoxen Kirche (SOK). Am Gespräch nahmen Metropolit Amfilohije von Montenegro und die Bischöfe Irinej von Nis, Irinej von Backa, Fotije von Dalmatien und Grigorije von Zahumlje-Herzegowina teil. In einer gemeinsamen Mitteilung des Informationsdienstes der SOK und des Präsidialbüros heißt es, der Präsident habe mit den Mitgliedern des Synods „über alle aktuellen Gesellschaftsfragen“ gesprochen. Darüber hinaus informierte der Präsident die Vertreter der Kirche, dass die Gesellschaft für den Bau der Hl.-Sava-Kirche in Belgrad, deren Vorsitzender er ist, in der kommenden Zeit „zusätzliche Anstrengungen“ investieren werde, um den Bau dieser Kirche fertig zu stellen. Die Hl.-Sava-Kirche in Belgrad gilt als die größte Kirche der Balkanhalbinsel und gehört zu den größten Kirchen der Welt. SOK AKTUELL
Informationsdienst der Serbischen Orthodoxen Diözese
für Mitteleuropa
11. Juni 2009
4.000 Leser pro Tag. Diözesanvorstand fördert Info-Dienst
(HILDESHEIM-HIMMELSTHÜR) Der Vorstand der Serbischen Orthodoxen Diözese für Mitteleuropa hat auf seiner am Dienstag, dem 9. Juni, in Hildesheim stattgefundenen Sitzung die Gründung eines offiziellen Informationsdienstes (s. SOK AKTUELL vom 27. April) bestätigt. Der neue Info-Dienst, der ab dem 1. Juli funktionieren soll, wird den Aufgabenbereich von SOK AKTUELL übernehmen und darüber hinaus die Informationen über die Diözese selbst auf Deutsch und auf Serbisch liefern. Die Informationen werden dabei, wie in den vergangenen Monaten, per E-Mail an andere Nachrichtendienste und interessierte Privatpersonen gesendet. Darüber hinaus werden sie auf der Homepage der Diözese – www.serbische-diozese.org – zugänglich sein.
Zum Chefredakteur des Informationsdienstes wurde, auf Vorschlag von Bischof Konstantin (Djokic), Erzpriester Veljko Gacic, der Vorsteher der Hl.-Sava-Kirche in Berlin gewählt. Erzpriester Gacic ist zugleich der Chefredakteur der Missionszeitschrift der Diözese „Crkva“ („Die Kirche“). Darüber hinaus hat Vater Veljko Gacic das Amt des Bischofsvikars für Nord- und Ostdeutschland inne. Der Vorstand wählte, ebenfalls auf Vorschlag von Bischof Konstantin, Tihomir Popovic, den Stellvertretenden Vorsitzenden des Diözesanrates, zum Verantwortlichen Redakteur des neuen Info-Dienstes. Popovic war zuvor für die Arbeit von „SOK AKTUELL“ verantwortlich. Zurzeit arbeitet er als Dozent an der Hochschule für Musik und Theater Hannover und dem Institut für Musik der Fachhochschule Osnabrück. Zu Redaktionsmitgliedern wurden außerdem Hierodiakon Stefan (Jugovic) und Hypodiakon Jugomir Vujasin, die Sekretäre von Bischof Konstantin, gewählt.
Während der Vorstandssitzung wurden Ergebnisse einer Untersuchung der Besucherfrequenz auf der Homepage der Diözese präsentiert. Es stellte sich heraus, dass die Seite in den letzten zwei Monaten bedeutend häufiger als zuvor aufgerufen wurde, so dass man im Juni bis zu 4.000 Lesern pro Tag verzeichnen konnte. Dieser Umstand ist wahrscheinlich der Tatsache zu verdanken, dass die Homepage im untersuchten Zeitraum vermehrt die Nachrichten von SOK AKTUELL übernommen hatte.
Die Redaktion von SOK AKTUELL dankt Bischof Konstantin, dem Diözesanrat und dem Diözesanvorstand für ihre Bereitschaft, die Arbeit unseres Informationsdienstes auszuweiten. Herzlicher Dank sei auch Erzpriester Milan Pejic ausgesprochen, der in den vergangenen vier Jahren als Vorsitzender der Diözesankommission Kirche und Gesellschaft für die Redaktionspolitik von SOK AKTUELL zuständig gewesen war. SOK AKTUELL
Informationsdienst der Serbischen Orthodoxen Diözese
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2. Juni 2009
Metropolit Amfilohije in der Schweiz
(ZÜRICH / HILDESHEIM-HIMMELSTHÜR) Auf Einladung unseres Diözesanbischofs Konstantin (Djokic), des serbischen orthodoxen Bischofs von Mitteleuropa, hat am vergangenen Wochenende der Stellvertreter des Serbischen Patriarchen, Metropolit Amfilohije von Montenegro, die serbischen orthodoxen Gemeinden in Zürich, Bern und St. Gallen besucht. Der Anlass für den Besuch war das 40-jährige Jubiläum der Präsenz der Serbischen Orthodoxen Kirche (SOK) in der Schweiz.
Am vergangenen Samstag, dem 30. Mai, zelebrierten der Metropolit und Bischof Konstantin die Hl. Liturgie in Zürich. Der Stellvertreter des Serbischen Patriarchen weihte dort auch das Kuppelkreuz für die neue Kirche der Entschlafung der Gottesmutter. Der zuständige Gemeindepfarrer, Dr. Miroslav Simijonovic, wurde bei gleicher Gelegenheit von Bischof Konstantin zum Erzpriester befördert. In Zürich fand auch eine Begegnung der Chöre der Serbischen Orthodoxen Diözese für Mitteleuropa statt. Metropolit Amfilohije hielt aus Anlass dieser Begegnung einen Vortrag über die Rolle des Kirchengesangs für die Mission der Orthodoxen Kirche in der Welt.
Am darauf folgenden Sonntag, dem 31. Mai, zelebrierte Metropolit Amfilohije von Montenegro zusammen mit Bischof Konstantin und dem russischen orthodoxen Bischof Mikhail von Genf und der Schweiz die Hl. Liturgie in Bern. Dabei wurde die neue serbische orthodoxe Kirche der Heiligen Kyrill und Method durch die so genannte „kleine Weihe“ geweiht. Dabei wurde der serbische orthodoxe Gemeindepfarrer von Bern, Stanko Markovic, in den Rang eines Erzpriesters befördert. Den Feierlichkeiten in der Hauptstadt der Schweiz wohnten Vertreter des Ökumenischen Patriarchates, die Metropoliten Jeremias und Makarios, sowie der serbische Botschafter Milan St. Protic bei. Botschafter Protic hat die Delegation der SOK noch am gleichen Tag empfangen.
Die letzte Station der Reise von Metropolit Amfilohije in der Schweiz war die serbische orthodoxe Kirchengemeinde in St. Gallen. Nach der Hl. Liturgie in der dortigen Kirche, die dem Hl. Mönch Simon gewidmet ist, beförderte Bischof Konstantin auch den Pfarrer dieser Gemeinde, Ljubomir Kotarcic, zum Erzpriester.
In einer heutigen Mitteilung des Serbischen Patriarchates wird die spirituelle und moralische Bedeutung des Besuchs von Metropolit Amfilohije in der Schweiz sowie der dort stattgefundenen Feierlichkeiten hervorgehoben. Bischof Konstantin und die Gläubigen seiner Diözese genießen Unterstützung der Mutterkirche, heißt es.
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26. Mai 2009
Hl. Synod verurteilt Gewalt in Reha-Zentrum
Konzilssitzungen beendet
Studientag Ikonenmalerei in Hannover
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Hl. Synod verurteilt Gewalt in Reha-Zentrum
(BELGRAD) Der Hl. Synod der Serbischen Orthodoxen Kirche (SOK) hat „mit Erstaunen und Bedauern“ auf die „brutale Gewalt“ reagiert, die in einem Reha-Zentrum für Drogenabhängige in der Diözese Raszien-Prizren (Kosovo-Metohija und Südwestserbien) angewendet wurde. Zuvor war auf der Internet-Seite der serbischen Zeitschrift „Vreme“ eine Video-Aufnahme veröffentlicht worden, auf welcher zu sehen war, wie ein Patient vor Ikonen geschlagen wird. Diese Aufnahmen und das Geständnis des Klerikers der Diözese Raszien-Prizren, der das Zentrum leitet, seien „unzweifelhafte Beweise der Gewalt, die dem Geist des Evangeliums und der Mission der Kirche völlig fremd und absolut inakzeptabel“ seien, heißt es in einer Mitteilung des Hl. Synods.
Das höchste Exekutivgremium der SOK forderte den zuständigen Diözesanbischof Artemije (Radosavljevic) dazu auf, das Reha-Zentrum unverzüglich aufzulösen und gegen die beteiligten Priester ein kirchenrechtliches Verfahren einzuleiten. Ebefalls rief der Hl. Synod die zuständigen Staatsorgane Serbiens dazu auf, alle erforderlichen Maßnahmen in Bezug auf die Gewaltanwendung im Reha-Zentrum zu ergreifen. Darüber hinaus wendete sich der Hl. Synod an die Opfer der Gewalt und äußerte sein aufrichtiges Bedauern wegen der Vorfälle.
Diözesanbischof Artemije von Raszien-Prizren leugnete die Gewaltanwendung im Reha-Zentrum nicht. Auch gab er zu, dass die Anstalt von den Priestern Branislav Peranovic und Dejan Jakovljevic geleitet werde. Allerdings behauptete er in einer Stellungnahme für die Nachrichtenagentur „Tanjug“, dass das Reha-Zentrum nicht dem Kloster Crna Reka gehöre, wie es zuvor in den Medien gehießen hatte, sowie dass darin keine Möche arbeiteten. Er versuchte, den Fall zu beschönigen, indem er sagte, der leitende Priester Peranovic habe über die „Methoden“ des Zentrums bereits mehrmals in den Medien gesprochen. Diese „Methoden“ dienten der Heilung, nicht der Misshandlung, so der Bischof. Er sagte, dass die kürzlich gezeigten Aufnahmen der Gewalt vor einigen Jahren entstanden seien und äußerte die Vermutung, dass sie nun wegen seiner kritischen Haltung in Bezug auf den kürzlich stattgefundenen Besuch Joe Bidens in Decani gezeigt worden seien. Bischof Artemije hatte vorige Woche mitgeteilt, dass er seinen Segen für den Besuch des USA-Vizepräsidenten im Kloster Decani (Kosovo-Metohija) nicht gebe. Diese Äußerung war damals vom Hl. Konzil der SOK kritisiert worden (s. SOK AKTUELL vom 20. Mai).
Der Leiter des Reha-Zentrums, Erzpriester Branislav Peranovic, sagte inzwischen, es sei „unstrittig“, dass die Drogenabhängigen in seiner Anstalt geschlagen worden seien. Er beklagte sich aber, dass das Zentrum in den Medien „als ein mittelalterlicher Ort der Folterungen und Misshandlungen schlimmster Sorte“ dargestellt werde. Dabei äußerte Peranovic kein Bedauern wegen der Gewaltanwendung. Er sagte sogar, dass manche Eltern der Patienten gedacht haben, die in den Medien kursierenden Aufnahmen beinhalteten Wiederholungen und würden zu lange dauern.
Auch der rechtliche Status des Reha-Zentrums ist strittig. Während Bischof Artemije angab, dass das Zentrum bei den Staatsorganen Serbiens eingetragen sei, sagte Ivana Misic, Assistentin des serbischen Gesundheitsministers, dass das Reha-Zentrum von ihrem Ministerium nicht zugelassen sei. Ein Sprecher der Regierung Serbiens teilte inzwischen mit, dass gegen neun identifizierte Personen aus dem Reha-Zentrum sowie gegen mehrere Unbekannte Ermittlungen eingeleitet worden seien.
Konzilssitzungen beendet
(BELGRAD) Das höchste Gremium der SOK, das Hl. Konzil („Sabor“) hat am vergangenen Samstag seine ordentliche Jahrestagung in Belgrad beendet. Es wurde entschieden, dass Patriarch Pavle I. auch weiterhin im Amt bleiben solle (s. SOK AKTUELL vom 15. Mai). Metropolit Amfilohije von Montenegro wurde als Stellvertreter des Patriarchen bestätigt. Ebenfalls wurden neue Mitglieder des Hl. Synods, der „Kirchenregierung“ gewählt: die Bischöfe Irinej von Nis (Südostserbien), Irinej von Backa (Novi Sad), Fotije von Dalmatien (Sibenik, Kroatien) und Grigorije von Zahumlje-Herzegowina (Trebinje, Bosnien-Herzegowina) als ordentliche Mitglieder und die Bischöfe Hrizostom von Zica sowie Hrizostom von Bihac-Petrovac als Ersatzmitglieder.
Das Hl. Konzil lobte die Staatsorgane Serbiens in Bezug auf das Kosovo-Problem und wiedeholte seinen Standpunkt, dass die Unabhängigkeit der Provinz rechtswidrig sei. Auch wurde der Wiederaufbau der serbischen orthodoxen Heiligen Stätten im Kosovo-Metohija besprochen. Bischof Artemije von Raszien-Prizren wurde gebeten, die bereits wiederaufgebauten Objekte in Empfang zu nehmen.
Auf den Konzilssitzungen wurde auch über die Lage der autonomen Erzdiözese Ohrid (Makedonien) gesprochen, die der SOK angehört. Es wurden „erste Anzeichen einer Besserung“ der Position der Erzdiözese festgestellt, deren Vertreter zuvor von makedonischen Staatsorganen verfolgt worden waren. In Bezug auf Makedonien wurde die „Dialogbereitschaft aller“ betont, die zum Überwinden der Missstände führen sollte.
Ebenfalls wurde auf den Konzilssitzungen der SOK über die Beziehungen zu anderen orthodoxen Landeskirchen gesprochen, die als „ordnungsgemäß“ bezeichnet wurden. Jedoch wurde die „nicht kanonische“ Tätigkeit des Rumänischen Patriarchats in Ostserbien, insbesondere in der Diözese Timok, erwähnt. Das Hl. Konzil äußerte seine Hoffnung, dass dieses Problem „durch einen offiziellen Dialog der beiden Kirchen auf höchster Ebene“ überwunden werde.
Angesichts der geplanten panorthodoxen Beratungen über die Diaspora teilte das Hl. Konzil mit, dass ein „verantwortungsbewusster und konstruktiver Dialog“ mit der nichtorthodoxen Umgebung in der Diaspora zu führen sei. In Bezug auf die Diaspora wurde hervorgehoben, dass in der SOK in Amerika nun administrative Einigkeit erreicht und die Verfassung der SOK bestätigt worden sei. In der Vergangenheit herrschten in Amerika Parallelstrukturen, die durch eine Spaltung während des Tito-Regimes entstanden waren.
Das Konzil begrüßte die Tatsache, dass die serbische Regierung die Initiative des Hl. Synods unterstützt habe, ein Gedenkzentrum für die Opfer des NATO-Angriffs (1999), des Pogroms über die Serben im Kosovo-Metohija, der Jugoslawien-Kriege der 90er Jahre sowie der anderen Kriege, des Terrors und der Gewalt im 20. und 21. Jh. zu errichten. Damit werden die Opfer anderer, benachbarter Völker weder geleugnet noch beschönigt, wird in einer Mitteilung des Hl. Konzils betont.
Schließlich gründete das höchste Gremium der SOK eine Kommission für die Feier des 1.700-sten Jubiläums des „Edikts von Mailand“ (313). Diese Feier hat eine besondere Bedeutung für Serbien, weil Kaiser Konstantin der Große, auf den die Mailänder Vereinbarung zurückgeht, in Naissos, dem heutigen Nis in Südostserbien geboren wurde. Ebenfalls beschäftigte sich das Konzil mit dem Wiederaufbau des Klosters Hilandar auf dem Hl. Berg Athos, das vor einigen Jahren in einem Brand stark beschädigt worden war.
Das Hl. Konzil der SOK beendete seine diesjährige offizielle Mitteilung mit einer Botschaft der Liebe und des Friedens im Namen des Herren „an die Fülle der SOK sowie an alle Christen und alle Menschen guten Willens“.
Studientag Ikonenmalerei in Hannover
(HANNOVER) Die Serbische Orthodoxe Kirchengemeinde des Hl. Sava in Hannover lädt alle Interessierten zu einem Studientag über die Ikonenmalerei ein. Die Veranstaltung findet am kommenden Samstag, dem 30. Mai im Orthodoxen Kirchenzentrum Mengendamm 16c (Station Vier Grenzen) statt und beginnt um 10 Uhr mit einer Ikonenweihe in der Kirche des Hl. Sava. Anschließend wird eine Ikonenausstellung im Gemeindesaal eröffnet. Es folgt eine Führung durch die Kirche und die Ausstellung.
Nach einem gemeinsamen Imbiss um 12 Uhr folgt ein Vortrag über die Bedeutung der Ikone als Ausdruck orthodoxen Glaubensverständnisses.
Anschließend gibt es die seltene Gelegenheit, zwei Ikonenmaler, Milosav–Misa Mladenovic und Danica Kokanovic–Mladenovic aus Belgrad, bei ihrer Arbeit an der weiteren Ausmalung der Kirche, der Krypta und der Kapelle des Hl. Nikolaus zu beobachten.
Das Seminar endet um 16 Uhr mit der Vesper (Abendgottesdienst).
Ein freiwilliger Kostenbeitrag ist willkommen.
Die Ikonenausstellung ist noch am Pfingstsonntag und Pfingstmontag von 12 bis 18 Uhr geöffnet.
Weitere Informationen erteilt Erzpriester Milan Pejic:
Tel.: 0511 / 394 1924 und 0173 / 2320992
e-Mail:
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22. Mai 2009
USA-Vizepräsident Joe Biden im Kloster Decani
(KLOSTER VISOKI DECANI) Nachdem das zurzeit tagende Hl. Konzil der Serbischen Orthodoxen Kirche (SOK) vorgerstern erklärt hatte, dass der Vizepräsident der USA, Joe Biden, im Kloster Decani willkommen sein werde (s. SOK AKTUELL vom 20. Mai), hat Obamas Stellvertreter gestern das berühmte Kloster im westlichen Kosovo-Metohija besucht.
In Decani wurde Biden von Protosynkellos Sava (Janjic), dem stellvertretenden Abt, und der Bruderschaft des Klosters empfangen, da sich der Abt, Vikarbischof Teodosije von Lipljan, zur gleichen Zeit auf der Konzilstagung in Belgrad befand.
Biden, ein Katholik, hat laut einer Mitteilung aus dem Kloster in Decani die Klosterkirche besichtigt und Kerzen angezündet. Danach sprach der Vizepräsident der USA mit den Mönchen über das Leben im Kloster und über die Situation, in welcher die Serben im Kosovo-Metohija leben. Es wurden insbesondere der Schutz von Menschen- und Eigentumsrechten thematisiert sowie die Wahrung des serbischen spirituellen und kulturellen Erbes in der Provinz. Ebenfalls wurde über die Rückkehr der Flüchtlinge gesprochen.
Im Vorfeld des Besuchs hatte das Hl. Konzil der SOK den Besuch des USA-Vizepräsidenten als einen „legitimen Besuch in den Staaten der Region, darunter auch Serbien“ bezeichnet und die traditionellen christlichen Prinzipien der Gastfreundschaft in serbischen Klöstern hervorgehoben.
Joe Biden hatte Kloster Decani noch im Jahr 2001, als Senator, besucht. Das Kloster aus dem 14. Jh. gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. SOK AKTUELL
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20. Mai 2009
SOK: USA-Vizepräsident in Kloster Decani willkommen
(BELGRAD) Das zurzeit tagende Hl. Konzil der Serbischen Orthodoxen Kirche (SOK) hat heute mitgeteilt, dass der Vizepräsident der USA, Joe Biden, der den Wunsch geäußert hatte, das Kloster Decani im Kosovo-Metohija zu besuchen, dort willkommen sei. Dadurch widersetzte sich das höchste Gremium der SOK der Entscheidung des für das Kosovo zuständigen Diözesanbischofs Artemije von Raszien-Prizren: Dieser hatte zuvor für den Besuch Bidens im Kloster Decani seinen Segen nicht geben wollen. Das Hl. Konzil teilte auch mit, dass es die Entscheidung von Bischof Artemije bedauere. Sie sei gegen die traditionellen christlichen Prinzipien der Gastfreundschaft, die bei den Serben insbesondere in den Klöstern tief verwurzelt sei.
Das Kommen des USA-Vizepräsidenten bezeichnete das Hl. Konzil als einen „legitimen Besuch in den Staaten der Region, darunter auch Serbien“. Bidens Entscheidung, Kloster Decani zu besuchen, stelle eine Geste des guten Willens» dar und eine klare Botschaft an diejenigen, die es zerstören oder die serbischen Kirchen und Klöster im Kosovo-Metohija für sich beanspruchen wollen. Damit waren offensichtlich Versuche kosovo-albanischer Selbstverwaltung gemeint, die das serbische religiöse und kulturelle Erbe im Kosovo-Metohija als «kosovarisches Erbe» betrachten.
Der USA-Vizepräsident Joe Biden bereist zurzeit die Region Südosteuropa. SOK AKTUELL
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20. Mai 2009
SOK-Konzil: Bischof Lavrentije bleibt Diözesanbischof von Sabac
(BELGRAD) In einer Presseerklärung hat das zurzeit Tagende Hl. Konzil der Serbischen Orthodoxen Kirche (SOK) mitgeteilt, dass Bischof Lavrentije von Sabac (Westserbien), gestern das Konzil gebeten habe, sich „aus gesundheitlichen und anderen persönlichen Gründen“ aus dem aktiven Dienst als Diözesanbischof zurückzuziehen. Das Konzil hat jedoch den Bischof gebeten, seinen Rücktritt „bis auf Weiteres zu vertagen“ und vorerst im Amt zu bleiben. Als Grund hat das höchste Gremium der SOK „reale spirituelle Bedürfnisse der Kirche unter jetzigen Umständen“ angegeben. Bischof Lavrentije (Trifunovic) war bis 1991 Bischof der Serbischen Orthodoxen Diözese von Mitteleuropa gewesen.
Ebenfalls fand gestern eine Sitzung des Konzils mit dem Kosovo-Minister in der Regierung Serbiens, Goran Bogdanovic, und den Beratern des serbischen Staatchefs Boris Tadic statt.
Zuvor hatten die Konzilsväter auch entschieden, dass Patriarch Pavle I., der sich im November 2008 ebenfalls aus dem aktiven Dienst zurückziehen wollte, weiterhin im Amt bleiben solle (s. SOK AKTUELL vom 15. Mai).
Das Hl. Konzils der SOK tagt seit sechs Tagen am Sitz des Serbischen Patriarchats in Belgrad. Alle Diözesanbischöfe der SOK nehmen an den Sitzungen teil. Das Hl. Konzil (Sabor) ist das höchste Gremium der SOK, während der aus fünf Oberhirten bestehende Hl. Synod mit den Tagesgeschäften der Kirche betraut ist. Aufgrund der langen Krankheit des Serbischen Patriarchen Pavle I., der sich seit etwa anderthalb Jahren im Belgrader Militärkrankenhaus befindet, fungiert Metropolit Amfilohije von Montenegro als sein Stellvertreter. SOK AKTUELL Informationsdienst der Serbischen Orthodoxen Diözese für Mitteleuropa 15. Mai 2009 SOK-Bischöfe: Patriarch Pavle bleibt im Amt (BELGRAD) Die in der serbischen Hauptstadt versammelten Bischöfe der Serbischen Orthodoxen Kirche (SOK) haben heute wiederholt entschieden, dass Patriarch Pavle I. auch weiterhin im Amt bleiben solle. In einer Pressemitteilung des zurzeit tagenden Hl. Konzils der SOK, dem alle Diözesanbischöfe angehören, wird betont, dass dieses höchste Gremium der Kirche nach reiflichem Überlegen und nach einem Meinungsaustausch über das Funktionieren der wichtigsten kirchlichen Institutionen entschieden habe, bei seiner Entscheidung vom 2. November 2008 zu bleiben: Damals hatten die Konzilsväter der SOK entschieden, eine Bitte des Patriarchen, sich aus dem aktiven Dienst zurückzuziehen, abzulehnen. Die Sitzungen des Hl. Konzils der SOK haben gestern am Sitz des Serbischen Patriarchats in Belgrad begonnen. An den diesjährigen Konzilssitzungen nehmen alle Diözesanbischöfe der SOK teil. Das Hl. Konzil (Sabor) ist das höchste Gremium der SOK, während der aus fünf Oberhirten bestehende Hl. Synod mit den Tagesgeschäften der Kirche betraut ist. Aufgrund der langen Krankheit des Serbischen Patriarchen Pavle I., der sich seit etwa anderthalb Jahren im Belgrader Militärkrankenhaus befindet, fungiert Metropolit Amfilohije von Montenegro als sein Stellvertreter. SOK AKTUELL Informationsdienst der Serbischen Orthodoxen Diözese für Mitteleuropa 11. Mai 2009 Minister Laschet und DW-Intendant Bettermann sprechen auf der Jubiläumsfeier der SOK in Düsseldorf (DÜSSELDORF / HILDESHEIM-HIMMELSTHÜR) Die Serbische Orthodoxe Diözese für Mitteleuropa feierte heute in Düsseldorf ihr 40-jähriges Jubiläum. Auf der Festveranstaltung in der Serbischen Orthodoxen Kirchengemeinde in Düsseldorf-Lichtenbroich sprachen zwei hochrangige Gastredner: Armin Laschet, der Minister für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen (CDU) und Erik Bettermann, der Intendant der Deutschen Welle. Nach einer Doxologie, die Diözesanbischof Konstantin (Djokic) aus Anlass des Jubiläums in der Serbischen Orthodoxen Hl.-Sava-Kirche in Düsseldorf zelebrierte, hielt der Generalvikar der Diözese, Erzpriester Milan Pejic, den Festvortrag über die Geschichte der Serbischen Orthodoxen Kirche (SOK) in Deutschland. Die ersten serbischen orthodoxen Gemeinden in der Bundesrepublik entstanden nach dem Zweiten Weltkrieg und wurden von ehemaligen serbischen Kriegsgefangenen, unter denen auch Priester waren, gegründet. Diese Gemeinden waren, wie auch das gesamte Diaspora-Gebiet, vorerst unmittelbar dem Serbischen Patriarchen unterstellt. Am 12. März 1969 fasste das Hl. Konzil der SOK den Beschluss, dass eine Diaspora-Diözese gegründet werden soll, die das Gebiet von Westeuropa und Australien umfasste. Die Diözesanleitung übernahm Bischof Lavrentije (Trifunovic), der am 3. Mai 1969 eine erste Versammlung von serbischen orthodoxen Priestern in Düsseldorf abhielt. In den letzten vierzig Jahren wurde das Gebiet der Serbischen Orthodoxen Diözese für Westeuropa und Australien mehrmals geteilt. Das heutige Gebiet der Diözese für Mitteleuropa umfasst Deutschland, Österreich, Liechtenstein und die Schweiz. Im Jahre 1991 wurde der damalige Professor des Priesterseminars in Sremski Karlovci (Karlowitz), Protosynkellos Konstantin (Djokic), zum neuen Diözesanbischof gewählt. Seit der Amtseinführung von Bischof Konstantin wurden 37 neue Kirchengemeinden und 57 neue Pfarreien gegründet. Zahlreiche Kirchengebäude wurden gekauft oder neu errichtet. Zurzeit wird die Mission der SOK in Deutschland von 45 Geistlichen und zahlreichen ehrenamtlichen Helfern getragen. Das Diözesanzentrum, das sich vorerst in Düsseldorf befunden hat, ist seit 1978 das Serbische Orthodoxe Kloster in Himmelsthür bei Hildesheim. SOK AKTUELL Informationsdienst der Serbischen Orthodoxen Diözese für Mitteleuropa 8. Mai 2009 Ankündigung: 40 Jahre Diözese für Mitteleuropa (HILDESHEIM-HIMMELSTHÜR / DÜSSELDORF) Die Serbische Orthodoxe Diözese für Mitteleuropa feiert am kommenden Montag ihr 40-jähriges Jubiläum. Aus diesem Anlass wird Bischof Konstantin (Djokic) in der Hl.-Sava-Kirche in Düsseldorf am 11. Mai um 16.00 Uhr eine Doxologie feiern. Im Anschluss wird der Generalvikar der Diözese, Erzpriester Milan Pejic, einen Vortrag in deutscher Sprache über die Mission der Serbischen Orthodoxen Kirche (SOK) in Deutschland halten. Die Feier findet in der Serbischen Orthodoxen Kirchengemeinde in Düsseldorf, Wanheimerstraße 54, 40472 Düsseldorf-Lichtenbroich, statt. Medienvertreter sind herzlich willkommen.
Am folgenden Montag werden wir aus Anlass der Jubiläumsfeier der Diözese einen längeren Beitrag über deren Geschichte veröffentlichen. SOK AKTUELL Informationsdienst der Serbischen Orthodoxen Diözese für Mitteleuropa 4. Mai 2009 UNO-Vertreterin bei Metropolit Amfilohije Kloster Mileseva öffnet seine Schatzkammer für Besucher Empfang für neuen Botschafter Anglikanischer Pfarrer bittet um Segen für Friedensabreit im Kosovo-Metohija Patriarch Kyrill unerstützt Serben Konzerte des rechtsradikalen kroatischen Sängers in Deutschland und Österreich --- UNO-Vertreterin bei Metropolit Amfilohije (BELGRAD) Der Stellvertreter von Patriarch Pavle I., Metropolit Amfilohije von Montenegro, hat am vergangenen Freitag, dem 1. Mai, Asma Jahangir, die UNO-Sonderrapporteurin für Religionsfreiheit empfangen. Laut einer Mitteilung des Serbischen Patriarchates fand das Treffen auf Anregung der UNO-Vertreterin statt. Im Gespräch von Metropolit Amfilohije und Asma Jahangir wurden Aspekte der Religionsfreiheit in der Region thematisiert. Die SOK sieht ihre Rechte in mehreren Teilen Südosteuropas gefährdet. In Montenegro besteht seit Jahren das Problem der staatlichen Förderung der in der Orthodoxie nicht anerkannten „Montenegrinischen Orthodoxen Kirche“, die mehrmals versucht hat, das Eigentum der Metropolie von Montenegro der SOK an sich zu reissen. In Makedonien weigert sich der Staat, die der SOK treue Erzdiözese von Ohrid anzuerkennen, während sie die kanonisch nicht anerkannte „Makedonische Orthodoxe Kirche“ unterstützt. Schließlich ist im Kosovo-Metohija auch die Existenz der Orthodoxen Kirche und ihrer Gläubigen gefährdet. Darüber hinaus finden dort Versuche statt, die Identität der serbischen orthodoxen Denkmäler zu verändern, indem man diese zum „kosovarischen Kulturerbe“ erklärt. Kloster Mileseva öffnet seine Schatzkammer für Besucher (PRIJEPOLJE) Eines der bedeutendsten serbischen Klöster, das Kloster Mileseva in Südwestserbien, hat seine Schatzkammer der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die Eröffnung fand am vergangenen Samstag, dem 2. Mai, statt. Die Besucher können in der Schatzkammer Ikonen, Urkunden und andere Manuskriptquellen, archäologische Funde sowie Münzen aus mehreren Jahrhunderten bewundern. Ebenfalls ist der Stab des ersten Serbischen Erzbischofs, des Hl. Sava (12.-13. Jh.), in der Schatzkammer zu sehen. Zum ersten Mal nach ihrer Restauration werden auch die in der Klosterdruckerei gedruckten Bücher aus dem 16. Jh. der Öffentlichkeit präsentiert. Das Kloster Mileseva nahe Prijepolje in der südwestserbischen Region Raszien wurde im 13. Jh. vom serbischen König Vladislav gestiftet. Die Fresken der Klosterkirche gehören zu den schönsten und berühmtesten in der orthodoxen Welt. Weltberühmt ist die Darstellung der Frauen am Grabe des Herrn, bekannt als „Der weiße Engel“. In dem Kloster wurden auch die Gebeine des Hl. Sava aufbewahrt. Diese wurden 1595 von den osmanischen Machthabern nach Belgrad gebracht und anschließend auf dem Vracar-Hügel verbrannt. An dieser Stelle steht nun die Hl.-Sava-Kathedrale, die größte orthodoxe Kirche der Balkan-Halbinsel. Empfang für neuen Botschafter (BELGRAD) Der designierte Botschafter Serbiens in Rumänien Zoran S. Popovic hat am vergangenen Freitag, dem 1. Mai, den Stellvertreter des Serbischen Patriarchen, Metropolit Amfilohije von Montenegro, am Sitz des Serbischen Patriarchates in Belgrad besucht. Der Metropolit wünschte dem neuen diplomatischen Vertreter Serbiens im benachbarten EU-Land Gottes Beistand und Erfolg in seiner Mission, insbesondere im Bereich der Förderung von serbisch-rumänischen Beziehungen. Der Metropolit bat den designierten Botschafter, die brüderlichen Grüße von Patriarch Pavle dem rumänischen Patriarchen Daniel zu überbringen. Anglikanischer Pfarrer bittet um Segen für Friedensabreit im Kosovo-Metohija (BELGRAD) Am Freitag, dem 24. April, besuchte der anglikanische Geistliche Donald Reeves, Direktor des Projekts „Soul of Europe“, Metropolit Amfilohije von Montenegro am Sitz des Serbischen Patriarchates in Belgrad. Reeves bat um den Segen der SOK für seine Friedensarbeit im Kosovo-Metohija, wo er insbesondere die serbischen orthodoxen Klöster Gracanica und Decani sowie das Patriarchatskloster von Pec besuchen wollte. Ebenfalls überreichte Pfarrer Reeves die Grüße des Erzbischofs von Canterbury, Rowan Williams, an Patriarch Pavle I. und Metropolit Amfilohije, die SOK und das gesamte serbische Volk. Patriarch Kyrill unerstützt Serben (MOSKAU) Patriarch Kyrill von Moskau und Ganz Russland hat in einem vorosterlichen Pressegespräch darauf aufmerksam gemacht, dass die kulturelle Identität der Serben bedroht sei. Das Oberhaupt der Russischen Orthodoxen Kirche äußerte seine Solidarität mit dem serbischen Volk, das die Spaltung des Kosovo, wo sich seine wichtigsten Heiligtümer befinden, schwer ertrage. Insbesondere grüßte Patriarch Kyrill den Serbischen Patriarchen Pavle I., den er als einen Menschen mit erhabenem spirituellem Leben bezeichnete. Der russische Patriarch erinnerte daran, dass Patriarch Pavle im Krankenhaus sei. In diesem Zusammenhang sagte Patriarch Kyrill, er würde für den Serbischen Patriarchen und für die gesamte SOK beten, damit die Kirche ungeachtet der Krankheit des Patriarchen ihre Einheit bewahre und in diesen für Serben schwierigen Zeiten diejenige geistige Kraft bleibe, die das Volk vereinige. Konzerte des kroatischen rechtsradikalen Sängers in Deutschland und Österreich Die in Deutschland tätige Medienagentur „Tat Production“ mit Sitz in München hat von den Bürgermeistern der Städte München, Frankfurt a.M., Stuttgart, Bochum, Wien, Göteborg (Schweden) und Szombathely (Ungarn) gefordert, die geplanten Konzerte des rechtsradikalen kroatischen Sängers Marko Perkovic Thompson abzusagen. Der Inhalt der Lieder und die Haltung des Sängers seien eindeutig faschistisch und verherrlichten die Vernichtung der Juden, Serben und Roma im „Unabhängigen Staat Kroatien“ während des Zweiten Weltkrieges, insbesondere die Im KZ Jasenovac stattgefundenen Gräueltaten, so die Agentur. Sollten die Konzerte Thompsons nicht abgesagt werden, forderte die Agentur eine Entschuldigung von den Bürgermeistern der Städte, in denen die Konzerte stattgefunden haben. SOK AKTUELL Informationsdienst der Serbischen Orthodoxen Diözese für Mitteleuropa 27. April 2009 Umstrukturierung bei SOK AKTUELL Staatschef im Kloster Himmelsthür --- Umstrukturierung bei SOK AKTUELL (HILDESHEIM-HIMMELSTHÜR) Der Diözesanrat der Serbischen Orthodoxen Diözese von Mitteleuropa unter Vorsitz von Bischof Konstantin (Djokic) hat auf seiner am vergangenen Freitag stattgefundenen Sitzung entschieden, unseren Nachrichtendienst dadurch zu fördern, dass er in Zukunft unmittelbar der Diözesanleitung zugeordnet werden soll. Auch wird die Zentrale des Info-Dienstes aus Hannover nach Hilmelsthür bei Hildesheim verlegt: Dort befindet sich ein serbisches orthodoxes Kloster, das auch den Sitz des Bischofs für Mitteleuropa und der Diözesankanzlei beherbergt. Bisher war der Info-Dienst der Kommission Kirche und Gesellschaft der Diözese mit Sitz in Hannover unterstellt. Die neue Adresse des Info-Dienstes ist unter den Nachrichten angegeben worden. Staatschef im Kloster Himmelsthür (HILDESHEIM-HIMMELSTHÜR) Der serbische Staatspräsident Boris Tadic hat das Osterfest im serbischen orthodoxen Kloster in Himmelsthür bei Hildesheim gefeiert. Am vergangenen Sonntag kam der Staatchef in die Klosterkirche, um der Hl. Liturgie beizuwohnen. Der Präsident wurde von Diözesansekretär Jugomir Vujasin empfangen, der ihn in die Kirche begleitete. Die Osterliturgie in Himmelsthür zelebrierte der Klosterabt (Igoumen), Protosynkellos Sergije (Paraklis). Diözesanbischof Konstantin (Djokic) war zu Ostern wegen zuvor geplanter pastoraler Verpflichtungen in Luzern. Tadics Besuch wurde dem Kloster sehr kurzfristig angekündigt. Boris Tadic war wegen der Eröffnung der global wichtigen Industriemesse nach Hannover gekommen und nahm auch an der Geburtstagsfeier von Altkanzler Gerhard Schröder teil. SOK AKTUELL Informationsdienst der Kommission Kirche und Gesellschaft der Serbischen Orthodoxen Diözese für Mitteleuropa Karsamstag, 18. April 2009 Allen Leserinnen und Lesern wünschen wir gesegnetes und frohes Fest der Auferstehung des Herrn: Christus ist auferstanden!
Er ist wahrhaftig auferstanden! Die Redaktion von SOK AKTUELL SOK AKTUELL Informationsdienst der Kommission Kirche und Gesellschaft der Serbischen Orthodoxen Diözese für Mitteleuropa 10. April 2009 Allen Leserinnen und Lesern, die die Auferstehung des Herrn am kommenden Sonntag feiern, wünschen wir ein gesegnetes und frohes Osterfest! Die Redaktion von SOK AKTUELL --- Andacht für die Opfer des deutschen Luftangriffs auf Belgrad 1941 (BELGRAD) In der serbischen Hauptstadt wurde am vergangenen Dienstag der Opfer des deutschen Luftangriffs vom 6. April 1941 gedacht. Der Vikar des Patriarchen, Bischof Atanasije von Hvosno, zelebrierte in der Christi-Himmelfahrt-Kirche im Belgrader Stadtzentrum die Hl. Liturgie und eine Andacht für die Opfer des deutschen Bombardements. Die Wehrmacht hatte am 6. April 1941 Jugoslawien ohne vorherige Kriegserklärung oder Ultimatum angegriffen. Laut Hilters „Weisung Nr. 25“, sollte die Hauptstadt „durch fortgesetzte Tag- und Nachtangriffe“ zerstört werden. In dem Angriff auf Belgrad starben laut offiziellen Angaben 2.274 Menschen. Serbischen Schätzungen zufolge handelte es sich aber um etwa 4.000 Opfer. Nach deutschen Angaben sollen im Luftangriff auf Belgrad etwa 1.500-1.700 Menschen getötet worden sein. Es entstand auch großer materieller Schaden. Unter anderem brannte die alte Nationalbibliothek mit 300.000 Büchern aus, unter denen auch mittelalterliche Manuskripte von unschätzbarem Wert. Es wird geschätzt, dass nur an dem ersten Tag des Angriffs auf Jugoslawien, dem 6. April 1941, etwa 20.000 Menschen ums Leben kamen. Der Zweite Weltkrieg forderte in ganz Jugoslawien etwa 1,5 Milionen Menschenleben. In dem Hof der Belgrader Christi-Himmelfahrt-Kirche befand sich im April 1941 ein Luftschutzkeller, in welchem während des Bombardements mehrere Hundert Belgrader ums Leben kamen. Auch die Kirche selbst wurde stark beschädigt. Heute erinnert ein Granitkreuz an die Opfer. SOK AKTUELL Informationsdienst der Kommission Kirche und Gesellschaft der Serbischen Orthodoxen Diözese für Mitteleuropa 6. April 2009 „Respekt jedem Opfer gegenüber“: Kroatische katholische Bischöfe besuchen KZ Jasenovac (ZAGREB/BELGRAD) Der Vorsitzende der Kroatischen Bischofskonferenz der Römisch-katholischen Kirche, Marin Srakic, Erzbischof und Metropolit von Djakovo-Osijek, hat mit drei Bischöfen seiner Kirche am vergangenen Freitag, dem 3. April, das Gedenkzentrum des berüchtigten kroatischen Konzentrationslagers Jasenovac aus dem Zweiten Weltkrieg besucht. Das war das erste Mal, dass ein Vorsitzender der katholischen Bischofskonferenz Kroatiens das berühmte Gedenkzentrum besucht hat. In Begleitung des Erzbischofs waren Antun Skvorcevic, Bischof von (Slavonska) Pozega, Djuro Gasparovic, Bischof von Srem sowie Weihbischof Djuro Hranic von der Erzdiözese Djakovo-Osijek. Bischof Skvorcevic, der als Gastgeber des Treffens fungierte, sagte bei der Begrüßung, man wolle durch Reue und Vergebung seinen Respekt „jedem Opfer gegenüber“ zum Ausdruck bringen. Es sei unverständlich, wie es möglich gewesen sei, schwere Verbrechen gegen andere Menschen zu verüben, nur weil sie eine andere Weltanschauung vertraten, einer anderen Nation angehörten oder einen anderen Glauben hatten. Durch diese Aussage vereinheitlichte der kroatische Bischof die Opfer des Konzentrationslagers, offensichtlich ohne offen aussprechen zu wollen, dass es eigentlich um Holocaust ging: Getötete Juden, Serben und Roma, die als solche ermordet wurden, sind in der Aussage des Bischofs mit Regimegegnern gleichgestellt. Dennoch kritisierte der Bischof, dass auch heute noch Verbrechen an unschuldigen Menschen verdeckt werden, sowie dass man die Zahl der Opfer geringschätze und manipuliere, so dass man nicht wolle, dass die volle Wahrheit gefunden und den Opfern ihre Würde zurückgegeben werde. Erzbischof Srakic sagte, er wolle die in Auschwitz ausgesprochenen Worte Papst Benedikts XVI. wiederholen; er betonte, dass es fast unmöglich sei, an „diesem Ort des Schreckens“ und der Verbrechen gegen Gott und die Menschen zu sprechen; insbesondere sei das schwer für einen Bischof, der dem Volk angehöre, aus dessen Reihen die Täter gekommen seien, sagte der Vorsitzende der Kroatischen Bischofskonferenz der Römisch-katholischen Kirche, Erzbischof Marin Srakic. Jasenovac sei ein Ort gewesen, an welchem „der Wahn, mehr noch, der bestialische Wahn“ geherrscht habe, betonte der Erzbischof. Er rief zur Vergebung und zum Gebet für die Opfer und die Täter auf. Die Pilgerfahrt der katholischen Bischöfe solle dazu beitragen, zur „Wahreit in Freiheit“ zu kommen. Erzbischof Srakic bestätigte, dass er der erste Vorsitzende der Kroatischen Bischofskonferenz der Römisch-katholischen Kirche gewesen sei, der je in dieser Eigenschaft das Lager Jasenovac besucht habe. In der kroatischen Öffentlichkeit hat es unterschiedliche Reaktionen gegeben. Die Direktorin des Gedenkzentrums in Jasenovac, Natasa Jovicic, äußerte ihren Wunsch, dass auch der Erzbischof von Zagreb und Primas von Kroatien, Josip Kardinal Bozanic, nach Jasenovac komme. In einem von der Nachrichtenagentur VIA zusammengefassten Überblick über die Reaktionen von kroatischen Internet-Lesern werden aber auch viele Holocaust leugnende Kommentare angeführt. Niemand außer „politischen Gegnern in NDH“ (kroatischer Faschistenstaat im Zweiten Weltkrieg) sei nach Jasenovac verschleppt worden. Auch würden dort „Juden nicht getötet“; die Gewalt im Lager sei „in ihren Händen“ gewesen. In dem KZ seien höchstens 2.500-3.000 Personen an Altersschwäche, Krankeiten, oder bei Fluchversuchen gestorben, hieß es in den Kommentaren kroatischer Internet-Leser. Allerdings habe es auch Erschießungen gegeben: „meistens der Roma“. Die wirkliche Anzahl der Opfer von Jasenovac gilt als strittig. Der sozialistische jugoslawische Historiker Vladimir Dedijer ging von 700.000-1.200.000 Opfer aus. Der erste kroatische Präsident Franjo Tudjman, einst General in Titos Armee, gab an, dass es 60-70.000 Opfer gegeben habe. Der Umgang der Kroaten mit ihrem historischen Erbe ist von Kontroversen geprägt. Laut Angaben der Nachrichtenagentur VIA wird zurzeit in Kroatien die Veröffentlichung eines Buches über den rechtsradikalen, den faschistischen Ustascha-Regime verherrlichenden kroatischen Sänger Marko Perkovic Tompson von Mate Kovacevic vorbereitet. In diesem Zusammenhang wird die positive Meinung des römisch-katholischen Bischofs von Sibenik, Ante Ivas, angegeben und der römisch-katholische Bischof von Gospic-Senj Mile Bogovic zitiert: der rechtsextremistische Sänger „äußere dassjenige, was die kroatischen Patrioten gerne singen und hören, wenn sie feiern“. Kroatien gilt als der aktuellste EU-Beitrittskandidat. SOK AKTUELL Informationsdienst der Kommission Kirche und Gesellschaft der Serbischen Orthodoxen Diözese für Mitteleuropa 3. April 2009 Patriarch Kyrill an Patriarch Pavle anlässlich des 10. Jahrestages des NATO-Angriffs Serbischer Politiker aus Kroatien bei Metropolit Amfilohije --- Patriarch Kyrill an Patriarch Pavle anlässlich des 10. Jahrestages des NATO-Angriffs (MOSKAU) Patriarch Kyrill von Moskau und Ganz Russland hat anlässlich des zehnten Jahrestages des NATO-Angriffs auf Serbien und Jugoslawien am 24. März 1999 einen Brief an das Oberhaupt der Serbischen Orthodoxen Kirche (SOK), Patriarch Pavle I., gerichtet. Der russische Patriarch schrieb, dass sich damals mehrere Länder, die dachten, „das Recht zu haben, das Schicksal der Welt zu bestimmen“ vereinigt hätten, um „ihren Willen einem Volk mit Gewalt aufzuzwingen“. Der russische Patriarch erinnerte in seinem Schreiben an das Leiden der Menschen in Serbien, das Sterben ihrer ungeschützten, fiedlichen Bewohner, die Zerstörung von Häusern, Schulen und Krankenhäusern und den Hohn auf das Heiligtum der Kirchen und Klöster. Das Oberhaupt der Russischen Orthodoxen Kirche erinnerte auch daran, dass 1999 Patriarch Alexei II. in seiner Begleitung Belgrad besucht habe, um mit Patriarch Pavle die Trauer zu teilen. Patriarch Alexei habe damals in der Hl.-Sava-Kathedrale die Hl. Liturgie zelebriert und zu Zehntausenden von Gläubigen Worte des Trostes und der Ermutigung gesprochen. In den späteren Jahren habe die Russische Orthodoxe Kirche die SOK im Prozess der Findung einer Lösung der Krise mehrmals unterstützt, betonte Patriarch Kyrill. In den vergangenen Jahren habe man in der Russischen Orthodoxen Kirche die Leiden der serbischen Brüder nicht vergessen, betonte der Patriarch. Das Unglück der SOK sei der Schmerz der gesamten Orthodoxen Kirche, denn, wie Hl. Apostel Paulus sagte: „Und so ein Glied leidet, so leiden alle Glieder mit“ (1. Kor. 12, 26). Mit Schmerzen haben die Gläubigen der Russischen Orthodoxen Kirche auch die Ereignisse des Jahres 2004 miterlebt, schrieb Patriarch Kyrill. Im März 2004 hatten albanische Extremisten 35 serbische orthodoxe Kirchen und Klöster angegriffen, zerstört und in Brand gesetzt. Das Oberhaupt der Russischen Orthodoxen Kirche schrieb an Patriarch Pavle I., er hielt es für seine Pflicht, im März dieses Jahres die internationalen Organisationen an die Ereignisse vom März 2004 zu erinnern. Die Russische Orthodoxe Kirche werde auch weiterhin alles in ihrer Macht stehende für die Gerechtigkeit tun, damit die Orthodoxen im Kosovo und diejenigen, die von dort flüchten mussten, geschützt werden. Patriarch Kyrill wünschte dem Oberhaupt der SOK gute Besserung, spirituelle Freude und unbegrenzte Hilfe von Gott. Serbischer Politiker aus Kroatien bei Metropolit Amfilohije (BELGRAD) Der Stellvertreter von Patriarch Pavle I., Metropolit Amfilohije von Montenegro, hat am Donnerstag vergangener Woche Milorad Pupovac, den Vorsitzenden des Serbischen Volksrates in Kroatien, empfangen. Der Metropolit überreichte den Segen und die Grüße von Patriarch Pavle I. dem hochrangigen serbischen Politiker und allen Serben in diesem Land. Pupovac sagte im Gespräch mit dem Metropoliten, dass die Serben, und insbesondere die Rückkehrer, mit der SOK in Kroatien sehr gut zusammenarbeiteten. Der Metropolit betonte, dass die Kirche immer eine lebendige Schlagader gewesen sei und eine Einheit stiftende Rolle in der Bevölkerung gehabt habe. SOK AKTUELL Informationsdienst der Kommission Kirche und Gesellschaft der Serbischen Orthodoxen Diözese für Mitteleuropa 30. März 2009 Andacht für getötete Kinder: 10 Jahre seit NATO-Angriff auf Jugoslawien Drei serbische Dörfer ohne Strom Bischof stellt kirchlichen Raum für Gesundheitszentrum zur Verfügung --- Andacht für getötete Kinder: 10 Jahre seit NATO-Angriff auf Jugoslawien (BELGRAD) In der serbischen Hauptstadt wurde am vergangenen Dienstag der Opfer des NATO-Bombardements von 1999 gedacht. Anlässlich des zehnten Jahrestages des NATO-Angriffs auf Serbien und Bundesrepublik Jugoslawien, der am 24. März 1999 begonnen hatte, fanden in Belgrad Totenandachten am Denkmal für die im Angriff getöteten Kinder sowie am Denkmal für die Opfer des NATO-Bombardements bei dem damals zerstörten Gebäude des Serbischen Fernsehsenders statt. Ebenfalls wurde eine Gedenkstunde für die getöteten Angehörigen der jugoslawischen Armee abgehalten. Die NATO hatte die Luftangriffe auf Jugoslawien 1999 mit der Krise in der südserbischen Provinz Kosovo-Metohija begründet. Serbien sah im Bombardement einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg. Der Krieg endete im Juni 1999 mit dem Abkommen von Kumanovo (Makedonien) und der darauf folgenden Verabschiedung der Resolution Nr. 1244 des UNO-Sicherheitsrates. Laut dieser Resolution sollte das Kosovo-Metohija ein unter UNO-Verwaltung stehender Bestandteil Serbiens bleiben. Aus diesem Grund betrachten Serbien und einige andere Staaten wie etwa Russland die Unabhängigkeitserklärung Kosovos sowie ihre Anerkennung durch die westlichen Staaten als völkerrechtswidrig. Drei serbische Dörfer ohne Strom (KLOSTER VISOKI DECANI) Seit Tagen haben die Ortschaften Vrbovac, Grncar und Mogila im Kosovo-Metohija keinen Strom. Der Strom wurde in Vrbovac nach einer Störung ausgeschaltet. Betroffen sind 60 Haushalte und seit Mittwoch auch eine Grund- und eine Oberschule, das Gesundheitszentrum sowie die Suppenküche der Ortschaft, die die ärmsten Menschen der Gemeinde mit Essen versorgt. Seit etwa 2 Wochen ist der Strom auch in den Dörfern Grncar und Mogila ausgeschaltet. Die Mitarbeiter der Kosovarischen Stromgesellschaft lehnen ab, die Störung zu beseitigen, wenn nicht Verträge über die künftige Strombezahlung unterzeichnet werden. Bischof stellt kirchlichen Raum für Gesundheitszentrum (KLOSTER VISOKI DECANI) Nach einem Brand, in welchem das Gesundheitszentrum im Kosovska Kamenica beschädigt worden war, stellte laut einem Bericht des KiM Radio der serbische orthodoxe Bischof Artemije von Raszien-Prizren den Ärzten kirchliche Räume zur Verfügung. Dadurch konnten die meisten Patienten des Gesundheitszentrums versorgt werden. SOK AKTUELL Informationsdienst der Kommission Kirche und Gesellschaft der Serbischen Orthodoxen Diözese für Mitteleuropa 23. März 2009 Serbien gedenkt der Opfer der Kosovo-Ausschreitungen vom März 2004 Kosovo: Kein Strom für Serben. Steht Massenauswanderung bevor? Mostar: Einbruch in Kirche Minister Ugljanin bei Metropolit Amfilohije --- Serbien gedenkt der Opfer der Kosovo-Ausschreitungen vom März 2004 (BELGRAD) Serbien gedenkt in diesen Tagen der Opfer des Kosovo-Konflikts: Am vergangenen Dienstag wurde in Gedenkgottesdiensten der Opfer von albanischen Massenausschreitungen vom 17. März 2004 gedacht; am folgenden Dienstag wird man der Opfer des NATO-Bombardements von 1999 gedenken. In den Übergriffen der Kosovo-Albaner im März 2004 waren 19 Menschen getötet, 950 verwundet und mehr als 4.000 Serben aus ihren Häusern vertrieben worden. Dabei waren auch 35 Kirchen zerstört und in Brand gesetzt worden. Anlässlich des fünften Jahrestages der albanischen Ausschreitungen von 2004 trafen am Dienstag auch die Mitglieder des Hl. Synods der Serbischen Orthodoxen Kirche (SOK) mit den Mitgliedern der Regierung Serbiens zusammen. Die Delegation der SOK wurde angeführt von Metropolit Amfilohije von Montenegro, dem Stellvertreter des Patriarchen. Auf der Seite der Regierung nahmen Außenminister Vuk Jeremic, Kultur- und Informationsminister Nebojsa Bradic und der Minister für Kosovo-Metohija Goran Bogdanovic am Treffen teil. Auch Mladjan Djordjevic, der Kosovo-Berater des Staatspräsidenten Serbiens, Boris Tadic, war anwesend. Es wurde festgestellt, dass die für die Verbrechen vom 17. März 2004 Verantwortlichen bis heute nicht gefunden worden seien. Ebenfalls wurde die Erwartung geäußert, dass die Vertreter der UNO- und EU-Missionen im Kosovo (UNMiK und EULEX) helfen würden, dass die «Auftraggeber und Haupttäter» der extremistischen Taten im Kosovo-Metohija kurzfristig gefunden und zur Rechenschaft gezogen werden. Gleichzeitig wurde die Erwartung geäußert, dass die Internationale Gemeinschaft «maximale Hilfe» im Prozess der Rückkehr von Flüchtlingen und Vertriebenen von 1999 und 2004 leisten würde. Auch bei diesem Treffen wurde der Standpunkt der SOK und der Regierung Serbiens bestätigt, dass der Wiederaufbau der zerstörten Kirchen und Klöster im Kosovo-Metohija fortgesetzt werden solle. Dies müsse im Einklang mit der Resolution 1244 des UNO-Sicherheitsrates sowie dem «Verständnismemorandum», das Patriarch Pavle I. 2005 unterzeichnet hatte, erfolgen. Es wurde ebenfalls betont, dass es notwendig sei, den Schutz und den Wiederaufbau von mehr als 150 Kirchen und Klöstern in Gang zu setzen, die von albanischen Extremisten nach dem NATO-Bombardement 1999 zerstört worden waren. Anlässlich des fünften Jahrestages der albanischen Massenübergriffe vom 17. März 2004 hatte zuvor das Büro des Hl. Synods der SOK eine Mitteilung herausgegeben, in welcher die Geschehnisse von 2004 in Erinnerung gerufen wurden. Es wurde betont, dass die Ausschreitungen in Präsenz der internationalen Zivilverwaltung und Truppen stattgefunden haben. Die Massenübergriffe vom März 2004 wurden als Fortsetzung der Schrecken des Jahres 1999 bezeichnet. Es wurde daran erinnert, dass die Zahl derjenigen, die ins Kosovo-Metohija zurückgekehrt seien, vernachlässigbar sei. Auch bleibe die überwältigende Mehrheit von zerstörten Kirchen und Klöstern in Ruinen oder es verschwinde jeder Spur ihrer Existenz. In der Mitteilung aus dem Büro des Hl. Synods wird ebenfalls daran erinnert, dass manche Staaten inzwischen entgegen den UNO-Beschlüssen – als Beispiel wird die Resolution 1244 des UNO-Sicherheitsrates genannt – das Kosovo als Staat anerkannt hätten. Somit seien die Verbrechen und die Gewalt im Kosovo-Metohija nicht nur unbestraft geblieben, sondern sie würden durch die Anerkennung der Unabhängigkeit sogar belohnt. Darüber hinaus wurde in der Mitteilung auch kritisiert, dass der internationale Gerichtshof in Den Haag über die serbischen Offiziere drakonische Strafen verhängt habe, während die albanischen Terroristen freigesprochen würden. Kosovo: Kein Strom für Serben (KLOSTER GRACANICA) Am 17. März protestierten mehrere Hundert Serben gegen die kontinuierliche Stromrestriktion seitens der kosovarischen Stromgesellschaft. Die Demonstranten wollten in Richtung des Heizkraftwerkes «Kosovo B» gehen, wurden aber von der kosovarischen Polizei daran gehindert. Die serbischen Dörfer Plametina, Priluzje, Babin Most und Grac waren schon seit 16 Tagen ohne Strom gewesen. Auch der Unterricht für rund 500 Schüler von weiterführenden und Grundschulen in Plametina soll wegen der Stromrestriktion ausfallen, sagte auf der Kundgebung der Bürgermeister von Obilic mit Sitz in Plametina, Ljubomir Bosanac. Laut Bosanac gebe es Hinweise darauf, dass manche Eltern ihre Kinder auf Schulen in Zentralserbien oder im Norden Kosovos versetzen würden. Der Bürgermeister berichtete, dass es in der Region auch Probleme mit der Wasserversorgung gebe. Zwei Häuser in Plametina, in denen Roma, Aschkali und sechs serbische Familien wohnen, haben tatsächlich wegen der Stromrestriktionen auch kein Wasser. Die Situation sei sehr schwer, betonte Bosanac. Es gebe Anzeichen dafür, dass es zu einer Massenauswanderung aus den Dörfern kommen werde, weil viele Menschen die Lage nichnt aushalten können. In Plametina wohnen rund 2.200 Serben, 800 Roma und 600 Albaner. Mostar: Einbruch in Kirche (TREBINJE) In Mostar, der Hauptstadt der Herzegowina, wurde in der Nacht vom 13. auf den 14. März 2009 in die Kirche der Geburt der Gottesmutter im Stadtteil Bjelusine eingebrochen. Nach einer Mitteilung der Serbischen Orthodoxen Diözese für Zahumlje-Herzegowina wurde die Kirche auch bestohlen. Einzelheiten über den Wert des Schadens wurden nicht mitgeteilt. Die bosnische Polizei hat Ermittlungen aufgenommen. Dies ist der erste Einbruch in die Kirche nach fast einem Jahr, als die Täter gefunden und vor Gericht gestellt worden waren. Mostar liegt in der kroatisch-muslimisch geprägten Föderation Bosnien-Herzegowina. Minister Ugljanin bei Metropolit Amfilohije (BELGRAD) Der Minister ohne Portfolio in der Regierung Serbiens, Sulejman Ugljanin, hat am vergangenen Mittwoch, dem 18. März, Metropolit Amfilohije von Montenegro besucht. In seiner Begleitung waren auch sein Stellvertreter Semsudin Kucevic und Parlamentsabgeordneter Esad Dzudzevic. Der Minister informierte den Stellvertreter des Patriarchen über die Bemühungen, die Armut in den unterentwickelten Gemeinden Serbiens zu überwinden. Der aus der muslimischen, bosniakischen Bevölkerungsgruppe stammende Minister äußerte sein freundschaftliches Verhältnis der SOK gegenüber und äußerte auch seine Hochachtung vor ihr im Namen des Bosniakischen Nationalrates Serbiens und der Bosniakischen Nationalliste im Serbischen Parlament. SOK AKTUELL Informationsdienst der Kommission Kirche und Gesellschaft der Serbischen Orthodoxen Diözese für Mitteleuropa 16. März 2009 Serbischer Außenminister trifft mit Bischöfen zusammen Traditionelle Kirchen und Glaubensgemeinschaften in Serbien äußern sich zum Antidiskriminierungsgesetz --- Serbischer Außenminister trifft mit Bischöfen zusammen (BELGRAD) Der serbische Außenminister Vuk Jeremic traf im Vorfeld seines geplanten Besuchs am Sitz der UNESCO am vergangenen Dienstag, dem 10. März, mit Mitgliedern des Hl. Synods der Serbischen Orthodoxen Kirche (SOK) zusammen. Während des Treffens wurde die Entschlossenheit sowohl der SOK als auch der Regierung Serbiens betont, mit dem Wiederaufbau von zerstörten Kirchen und Klöstern im Kosovo-Metohija fortzufahren. Dies stünde auch im Einklang mit den Bestimmungen der Resolution 1244 des UNO-Sicherheitsrates. Minister Jeremic wird Anfang dieser Woche mit Vertretern der UNESCO sprechen. Sein Besuch findet anlässlich des fünfjährigen Jahrestages der kosovo-albanischen Ausschreitungen vom 17. März 2004 statt, als 35 serbische orthodoxe Kirchen und Klöster zerstört worden waren. Traditionelle Kirchen und Glaubensgemeinschaften in Serbien äußern sich zum Antidiskriminierungsgesetz (BELGRAD) Die traditionellen Kirchen und Glaubensgemeinschaften Serbiens haben in den letzten Wochen versucht, die serbische Gesetzgebung durch eigene Vorschläge zu beeinflüssen. Es handelte sich um den Entwurf des «Gesetztes über das Verbot der Diskriminierung». In einem gemeinsamen Brief wiesen die Verterter der traditionellen Kirchen und Glaubensgemeinschaften auf die Mängel und Widersprüche des Entwurfs hin. Am Samstag wurde im Namen der am Prozess beteiligten Gemeinden eine Pressemitteilung veröffentlicht, in welcher das «zum Teil gezeigte» Verständnis der Regierung Serbiens begrüßt wurde. Zuvor hatte der serbische orthodoxe Bischof Irinej von Backa (Novi Sad) erklärt, dass die Initiative der traiditonellen Kirchen und Glaubensgemeinschaften primär dem Zweck diente, den Gesetzentwurf in Einklang mit den Standards der EU zu bringen. Zu den traditionellen Kirchen und Glaubensgemeinschaften in Serbien gehören neben der SOK noch die römisch-katholische Kirche, die Islamische Gemeinschaft, die Slowakische Evangelische Kirche, die Christliche Reformierte Kirche, die Christliche Evangelische Kirche und die Jüdische Gemeinschaft. Ganze 95% der Bevölkerung Serbiens gehören den traditionellen Kirchen und Glaubensgemeinschaften an. SOK AKTUELL Informationsdienst der Kommission Kirche und Gesellschaft der Serbischen Orthodoxen Diözese für Mitteleuropa 9. März 2009 Stellvertreter des Patriarchen lobt EU-Integrationsprozesse. SOK-Delegation in Brüssel Patriarch Kyrill und Präsident Medvedev empfangen Montenegros Staatschef. Preisverleihung in Moskau Wiederaufbau von Kirchen in Bosnien und Dalmatien Bischof Atanasije besucht Diaspora-Versammlung SOK-Vertreter bei der Serbienvorstelung im Bundestag --- Stellvertreter des Patriarchen lobt EU-Integrationsprozesse. SOK-Delegation in Brüssel (BRÜSSEL/CETINJE) Nachdem Angehörige der Kommission Kirche und Gesellschaft der Konferenz Europäischer Kirchen (KEK) im November 2008 Montenegro besucht hatten, haben nun Vertreter der Metropolie von Montenegro der Serbischen Orthodoxen Kirche (SOK) am 25. und 26. Februar Brüssel besucht, um in EU-Institutionen über die aktuelle Situation im Kosovo-Metohija und in Montenegro zu sprechen. Auf der Seite der SOK nahmen Metropolit Amfilohije von Montenegro und Bischof Joanikije von Budimlje-Niksic an den Gesprächen teil. Begleitet wurden die serbischen Hierarchen von ihrem Gastgeber, Pfarrer Rüdiger Noll, dem Direktor der Kommission Kirche und Gesellschaft der KEK. Unter anderem sprachen die SOK-Delegation und Pfarrer Noll mit Mitgliedern des Europäischen Parlaments Slavi Binev und Micheal Rupp vom Auswärigen Ausschuss und Unterausschuss für Menschenrechte. Darüber hinaus wurden auch Gespräche mit Vertretern des Generaldirektorats für Erweiterung der Europäischen Kommission und der Abteilung Westbalkan des Europarates geführt. Thematisiert wurde unter anderem das Verhältnis von Kirche und Staat in Montenegro. Es wurde hervorgehoben, dass es in diesem Land noch kein Religionsgesetz und auch kein Restitutionsgesetz gebe. Ebenfalls wurde darüber gesprochen, dass es in Montenegro keinen Religionsunterricht an den Schulen gebe. Auch das Problem des Schutzes und der Bewahrung des kulturellen und religiösen Erbes im Kosovo-Metohija wurde besprochen. Die europäischen Vertreter begrüßten die Bemühungen der Metropolie von Montenegro, am Prozess der Integration ihres Landes in die EU mitzuwirken. Dabei äußerten sie ihre Hoffnung, dass sich die montenegrinische Regierung in diesem Prozess in vollem Maße an die europäischen Standards der Menschenrechte und der Religionsfreiheit halten werde. Metropolit Amfilohije von Montenegro betonte, dass die Orthodoxe Kirche bereit sei, die Umsetzung dieses Prozess zu unterstützen, damit das legislative System Montenegros in Einklang mit europäischen Standards gebracht werde. Er sagte, dass die Idee der europäischen Integration eigentlich ein Akt des Evangeliumsbekenntnisses sei, «dass alle eins seien». Völker und Nationen sollen sich in eine große Gemeinde versammeln, in welcher die Würde einer jeden Person und eines jeden Volkes respektiert werde. Der Metropolit sagte, man habe die Vertreter der EU gebeten, bei der Implementierung der EU-Standars und der Rechtstaatlichkeit in Montenegro zu helfen. Die Vertreter der EU haben sich insbesondere für die Zukunft des kulturellen Erbes und des Eigentums der SOK im Kosovo-Metohija interessiert. Die Kommission Kirche und Gesellschaft der KEK wird die Ergebnisse dieses Besuches im Zusammenarbeit mit der Metropolie von Montenegro der SOK verfolgen, heißt es in einer Mitteilung der Metropolie. Patriarch Kyrill und Präsident Medvedev empfangen Montenegros Staatschef. Preisverleihung in Moskau (MOSKAU) Der neue Patriarch von Moskau und Ganz Russland, Kyrill, und der Russische Staatspresident Dmitry Medvedev haben am vergangenen Montag, dem 3. März, die Preisträger der Internationalen Stiftung für die Einheit Orthodoxer Nationen für das Jahr 2008 im Palast des Patriarchen im Kreml empfangen. Die Agentur Interfax Religion betont den Umstand, dass der Russissche Staatschef an einem Arbeitstag in den Patriarchenpalast gekommen sei, um die Preisträger persönlich zu begrüßen: Metropolit der Tschechischen Länder und der Slowakei, Christopher, Montenegros Staatspräsident Filip Vujanovic, Valantina Marviyenko, Gouverneur von St. Petersburg sowie Erzpriester Stephan Buciu von der Universität Bukarest. Der Patriarch machte bekannt, dass der Preis ab 2009 den Namen des kürzlich verstorbenen russischen Patriarchen Alexei II. tragen werde. Medvedev hob in seiner Ansprache die Bedeutung des Preises der Stiftung für die Einheit Orthodoxer Nationen hervor. Zuvor hatte Patriarch Kyrill von Moskau und Ganz Russland Präsident Vujanovic im Hl.-Daniel-Kloster im Moskau empfangen (s. SOK AKTUELL vom 2. März). Die Internationale Stiftung für die Einheit der Orthodoxen Christlichen Nationen wurde 1995 mit dem Segen von Patriarch Alexei II. gegründet. Es wird alljährlich an Staatsmänner und Personen aus Kirche sowie dem kulturellen und öffentlichen Leben verliehen. Wiederaufbau von Kirchen in Bosnien und Dalmatien (BOSANSKI PETROVAC, SIBENIK) In Bosnien-Herzegowina wird noch eine im Bürgerkrieg zerstörte serbische orthodoxe Kirche wiederaufgebaut. In der westbosnischen Diözese von Bihac-Petrovac dauert der Wiederaufbau der Kirche im Dorf Pec an. Bisher wurde das Dach neu aufgestellt und Fenster sowie Türe eingebaut. Es werden Arbeiten an der Fassade geplant. Die Kirche dankte in einer letzte Woche veröffentlichten Mitteilung all denjenigen, die den Wiederaufbau unterstützt haben. Die serbische orthodoxe Kirche in Pec wurde 1995 in Brand gesetzt. In das Dorf ist noch niemand zurückgekehrt. Das hindert aber die Menschen aus Pec daran nicht, ihre Kirche wiederaufzubauen. Ein Wiederaufbaukommitee wurde im Jahre 2007 gegründet. Auch in der Serbischen Orthodoxen Diözese Dalmatien (kroatische Adriaküste) wird derzeit eine Kirche wiederaufgebaut. Es handelt sich um die Kirche des Hl. Stephanus in Golubic. Es wurden Arbeiten durchgeführt, die den Zugang zur Kirche erleichtern sollen, damit die Bauarbeiten an der Kirche selbst leichter durchgeführt werden können. Darüber hinaus soll die Kirche ein neues Dach bekommen. Auch an den Fundamenten der Kirche soll gearbeitet werden. Bischof Atanasije besucht Diaspora-Versammlung (BELGRAD) Der Vikarbischof von Patriarch Pavle I., Bischof Atanasije von Hvosno, hat als Repräsentant von Metropolit Amfilohije von Montenegro am Mittwoch, dem 4. März, an der Sitzung der Serbischen Diaspora-Versammlung teilgenommen, die am Sitz dieser Organisation in Belgrad stattgefunden hat. Der Vorsitzende der Organisation, Radivoje Dabic, informierte die Anwesenden über die bisherige Arbeit der Diaspora-Versammlung und betonte die bedeutende Rolle der SOK für die Serben. Bischof Atanasije gab seine Unterstützung sowohl der Diaspora-Versammlung als auch allen Organisationen, die zur besseren Vernetzung der Serben beitragen. Das Fazit der Sitzung war, dass die Diaspora-Versammlung einen bedeutenden Beitrag zum Verstehen und zur Lösung der aktuellen Problemen der Serben, sowohl in ihrem Mutterland, als auch in der Diaspora leistet. An der Sitzung nahmen auch der Assistent des Diaspora-Ministers in der Regierung Serbiens, Vukman Krivokuca, sowie Milan St. Protic, Botschafter Serbiens in der Schweiz. SOK-Vertreter bei der Serbienvorstelung im Bundestag (BERLIN) Auf der am vergangenen Donnerstag, dem 5. März, im Deutschen Bundestag stattgefundenen Begegnung „Serbien stellt sich vor“ nahm auch ein hochrangiger Vertreter der Diözese für Mitteleuropa der SOK, Erzpriester Veljko Gacic, Bischöflicher Vikar für Norddeutschland und Mitglied der Kommission Kirche und Gesellschaft, teil. Das Treffen fand im Vorfeld der Internationalen Tourismus-Börse in Berlin. Gesprochen wurde über die spirituellen, kulturellen und touristischen Ressourcen Serbiens. Es wurde auch eine Dokumentation über Serbien präsentiert und eine Fotoausstellung des serbischen Fotographen Dragoljub Zamurovic über den Fluss Donau durch den Bundestagsabgeordneten Ernst Hinsken, den Tourismusbeauftragten der Bundesregierung, eröffnet. Die Ausstellung befindet sich unter freiem Himmel, zwischen dem Bundeskanzleramt und dem Hauptbahnhof. Das Treffen wurde durch den Bundestagsabgeordneten Jürgen Klimke initiiert und fand unter der Schirmherrschaft der Vizäpräsidentin des Deutschen Bundestages, Dr. Susanne Kastner, statt. Anwesend waren unter anderem auch die Bundestagsabgeordneten Marlene Mortler, Vorsitzende des Tourismusausschusses, und Detlef Dzembritzki, Vorsitzender der Deutsch-Südosteuropäischen Parlamentariergruppe. Auch Doris Pack, Mitglied des Europäischen Parlaments nahm an der Begegung teil. Auf der serbischen Seite wohnten Goran Petkovic, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Torusimus und Regionalentwicklung sowie Nadica Momirov, Staatssekretär im Kulturministerium dem Ereignis bei. Anwesend waren auch Radovan Jelasic, Gouverneur der staatlichen Volksbank Serbiens sowie Gordana Plamenac, Direktorin der serbischen Touristischen Organisation. SOK AKTUELL Informationsdienst der Kommission Kirche und Gesellschaft der Serbischen Orthodoxen Diözese für Mitteleuropa 2. März 2009 Patriarch Kyrill empfängt montenegrinischen Staatspräsidenten Montenegro: Einbruch in Kirche angekündigt Kroatischer Generalkonsul bei Bischof Vasilije von Zvornik-Tuzla Bosnien-Herzegowina: 50. Sitzung des Interreligiösen Rates --- Patriarch Kyrill empfängt montenegrinischen Staatspräsidenten (MOSKAU/CETINJE) Der neue Patriarch von Moskau und ganz Russland, Kyrill, hat am vergangenen Donnerstag in der Patriarchenresidenz im Hl.-Daniel-Kloster den montenegrinischen Staatspräsidenten Filip Vujanovic empfangen. Vujanovic besuchte Russland, um den Preis des Internationalen Fonds der Einheit Orthodoxer Völker für das Jahr 2008 in Empfang zu nehmen. Der Preis wurde dem montenegrinischen Präsidenten für seine «herausragende Tätigkeit im Bereich der Stärkung der Einheit orthodoxer Völker und für Befestigung und Erweiterung der christlichen Werte im Gesellschaftsleben» verliehen. Patriarch Kyrill gratulierte Vujanovic zum Preis und betonte dessen Bedeutung. Montenegro und Russland stehen sich in ihrem Glauben und ihrer Geschichte nahe, sagte Patriarch Kyrill. Auch betonte das Oberhaupt der Russischen Orthodoxen Kirche, dass es heute ein großes Interesse der russischen Pilger und Touristen für Montenegro gebe. Die Anzahl der Russen, die das Land besuchen wollen, wachse immerzu. Dazu tragen auch die guten Beziehungen bei, die auf der Basis des gleichen Glaubens und der gemeinsamen Geschichte aufgebaut seien. An der Begegnung des Moskauer Patriarchen mit dem montenegrinischen Staatspräsidenten nahmen unter anderem auch Bischof Mark von Jegorjewsk, der neue Leiter des Außenamtes im Moskauer Patriarchat, Bischof Jovan von Diokleia von der Metropolie von Montenegro der Serbischen Orthodoxen Kirche (SOK), Abt des Klosters Ostrog, sowie der Außenminister Montegenros Milan Rocen teil. Montenegro: Einbruch in Kirche angekündigt (CETINJE) Am gleichen Tag, an welchem der Präsident Montenegros den neuen russischen Patriarchen besuchte, wurde von der Orthodoxen Metropolie von Montenegro der Serbischen Orthodoxen Kirche eine Pressemitteilung herausgegeben, in welcher die Metropolie zu neusten Ankündigungen hinsichtlich der Kirche in Bajice nahe Cetinje Stellung bezieht. Nach Worten der Metropolie haben einige NGOs mit Unterstützung des Oberbürgermeisters der Stadt Cetinje angekündigt, an einem geplanten Einzug der „laizisierten und von der Kirche getrennten, ehemaligen Priester in die Kirche des Hl. Johannes des Täufers in Bajice“ teilzunehmen. Offenbar handelt es sich hierbei um Vertreter der so genannten „Montenegrinischen Orthodoxen Kirche“, die von der Gesamtorthodoxie nicht anerkannt wird. Als Grund für den Einzug in die Kirche wurde die Abhaltung eines Gedenkgottesdienstes für die Teilnehmer eines Aufstandes aus dem Jahr 1919 angegeben. Die Metropolie kommentiert, dass es sich hierbei „statt der Gebete für die Seelen der verstorbenen Vorfahren“ um die Ankündigung von mehreren gesetzwidrigen Taten handele. Für diese werde man alle Teilnehmer der Versammlung in Bajice für verantwortlich halten. Um in die Kirche zu gelangen, werde man einen Einbruch begehen müssen. Die Metropolie erinnerte daran, dass sie seit acht Jahren auf das Urteil der montenegrinischen Justiz bezüglich des vorigen gewalsamen „Einzugs“ in die Kirche in Bajice warte. In der Pressemitteilung der Metropolie heißt es, man werde das Verhalten der Polizei und der Staatsanwaltschaft mit großer Aufmerksamkeit beobachten, weil diesmal die Gewalt über das kirchliche und irdische Recht eindeutig sein würden. Kroatischer Generalkonsul bei Bischof Vasilije von Zvornik-Tuzla (BIJELJINA) Der Generalkonsul Kroatiens in Tuzla (Ostbosnien), Josip Juras, hat am vergangenen Mittwoch Bischof Vasilije von Zvornik-Tuzla im Kloster des Hl. Vasilije von Ostrog im nordostbonischen Bijeljina besucht. Nach Angaben der Diözese wurde über allgemeine gesellschaftliche Themen gesprochen mit besonderer Berücksichtigung der Beziehungen der Orthodoxen und der Römisch-katholischen Kirche und der augenblicklichen Situation in Bosnien-Herzegowina. Bischof Vasilije und Generalkonsul Juras äußerten sich hoffnungsvoll über die Qualität der künftigen Beziehungen des kroatischen Generalkonsulats in Tuzla und der Diözese von Zvornik-Tuzla. Bosnien-Herzegowina: 50. Sitzung des Interreligiösen Rates (SARAJEVO) Am vergangenen Montag fand in der bosnischen Hauptstadt die 50. Sitzung der Versammlung des Interreligiösen Rates von Bosnien-Herzegowina statt. Unter dem Vorsitz des römisch-katholischen Erzbischofs von Sarajevo, Vinko Kardinal Puljic, nahmen der serbische orthodoxe Bischof Vasilije von Zvornik-Tuzla, Seid Smajic, der Mufti von Sarajevo, und Boris Kozemjakin von der Jüdischen Gemeinde der Hauptstadt von Bosnien-Herzegowina an der Sitzung teil. Der Interreligiöse Rat sprach über die laufenden Projekte und behandelte auch den aktuellen Entwurf des Denationalisationsgesetzes. Es wurden konkrete Vorschläge verabschiedet, die an die zuständigen staatlichen Instanzen und die Medien weitergeleitet werden. Ebenfalls ist auf der Sitzung die Zusammenarbeit des Interreligiösen Rates mit den staatlichen Entitäten – der Serbischen Republik und der kroatisch-muslimischen Föderation – innerhalb des Landes besprochen worden. Es wurde die Notwendigkeit einer staatlichen Institution unterstrichen, die für die Anliegen der Kirchen und Glaubensgemeinschaften zuständig wäre. Der Interreligiöse Rat von Bosnien-Herzegowina hat auch entschieden, seine Zusammenarbeit auch auf andere Städte des Landes zu erweitern. Dort sollen die Religionsvertreter dazu ermuntert werden, die interreligiöse Zusammenarbeit zu entwickeln und das Zusammenleben der verschiedenen Gemeinden zu fördern. Auf der Sitzung des Interreligiösen Rates von Bosnien-Herzegowina wurde ebenfalls über die Arbeit der Arbeitsgruppe zur Renten- und Krankenversicherung der Priester und Imame gesprochen. Diese Arbeit wurde ausdrücklich unterstützt. Es werde erwartet, dass die Arbeitsgruppe auch konkrete Lösungen dieser Probleme anbiete. Ebenfalls unterstützte der Rat die Initiative des Justizministeriums der Föderation Bosnien-Herzegowina, des kroatisch-muslimischen Landesteiles, die Frage der Seelsorge in Justizvollzugsanstalten einheitlich zu lösen. Die Mitglieder des Interreligiösen Rates haben auch den OSZE-Missionschef in Bosnien-Herzegowina, Garry Robins, empfangen. Es wurde über die Einführung des neuen Fachs „Kultur der Religionen“ in die Schulen gesprochen. Ebenfalls wurden die Probleme in der Kommunikation zwischen den OSZE-Stellen und den Kirchen und Glaubensgemeinschaften sowie über einige Fragen aus dem Bereich der Bildung gesprochen. Die Vertreter des Rates kritisierten den Inhalt des Schulbuches zum Fach „Kultur der Religionen“, das in einigen Teilen des Landes bereits verwendet wird. Es wurde beschlossen, die Kommunikation zwischen der OSZE und den Kirchen und Glaubensgemeinschaften auf institutionellem Wege fortzusetzen. Das Treffen habe die Türe für neue Zusammenarbeit geöffnet, heißt es in einer Pressemitteilung.
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